20.10.2021

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02.12.00 "Geh doch mal ins Netz!"

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 02. Dezember 2000


"Geh doch mal ins Netz!"
Gesch@bber: Ostpreußen im Internet

Die vertriebenen Ostpreußen der dritten Generation treffen sich nicht oder nur noch selten auf dem Heimatmarkt und auf Kultur-Seminaren. Dennoch stehen sie im täglichen Kontakt miteinander, und das weltweit. Das Internet macht es möglich. Im Diskussionsforum Ostpreußen, unter der Internetadresse www.vertellkes.freewebsites.com   haben sich unzählige Nutzer vertriebener und nichtvertriebener Herkunft weltweit angemeldet. Auch Vertriebene der Erlebnisgeneration bereichern als Teilnehmer das Forum. Einige der nachgeborenen Generationen haben sich nicht von den Großeltern für Ostpreußen begeistern lassen, ihre Begeisterung für das neue Medium Internet führt sie vielmehr nach "Cyber-Ostpreußen". Wenn Sie sich treffen und zum Thema des Tages diskutieren und ihre neuesten Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen, dann kann es schon einmal hoch hergehen. Der Kenner weiß indessen, daß Sachliches von Unsachlichem und Interessantes von Geschwätz getrennt werden kann. Das Extrakt eines Tages ist aber oft genug sehr wertvoll.

Die tägliche Presseauswertung unter Vertriebenengesichtspunkten bietet den Stoff, aus dem die Diskussionen sind. Das Angebot ist enorm und meistens auch für ausgewiesene Ostpreußenkenner werthaltig. Auch läßt der Aufbau des Ostpreußenforums eine Spezialisierung auf die Themenbereiche Politik/Geschichte, Kultur, Landeskunde, Reisen, Geschabber, Stadt Tilsit und Masuren zu. Das Forum bietet Ostpreußenneulingen einen Abriß zur Geschichte an, stellt kurz und knapp Persönlichkeiten vor und eröffnet Einblicke in aktuelle Fotos aus der Heimat. Der Reisewillige erhält die Wettervorhersage für Königsberg und kann sich mittels interaktivem Routenplaner sorgfältig auf seine Fahrt in die Heimat vorbereiten. Ein absoluter Bonus ist die Verweisliste, die sogenannten "Links", mit weit über einhundert Querverweisen auf "Homepages", auf denen sich Kreisgemeinschaften, Landesgruppen, Privatinitiativen und andere Landsmannschaften vorstellen. Eine der am häufigsten aufgerufenen Seiten ist dabei die der Landsmannschaft Ostpreußen unter www.ostpreussenblatt.de. Jeder Nutzer kann die über den Verweis aufgerufene Seite bewerten und empfehlen. Spitzenreiter ist eine Homepage, auf der man die Karte Ostpreußens aufrufen und ausdrucken lassen kann.

Der Leiter des Ostpreußenforums, Andreas Kurt Borm, ist wie die meisten seiner "Moderatoren" der Unterabteilungen bei den Ostpreußen organisiert. Sie alle ziehen das Internetforum allerdings regelmäßig den sonstigen Vertriebenentreffen vor, da sich die Informationen erheblich schneller und noch dazu schriftlich austauschen lassen, ohne daß der Teilnehmer die eigenen vier Wände verlassen muß. Störenfriede unter den Besuchern von Cyber-Ostpreußen werden von den Moderatoren ausgesperrt. Eine vom Betreiber aufgestellte Satzung setzt Umgangsformen fest und verbietet das Verbreiten von Parteiwerbung. Wer sich die einfachen Regeln zu eigen macht, der erhält bei der Suche nach den eigenen Wurzeln aus allen Ecken der Welt wertvolle Hinweise.

Die Vernetzung der vielen Ostpreußen im Internet ist mehr als hilfreich. Nicht zuletzt ermöglicht das neue Kommunikationsmittel Internet auch den nachgeborenen Generationen, sich intensiv mit Ostpreußen auseinanderzusetzen. Die Begeisterung für das Internet ist bei der jungen Generation zumeist so groß, daß spätestens über diesen Weg und mit dem Satz "Geh mal ins Netz!" die Oma den Enkel in die Heimat führen kann.Bernhard Knapstein