25.10.2021

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09.12.00 "Die wahren Erlebnisse …"

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 09. Dezember 2000


"Die wahren Erlebnisse …"
Neuerscheinungen rund um das Thema Ostpreußen / Von Hans B. v. Sothen

Die Erinnerungen eines Arztes Jahrgang 1925: An Ostpreußen, die Heimat der Eltern, die er zuletzt während des Zweiten Weltkriegs als Sanitätssoldat im Samland erlebt. Beim Rückzug gelangt seine Einheit schließlich auf die Halbinsel Hela, von wo ihm, um nicht in die Hände der Russen zu geraten, eine abenteuerliche Flucht gelingt.

Klaus Hartmann: Vorgeschichte. Erinnerungen 1925–1948, 344 Seiten, geb., Universitas Verlag, München 2000, ISBN 3-8004-1406-6.

Ostpreußen war der erste Teil des Reichsterritoriums, das von der Roten Armee besetzt wurde. Neu angesiedelte Arbeitskräfte aus Innerrußland verdrängten die Reste der deutschen Bevölkerung, die bis 1947/48 zum Teil auf schreckliche Weise malträtiert und danach vertrieben wurde. Ruth Kibelka schildert eindrücklich die Geschichte Ostpreußens in den unmittelbaren Nachkriegsjahren aus eigener Erfahrung.

Ruth Kibelka: Ostpreußens Schicksalsjahre. 1944–1948, 358 Seiten, geb., Aufbau Verlag, Berlin 2000, 39,90 Mark, ISBN 3-351-02505-X.

In Friedenszeiten Soldat im traditionsreichen Ortelsburger Jägerbataillion, der "Hauseinheit" der grünen Zunft, nimmt Hundrieser 1939 an den Kämpfen in Polen, später in Frankreich und an der Ostfront teil. Neben vielen bekannten Ostpreußen wird unter anderen General Lasch portätiert. "Grünes Herz in Feldgrau" ist die Fortsetzung von Hundriesers erstem Buch "Es begann in Masuren".

Hubert Hundrieser: Grünes Herz in Feldgrau. Kriegstagebuch eines ostpreußischen Forstmanns, kart., 34 Mark, ISBN 3-88741-029-7.

Reinhold Helling (Hrsg.): Die evangelischen Kichengemeinden in Ostpreußen und Westpreußen in den Pfarr-Almanachen von 1912 und 1913. Mit alphabetischen Registern der eingepfarrten Orte (Kirchspielverzeichnisse, 2. erweiterte Auflage, 405 Seiten, br., Hamburg 2000, Selbstverlag des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. (Reihe: Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen Nr. 59). Bezug: s. u.

"Altpreußische Forschungen" 1924 bis 1943 und "Mitteilungen des Vereins für die Geschichte von Ost- und Westpreußen" 1926 bis 1944. Ein systematisch gegliedertes Gesamtinhaltsverzeichnis von Erwin Spehr, 161 Seiten, br., Hamburg 2000, Selbstverlag des Vereins. Erschienen in der Reihe: "Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nr. 98. Bezug: s. u.

Erwin Spehr: "Altpreußische Geschlechterkunde" 1927 bis 1943und "Danziger familiengeschichtliche Blätter" 1929 bis 1943. Inhaltsverzeichnisse, Gesamtverzeichnisse der Personennamen, Systematisches Verzeichnis aller Beiträge, Hamburg 2000, 395 Seiten, br. (Reihe: Sonderschriften des vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nr 99). Bezug: s. u.

Erwin Spehr: Die Veröffentlichungen des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen 1953 bis 2000. Ein thematisch gegliedertes Verzeichnis aller Beiträge, 399 Seiten, br., Hamburg 2000, Selbstverlag des Vereins (Reihe: Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nr. 100.

Bezug und weitere Informationen über: Reinhold Helling, In de Krümm 10, 21147 Hamburg.

Das vermeintlich rettende Ufer der Elbe bereits erreichend, wird Feldbusch von den Amerikanern an die Russen ausgeliefert. Eine vierjährige Odyssee des jungen deutschen Soldaten durch sibirische Gefangenenlager beginnt.

Wilhelm Feldbusch: Sibirien – Die wahren Erlebnisse eines jungen deutschen Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft, 321 Seiten, brosch., 28 Mark (incl. Versand), Gießen, Selbstverlag des Autors. Bezug über: Wilhelm Feldbusch Weitershainer Straße 32, 35466 Rabenau-Rüddinghausen, Telefon/Fax: 064077595.

