20.10.2021

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25.11.00 Das Geschäft mit der Angst

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 25. November 2000


Treibhaus-Theorie:
Das Geschäft mit der Angst
Journalisten und Wissenschaftler verdienen an der "Klima-Katastrophe" / Von Wolfgang Thüne

Das Klima hat derzeit auf der internationalen politischen Bühne Hochkonjunktur. Rund 5000 Delegierte aus 180 Ländern diskutierten und stritten vierzehn Tage in Den Haag darüber, wie man das Klima am wirkungsvollsten schützen und den Klimawandel stoppen könne. Hauptstreitpunkt ist das klimakillende Kohlendioxyd, das die Alpengletscher verschwinden lassen, die Nordseewellen höher schlagen lassen und Tornados über dem Rhein-Main-Gebiet auslösen soll. Selbst mit der Sintflut wird gedroht. Der wissenschaftlichen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es ist Erntezeit für die Klimaforscher, die sich wie Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg gleichzeitig als Forscher, Priester und Politiker sehen.

Bei dem inzwischen 6. globalen Klimagipfel in Den Haag, nach Rio de Janeiro (1992), Berlin (1995), Kyoto (1997), Buenos Aires (1998), Bonn (1999), ging es um die verbindliche Regelung der in Kyoto beschlossenen Reduktion von Treibhausgasen. Doch bei nüchterner Betrachtung geht es ausschließlich um Geld und Macht, den lukrativen Handel mit heißer Luft.

Wenn nach getaner Arbeit die Düsenjets donnernd vom Boden abheben und ihre heißen Abgaswolken in den blauen Himmel blasen, um die mehr als 10 000 Politiker, Bürokraten, Journalisten und Umweltaktivisten als Lobbyisten eines grünen Totalitarismus in ihre Heimatländer zurückzubringen, dann werden wieder einmal die Wettergötter nicht die geringste Notiz nehmen. Das Wetter wird weiterhin machen, was es will, und die politischen Macher im Regen stehen lassen.

Die Wettergötter lachen sich ins Fäustchen darüber, was angeblich kluge Professoren über das Klima, den Klimawandel wie die Klimafolgen Kluges von sich geben. Wir tumben Sterblichen mögen über soviel wissenschaftliche Schläue beeindruckt sein, sonst würden sich nicht ständig die Journalisten mißbrauchen lassen, um aus Expertenmunde die Kunde von der Klimakatastrophe zu vernehmen und zu verbreiten. Dabei weiß kein Mensch auf dieser Erde, was Klima eigentlich ist. Die Definition der Weltorganisation für Meteorologie lautet: Klima ist das mittlere Wettergeschehen einer bestimmten 30jährigen Periode. Klima ist eine statistische Größe, die irgendwie einen mittleren Wetterzustand, den es in der Natur nie gegeben hat und nie geben wird, repräsentieren soll.

Ehrlich, es gibt kein mittleres Wettergeschehen. Keiner hat je eine Jahresmitteltemperatur gespürt! Folglich gibt es auch kein Klima, auch wenn wir ständig davon reden. Die Natur mittelt nicht, sie beschert uns Wetter, sich täglich änderndes, erleb- und spürbares Wetter. Auch wenn wir uns die Köpfe heiß reden, am Wetter ändern wir nichts! Ein Klimawert wie die Tagesmitteltemperatur kann erst dann errechnet werden, wenn das Wetter vorbei ist. Das Klima ist Menschenwerk! Klimaforschung ist Vergangenheitsforschung. Ob die Politik diesen Wert unter Schutz stellt oder nicht, ist völlig belanglos.

Die am 25. Januar 2000 im Berchtesgadener Land gemessene Temperatur von minus 45,8 Grad Celsius hat für alle Zeiten Gültigkeit. Das vergangene Wetter ist nicht mehr veränderbar, und das zukünftige orientiert sich nicht an dem die Vergangenheit repräsentierenden Klimawert. Während Orkanböen ihr Unwesen treiben, errechnen wir die mittlere Windgeschwindigkeit. Doch dieser Wind bewegt nichts! Wir sind schon tolle Klimamacher, doch nur am Schreibtisch.

Alles Gerede über menschenbeeinflußte Klimaveränderungen ist in Wahrheit nichts als pure Spekulation oder dummes Geschwätz, auch wenn es politisch Hochkonjunktur hat. Der Veränderung des Klimas geht immer eine Veränderung des Wettergeschehens voraus. Mit anderen Worten: Zuerst ändert sich das Wetter und dann das daraus errechnete Klima. Es ist zwar ein schönes Spiel, Ursache und Wirkung zu vertauschen, aber doch nur ein Spiel. Wenn es anthropogene Klimaveränderungen geben soll, dann müßte es logischerweise zuallererst anthropogene Wetterveränderungen geben! Wenn das Wetter uns gehorchen würde, dann bräuchten wir keine Angst mehr vor ihm zu haben. Dafür müßten wir um so größere Angst davor haben, daß das Wetter von der Politik als mörderische Waffe eingesetzt wird.

Bei nüchterner Betrachtung ist die Erde eher ein Tollhaus denn ein Treibhaus. Keine Lüge kann groß genug sein, um nicht von den Medien verbreitet und dann geglaubt zu werden. Daß Lüge und Betrug integrale Bestandteile des Forschens sind, bekannte am 13. Juli 2000 der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Hubert Markl, anläßlich der Expo. Und das Lügengeschäft blüht prächtig. Weltweit kassieren die Klimaforscher jährlich mehr als zehn Milliarden Mark an staatlichen Forschungsgeldern.

Ein Ende ist nicht in Sicht, denn nach Hans-Jürgen Warnecke, dem Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, gilt: Während das Wissen jedes einzelnen wächst, wird er gleichzeitig immer dümmer, denn das Nichtwissen wächst noch schneller. Und das scheint ganz besonders in der Politik ausgeprägt zu sein, glaubt sie doch uneingeschränkt den Klimaexperten und nicht der gesunden Vernunft.

Oder weiß sie um den Treibhaus-Schwindel und nutzt die Klimapsychose, um sich am Bürger schamlos zu bereichern? Daß Vater Staat sich das Nullversprechen Klimaschutz mit Milliarden an Ökosteuern bezahlen läßt, ist eine bodenlose Frechheit. Es wird allerhöchste Zeit, daß wir Bürger wieder mehr Vernunft auf allen Ebenen einfordern. Wenn wir nicht bald ein Klima der Vernunft schaffen und den Mut aufbringen, den eigenen Verstand als Verteidigungswaffe einzusetzen, dann werden wir bald am grünen Gängelband, besser Nasenring, ins Ökoparadies gezerrt, natürlich nur, um das Klima zu schützen.