20.10.2021

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28.10.00 Unvergessene Heimat

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 28. Oktober 2000


Unvergessene Heimat
Gedenkstein für Flucht und Vertreibung eingeweiht

Schollene – Unter Anteilnahme von etwa 90 Bürgerinnen und Bürgern – in der Mehrzahl Vertriebene – wurde in Schollene unter Glockengeläut der Dorfkirche ein Gedenkstein feierlich eingeweiht. Der Stein, ein prächtiger Findling von etwa 30 Zentnern, ist umgeben von zwei weiteren großen Feldsteinen aus der Schollener Gemarkung sowie zwei kleinen Holzsteinen aus dem Riesengebirge und erinnert an die 544 Vertriebenen, die nach dem Krieg nach Schollene kamen. Die Gedenkstätte, die durch Spenden und Zuwendungen der Gemeinde finanziert werden konnte, befindet sich in einem kleinen Park des derzeit 1480 Einwohner zählenden Haveldorfes. Die Tafel auf dem Findling trägt folgende Inschrift:

Zum Gedenken der Vertriebenen, die nach dem 2. Weltkrieg 1945 ihre Heimat verloren und in Schollene Aufnahme fanden:

Sudetenland-Riesengebirge 155

Westpreußen 142

Schlesien 109

Ostpreußen 96

Ostbrandenburg 29

Pommern 13

Unvergessene Heimat

Manfred Fröhlich, Initiator der Gedenksteineinweihung, zeichnete den Leidensweg der Millionen Vertriebenen nach. Mit Erreichen der Zufluchtstätte waren die Strapazen noch lange nicht zu Ende. Es herrschten Hunger und Armut, Verbitterung über das Erlittene und Anpassungsschwierigkeiten in der neuen Umgebung.

Hilda Winterfeld und Marianne Schinke rezitierten passende Gedichte über die Flucht und die Heimat. Der Chor Schollene e. V. unter der Leitung von Karl-Heinz Gorges sorgte mit seinen Liedbeiträgen für die musikalische Umrahmung. M. F.