Erstmals liegt durch Hilger eine zusammenfassende wissenschaftliche Darstellung des Schicksals der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion vor, deren schreckliches Schicksal – Hunger und massenhafter Tod – bislang von der Historiographie stiefmütterlich behandelt wurde. Bis weit in die Nachkriegszeit hinein spielten sie im Denken des deutschen Volkes eine große Rolle. Ihre durch Adenauer veranlaßte Freilassung bescherte dem Bundeskanzler den größten Wahltriumph in der Geschichte der Christdemokratischen Partei. Erstmals werden, auch unter Benutzung russischen Archivmaterials, bisher unbekannte Quellen verwendet.

Andreas Hilger: Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion 1941–1956. Kriegsgefangenenpolitik, Lageralltag und Erinnerung, geb., 486 Seiten, 88 Mark, Klartext Verlag, Essen 2000, ISBN 3-88474-857-2.

Lieberwirth, später Rundfunkkorrespondent in Bonn, schreibt seine Erinnerungen an seine Kriegszeit in Nordafrika. – "Alter Mann" – so hieß bei den Afrika-Kämpfern des Zweiten Weltkriegs die Fleischration in der Konservendose. Der Autor war einer von 38 000 Kriegsgefangenen aus dem Afrika-Korps, die meist in Libyen gefangengenommen wurden, um dann in Kanada zu landen.

Johannes Lieberwirth: Alter Mann und Corned Beef: Die andere Kriegsgefangenschaft in Afrika und Kanada, 260 Seiten, geb., 38,80 Mark, Condo Verlag, Emmelshausen, ISBN 3-928483-53-6.

Nehrings Bildband zeigt Masuren, das Samland, die Kurische Nehrung, Barten, das Ermland, Natangen, die Rominter Heide, das Memelland, die Burgen des Deutschen Ordens, Städte und Klöster sowie das Leben der Menschen heute. Ein besonderes Kapitel befaßt sich mit den Herrenhäusern der ostpreußischen Güter.

René Nehring: Naturparadies und unvergeßliche Landschaft. Bilder aus Ostpreußen, geb., 148 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen. 49,80 Mark, Verlag Edition Truso, Berlin 2000, ISBN 3-935280-01-7.

Dieses Handbuch dient Studenten und Dozenten als Hilfsmittel für die Einführung in die Geschichte der verschiedenen Regionen Ostmitteleuropas und Südosteuropas. Der Bogen ist weit gespannt: von Livland und Siebenbürgen bis nach Zypern reicht dieses Werk. Auch Ost- und Westpreußen ist in ihm vertreten. Martin Armgart gelang bei aller Kürze ein erfreulich objektiver Grundriß, soweit dies auf den wenigen zur Verfügung stehenden Seiten möglich war. Es schließt sich eine sehr brauchbare Auswahlbibliographie zur Einführung in das Thema an.

Harald Roth (Hrsg.): Studienhandbuch Östliches Europa, Band 1: Geschichte Ostmittel- und Südosteuropas, kart., 560 Seiten, 49,80 Mark, Verlag Böhlau, Köln Weimar, Wien, ISBN 3-412-13998-X.

Nachdem der erste Band der Geschichte Pommerns von Hans Branig bereits 1997 erschienen ist, liegt nunmehr der zweite und letzte Band aus dem Nachlaß des Forschers vor. Die Darstellung beginnt mit dem Westfälischen Frieden und der Teilung Pommerns zwischen Brandenburg und Schweden und reicht bis zum Ende der Regierungszeit Friedrichs des Großen. Dieses nunmehr vollständige Werk knüpft an das bisher grundlegende zweibändige Werk von Martin Wehrmann (Geschichte von Pommern, Gotha 1919–1921) an. Bearbeitet wurde es von Werner Buchholz, Professor für pommersche Landesgeschichte an der Universität Greifswald.

Hans Branig: Geschichte Pommerns. Teil 2: Von 1648 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Bearbeitet von Werner Buchholz, geb., 193 Seiten, 58 Mark, Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien 2000, ISBN 3-412-09796-9.

Gerade rechtzeitig zum Preußenjahr erscheint eine Auswahl von Briefen des berühmten Refomers Gneisenaus, die die heute fast vergessene literarische Gattung des Briefes wieder aus der Versenkung holt. Eine Literaturform, die gerade zu Zeiten Gneisenaus in der höchsten Blüte stand. Gneisenaus Briefe sind allerdings keine unsterbliche Literatur, dazu hat er zu sehr die knappe Art des Militärs, doch sie geben die turbulente Zeit, in der sie entstanden, lebendig wieder. Die kleine Anthologie enthält unter anderem Briefe an Clausewitz, Hardenberg, Ernst Moritz Arndt und natürlich an seine Frau. Ein ideales kleines Weihnachtsgeschenk.

