25.10.2021

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09.12.00 "Königsberger Grillen" zu Gast in Wuppertal

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 09. Dezember 2000


Musik kennt keine Grenzen
"Königsberger Grillen" zu Gast in Wuppertal

Der Kinderchor "Königsberger Grillen" aus der Pregelstadt war zwei Wochen zu Besuch in Wuppertal. Die Frauenarbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen hatte den Kinderchor, der von Nina Tschernjawskaja geleitet wird, eingeladen, und der Direktor des Wuppertaler Caritasverbandes, Herr Arens, hatte die Kosten für Übernachtung und Verpflegung der Kinder übernommen. Die Wuppertaler Stadtwerke spendierten Freikarten für Schwebebahn und Busse innerhalb Wuppertals. Die Kinder sangen sowohl auf dem Stadtfest in Lüdenscheid als auch in Münster zum Tag der Heimat. Dort zeigten sie im Rathaussaal ihr Können. Besonders bewegt waren die Zuhörer von dem "Ave Maria" von Schubert und von dem Lied "Ich bete an die Macht der Liebe". Anhaltender Applaus belohnte die kleinen Künstler, die auch in Wuppertal zum Tag der Heimat sangen. Dort wurde der Empfang bei Bürgermeister Jung im Rathaus ein voller Erfolg. Als Dankeschön für die gesangliche Darbietung erhielt jedes Kind ein T-Shirt. Ein besonderes Erlebnis für die kleinen Königsberger waren die Fahrten mit der Schwebebahn und ein Besuch im Landtag.

Das Repertoire der Sänger ist groß; sie singen in sechs Sprachen und können viele deutsche Volkslieder. Doch der Alltag der Kinder in ihrer Heimatstadt Königsberg ist in der Regel nicht einfach. Viele sind Halbwaisen, einige leben bei ihren Großmüttern. Chorleiterin Nina Tschernjawskaja hat sie in ihrer eigenen Wohnung unentgeltlich gesanglich ausgebildet und ist für viele beinahe zur Ziehmutter avanciert.

Krönender Auftritt der "Königsberger Grillen" war das Konzert in der Wuppertaler Friedhofskirche. Der Beifall der Zuhörer nach dem eineinhalbstündigen Konzert woll-te kein Ende nehmen. Der musikalische Brückenschlag trug zur Völkerverständigung und zum guten Miteinander bei. Dora Kalkhorst