25.10.2021

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16.12.00 7. Brandenburger Vertriebenenseminar

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 16. Dezember 2000


7. Brandenburger Vertriebenenseminar

Zweisprachigkeit bei Erforschung und Darbietung von Kultur und Geschichte in gemeinsamen Heimatgebieten hinter Oder und Neiße auf dem Weg in die EU" hieß das Thema des 7. Brandenburger Vertriebenenseminars, das nahezu 100 Polen, Litauer und Deutsche anlockte. Die große Beteiligung an dieser internationalen Forumserie der LO-Landesgruppe Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem BdV-Landesverband, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung, bewies einmal mehr das Interesse an der europäischen Zukunftsarbeit, gerade auch bei den persönlich betroffenen Menschen.

Erstmals nahmen – als Gäste herzlich begrüßt – der polnische Botschaftsrat Przelebski, die 1. Botschaftssekretärin Lewanska und der 2. Botschaftssekretär Sokolowski am Seminar teil.

Sachlich und engagiert referierten polnische und litauische Persönlichkeiten wie Eugenusz Kus, musikalischer Ensembleleiter und Direktor der herzöglichen Schlösser in Stettin, Rimante Cernauskate, Historikerin an der Universität Memel, fünf Vertreter der deutschen Bevölkerung aus Schlesien, Masuren und dem Memelland sowie der Sprachwissenschaftler Dr. Rosenberg von der Universität "Viadrina", Dr. Jörn Barfod vom Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg und Oberstudiendirektor Hans-Jürgen Kämpfert von der Danziger Naturforschenden Gesellschaft.

Freimütig wurden auch bestehende Hemmnisse für die Verwirklichung deutscher Anteile in Medien Oberschlesiens, an historischen Plätzen, in Museen und vielen Schulen dargeboten. Betont wurde von mehreren Seiten insbesondere der Nutzen von Zweisprachigkeit in gemeinsamen Heimatgebieten sowohl für den Tourismus als auch für wirtschaftliche Aspekte.  Hartmut Borkmann