Gneisenau. Briefe August Neithardts von Gneisenau – Eine Auswahl, geb., 123 Seiten, Verlag Koehler & Amelang, München, Berlin 2000, ISBN 3-7338-0236-5.

Die in der Nachfolge der 1844 in Königsberg gegründeten "Altertumsgesellschaft Prussia" stehende Prussia-Gesellschaft für Heimatkunde Ost- und Westpreußens e.V. hat jetzt in einer völlig neu bearbeiteten dritten Ausgabe eine Übersicht über die Bestände von Archiv und Bibliothek der Gesellschaft erstellt. Der bisherige Teil "Allgemeines" wurde als "erster Teil" weiter untergliedert, um die Übersichtlichkeit zu verbessern.

Lothar Förmer (Bearb.): "Sammlung Prussia". Archiv und Bibliothek, dritte Ausgabe 2000, hrsg. von der Prussia, Gesellschaft für Heimatkunde Ost- und Westpreußens e.V., kart., 116 Seiten, Informationen über: Prussia-Gesellschaft, Dr. Lothar Förmer, Nürburgstraße 15, 50937 Köln.

Die Kindheitheitserinnerungen in Godrienen bei Königsberg beginnen 1939. Besonders interessant und bewegend ist die Beschreibung der ersten Zeit der russischen Besetzung Ostpreußens, die die kleine Marlies zusammen mit ihrer Mutter erlebt und erleidet. Da diese als "Spezialistin" gilt, dürfen beide erst im März 1948 "ins Reich".

Marlies Klein-Stern: Mein Tagebuch – oder: So war es in Ostpreußen, Ringbindg., 120 Seiten, 30 Mark. Bezug über Marlies Stern, Via XXVII Marzo 65, I-19122 La Spezia, Italien, Telefon: 0187/ 730412.

Die 1918 geborene Elsa Domeier-Schröder verbrachte ihre Kindheit im südlich von Königsberg gelegenen Sargen. Der Alltag war ausgefüllt mit schwerer Feldarbeit, Schweineschlachten, Brotbacken, Buttern und der Leinenherstellung. Beim Roten Kreuz absolvierte die Älteste von sechs Kindern eine Ausbildung als Schwesternhelferin. Im Winter 1944/45 flüchtete die Familie über das Eis des Frischen Haffs nach Dänemark.

Elsa Domeier-Schröder: Leben in Ostpreußen – Flucht und Wiedersehen. Autobiographie, kart., 78 Seiten, 12,80 Mark, Verlag Frieling, Berlin 2000, ISBN 3-8280-0867-4.

Die Autorin ist eine Ostpreußin aus Gansen, Kreis Sensburg, Jahrgang 1931. Bis 1983 lebte sie mit ihrer Familie in Ostpreußen.

Hildegard Ratanski: Getränkte Erde. Lebenserinnerungen einer Ostpreußin, kart., 175 Seiten, Frieling Verlag, Berlin 2000, 17,80 Mark, ISBN 3-8280-1112-8.

Edeltraud Heismann ist 1927 in Danzig geboren. Sie erzählt ihre Kindheit und Jugend in der alten Hansestadt, ihre Flucht und die schließliche Ankunft in Holstein.

Edeltraud Heismann: Erinnerungen – Tränen der Seele? Kart., 118 Seiten, 28,50 Mark, Soldi Verlag, Hamburg 2000, ISBN: 3-931877-37-X.

Ländliche Idylle in Westpreußen 1930. Der Leser nimmt teil an der noch heilen Gemeinschaft einer Bauernfamilie und unternimmt einen vergnüglichen Maiausflug mit Pferd und Kutsche, der dennoch nicht ganz ohne Tücken verläuft.

Hilmar Hinz: Mit der Kutsche nach Slupp. Glückliche Kindertage an der Weichsel um 1930. kart., 100 Seiten, Verlag A. Göttert, Diepenau, ISBN 3-929793-72-5.

Der 1920 in Ostpreußen geborene Radok beschreibt in seinem Roman den Neuanfang des erfolgreichen ostpreußischen Akademikers Fritz in Thailand.

Rainer Maria Radok: Dorf jenseits eines Traumes. Neubeginn in Thailand, kart., 111 Seiten, 14,80 Mark, Verlag Frieling, Berlin 2000, ISBN 3-8280-1199-3.