20.10.2021

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28.10.00 Mit diesen Leuten gegen rechts?

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 28. Oktober 2000


Mit diesen Leuten gegen rechts?
Evangelische Akademie Tutzing ruiniert ihr Ansehen

"Die evangelischen Akademien bieten als Teil der Zivilgesellschaft fachlich professionelle und ethisch profilierte Tagungen und Diskurse an." So ist die Selbstdarstellung der Akademien, auch die der in Tutzing. Doch welchen Teil der Zivilgesellschaft repräsentieren Johano Strasser, Konstantin Wecker, Günther Beckstein und Michel Friedman? Johano Strasser, einst Juso-Chefideologe, wurde vom Mainzer Langericht rechtskräftig verurteilt, weil er als "Dr. Schneider" Frauen mit obszönen Anrufen belästigt hatte. Konstantin Wecker wurde 1998 wegen Drogenmißbrauchs (1,7 kg Kokain) zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Günther Beckstein wäre mit seiner Äußerung: "Wir brauchen weniger Ausländer, die uns ausnützen, und mehr, die uns nützen" (10. Juni 2000 im Focus), nach der Lesart seines eigenen Verfassungsschutzes ein "Rechtsextremist". Und Michel Friedman steht außerhalb der Zivilgesellschaft, wenn er sagt: "Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer." Sind das die "anständigen Deutschen"?

Bei seinem Amtsantritt in Tutzing hatte der Akademieleiter Friedemann Greiner "tabufreie Debatten" versprochen. Statt dessen bekommen die Hörer einen Herrschaftsdiskurs vorgesetzt. Selbstbestätigung statt herrschaftsfreiem Diskurs ist heute das Motto. Man diskutiert über alles, aber nicht mit den bösen Buben. Das erinnert an die DDR. Auf die Frage, was Opposition in der DDR bedeuten würde, antwortete der Chefkommentator des DDR-Fernsehens, Karl Eduard von Schnitzler, seinerzeit ("Der schwarze Kanal" vom 25. März 1968): "Gegen unsere sozialistische Friedenspolitik opponieren zu wollen würde bedeuten, Verbrechen zu begehen. Und mit solcher Opposition setzten wir uns nicht an der Wahlurne auseinander, sondern vor den Gerichten unserer sozialistischen Justiz." Ähnlichkeiten mit heutigen Personen und Vorgängen sind rein zufällig.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Verweigerung der Formel "... so wahr mir Gott helfe" beim Amtseid der rot-grünen Minister und den Anschlägen auf Gotteshäuser? Oder zwischen der Gewalt in den Medien und in der Gesellschaft? Oder zwischen der Kumpanei von Sozialdemokraten mit Postkommunisten und der Radikalisierung von Jugendlichen? Wer hat den Sumpf entstehen lassen, aus dem die Gewalt entspringt? Weshalb ist die Reaktion der gleichen Funktionäre um so vieles zurückhaltender, wenn die Anschläge auf Synagogen von Palästinensern verübt werden? Wird es einen Diskurs in der Evangelischen Akademie mit diesen Fragestellungen geben?

Wie in der DDR zieht das Volk bei den von oben verordneten Kampagnen nicht so richtig mit. Vielleicht sollten sich die Herrschenden doch ein anderes Volk wählen. Schon morgen kann jeder ein "Rechtsextremist" sein. Die Wohlfahrtausschüsse üben bereits flexible Definitionen. Das schlimmste, was passieren könnte, ist, wenn herauskäme, daß jenes, was sie als "rechtsextrem" definieren, Gedankengut einer ganz normalen Nation wäre. Schon jetzt sehen laut Emnid 66 Prozent der Deutschen bei der Zuwanderung die Grenzen der Belastbarkeit überschritten. K. N.