28.10.2021

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23.12.00 Stinkt zum Himmel

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 23. Dezember 2000


Michels Stammtisch:
Stinkt zum Himmel

"Mich kotzt das an", hatte Altbundeskanzler Helmut Schmidt am Stammtisch im Deutschen Haus gesagt, als es um die Schreckensbilder im Fernsehen ging, hinter denen die notwendige politische Information zurücktritt. "Wo er recht hat, hat er recht", hieß es am Stammtisch, an dem der üble Zustand vieler Medien in unserem Land wieder einmal Thema war.

"Die vierte Gewalt" sei dabei, die Gewalt auszuüben, die sie moralisierend beklage, meinte man. Das sächsische Sebnitz sei von einer Medien-Meute, angeführt von der Bild-Zeitung, zu einer Art braunen Sumpfgebiets erklärt worden. Der Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge habe Bundeskanzler Gerhard Schröder veranlaßt, von gewaltigem Medienaufwand unterstützt, den "Aufstand der Anständigen gegen rechts" auszurufen. Doch dann stellte sich heraus, daß ein staatenloser Jordanier und ein gebürtiger Marokkaner deutschen Boden für eine gegen Israel gerichtete Untat mißbraucht hatten.

Kanzlergattin Schröder-Kröpf beklagte, daß ein verdeckter Rechercheur in die Schule ihrer Tochter eingeschleust worden sei. Schier Unglaubliches hört man vom Hessischen Rotfunk: In der Sendung "Pop und Weck" wurde angekündigt, am Abend solle ein Beitrag "Der Arsch des Jahres" ausgestrahlt werden. Als Kandidaten wurden dafür benannt: ein BSE-infiziertes Rind, ein Kampfhund – und Hessens Ministerpräsident Roland Koch! Die Skandalsendung wurde noch rechtzeitig abgesetzt, ihr "Macher" Eduard Erne beklagte sich: Er habe nicht geglaubt, wegen solchen "Pipifaxes" Ärger zu bekommen. Der Stammtisch meint, bei den Medien stinkt’s zum Himmel, und es wird höchste Zeit, daß sie noch viel mehr Ärger bekommen: von den Gebührenzahlern.