28.10.2021

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04.11.00 Kommentare

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 04. November 2000


Kommentar: Optimismus

Es gibt Optimisten, die nichts erschüttern kann. Aus jeder Katastrophe, aus jedem Lapsus ziehen sie die einfache Schlußfolgerung, daß alles noch viel schlimmer hätte kommen können. So gesehen, nimmt sich die Bilanz zum Ende der Weltausstellung in Hannover ganz ordentlich aus: Von den erwarteten 40 Millionen Besuchern sind bisher nur 18 Millionen auf dem Gelände der Expo 2000 erschienen. Die damit im Zusammenhang stehenden Einkünfte blieben aus, das Defizit beträgt 2,4 Milliarden Mark, das sich nun Bund und Niedersachsen freudig teilen. Optimistisch ist auch das Urteil der Generalkommissarin Frau Breuel zu bewerten, die behauptet, sie hätte keine Erklärung für das geringe Interesse. Man stelle sich vor, sie hätte eine Erklärung der Ursachen abgegeben. Ganz Optimist übrigens auch Kanzler Schröder, der meinte, daß der ideelle Wert nicht in Geld aufzuwiegen sei. Ein Urteil von Frau Griefahn steht noch aus, aber man darf wetten, daß es optimistisch ausfällt. Sagte doch Frau Breuel ergänzend: "Nach Meinung der Nationen, die unsere Gäste waren, hatten wir in Hannover die beste Expo, die es je gab, inhaltlich, gestalterisch und auch von der Heiterkeit und Fröhlichkeit her." Eben. M. D.

 

Kommentar:Volksverhetzung

Entgegen allen vorliegenden Quellen und Zeitzeugenaussagen behauptet seit Jahren der im angesehenen Polyglott Verlag erscheinende Reiseführer "Französische Atlantikküste", die historische Innenstadt von Nantes sei von deutschen Bombern während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Auf die massive Beschwerde eines sich getäuscht fühlenden Benutzers des Reiseführers, der nachwies, daß alle einschlägigen französischen Veröffentlichungen die US-amerikanische Luftwaffe als Zerstörer der Stadt nannten, erfolgte über ein Jahr lang vom Verlag nichts. Erst als Das Ostpreußenblatt in seiner Folge 40 klarstellte, daß einmal wieder zu Lasten des deutschen Volkes gelogen wird, und als sich ein empörter Leser an den Polyglott Verlag wandte, reagierte die Redaktion. Die verantwortliche Redakteurin, Frau Kappelhoff, schrieb dem protestierenden Briefschreiber, "daß der Band in der Tat einen fehlerhaft dargestellten Sachverhalt enthält. Der Autor räumte ein, sich auf falsche Quellen bezogen zu haben."

Der ganze Fall wäre eine Bagatelle, wenn er nicht typisch wäre. Es gibt nämlich keine Quellen, die etwas anderes aussagen, als daß amerikanische Bomben amerikanischer Bomber Nantes zerstörten. Autor und Verlag hielten es wohl als "offenkundig", diesen Völkerrechtsverstoß den Deutschen anzulasten, wie es in gewissen Kreisen üblich ist. Die Behauptung zu belegen hielt man für überflüssig.

Eigentlich handelte es sich bei der Diffamierung der Deutschen um eine Volksverhetzung, doch der einschlägige Paragraph des Strafgesetzbuches wird – natürlich – nicht zum Schutze der Deutschen zu beanspruchen sein.

Wann der Verlag die historische Lüge berichtigt, steht in den Sternen. Oder bequemt man sich, wie im Verlagsgewerbe nicht unüblich, den jetzt noch auszuliefernden Exemplaren einen Errata-Zettel beizulegen, der die Falschbehauptung korrigiert? Jochen Arp