25.10.2021

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16.12.00 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 16. Dezember 2000


Die ostpreußische Familie

Lewe Landslied,

noch einmal die kleinen "Wunschkes" – die großen Wünsche kommen wie immer als "Familie Extra", es haben sich da wieder viele Fragen angesammelt, die mehr als ein paar Zeilen benötigen.

Wie in jedem Jahr fallen uns Älteren vor dem Fest Lieder und Gedichte ein, die wir als Kinder aufgesagt oder gesungen haben. Nun sind viele alte Gedichte ja in dem Weihnachtsbuch der Ostpreußischen Familie "Die Weihnachtsfamilie" enthalten, aber es kommen immer neue hinzu, von denen oft nur noch Fragmente vorhanden sind. Bei Edith Karaschinski sind es nur einige Worte: "Weihnachtsglocken sind nun verstummt – nur der Wind in dem (?) saust …" Ich kann damit nicht viel anfangen, aber vielleicht jemand aus unserm Leserkreis? (Edith Karaschinski, Gerhart-Hauptmann-Straße 15 in 35039 Marburg.)

Ein altes Weihnachtsgedicht, das ich bisher in keinem Buch gefunden habe, übersandte mir Wolfram Bombe: "Des Schiffsjungen Weihnacht". Er "mußte" es in den frühen 30er Jahren daheim in Insterburg auswendig lernen – und kann es immer noch! Vielen Dank, lieber Landsmann, ich verleibe es meiner Sammlung ein. Herr Bombe sucht aber auch etwas, nämlich ein Buch, das vermutlich diesen Titel trägt: "Die Schlacht bei Pillkallen 1915". Ihm liegt sehr an diesem Buch, da bei jener Schlacht sein Onkel schwer verwundet wurde und später seinen Verletzungen, zu denen noch schwere Erfrierungen kamen, erlag. Der genaue Titel, Verfasser und Verlag sind nicht bekannt, aber ich hoffe mit Herrn Bombe, daß das Buch sich einfindet, zumal es vor Jahren von einem Antiquariat angeboten wurde. Herr Bombe kam damals leider zu spät. (Wolfram Bombe, Erster Polizeihauptkommissar a. D., Eichendorffstraße 4 in 33129 Delbrück.)

Stichwort Insterburg: Die rührige Heimatgruppe Darmstadt/Hessen meldet sich mal wieder. Sie hat sich sehr um das Sammeln und Weitergeben von Heimatbriefen bemüht. Die Insterburger Jugend hat geholfen und hilft weiter, jetzt sind die Enkel dran. Sie wollen auch helfen, die vorhandenen Heimatbriefe an Interessenten auf den Weg zu bringen, um von dem Spendenerlös in die Heimat ihrer Großeltern fahren zu können. Die Gruppe hat Insterburger Heimatbriefe nach Jahren geordnet. Sollten Heimatbriefe von 1949–1990 gewünscht werden, so können diese kopiert werden. Auch von anderen Städten ist wieder Heimatgut eingetroffen: Heimatbriefe von Allenstein, Angerburg, Goldap, Gumbinnen, Heiligenbeil, Labiau, Lyck, Neidenburg, Osterode, Tilsit/Ragnit und Ermlandbriefe. Herbert Stoepel, Gründer der Heimatgruppe und Initiator dieser nun schon Jahrzehnte dauernden Heimatbrief-Aktion, bittet die Interessenten, genaue Angaben zu machen, was sie benötigen. (Herbert Stoepel, Heimatgruppe der Insterburger in Darmstadt, Riedeselstraße 43 a in 64283 Darmstadt.)

Noch ein Buch wird gesucht: "Eine Mutter und sieben Kinder" von Helma Hermann-Schlicht, Band 10 der im Verlag Rautenberg erschienenen Reihe "Stunde Null und danach". Die Verfasserin hatte bei Kriegsende in Stockheim, Kreis Bartenstein, Zuflucht gefunden. Botho Wittenberg, der dieses Buch – auch leihweise – sucht, kommt aus dem nur zwei Kilometer entfernten Sommerfeld. Die Flucht hatte ihn und seine Eltern nach Dänemark geführt. Deshalb ist er sehr interessiert an den Schilderungen der "Stunde Null" in seiner Heimat. (Botho Wittenberg, Weinbergweg 117 in 72762 Reutlingen.)

Eure

Ruth Geede