28.10.2021

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23.12.00 Der Wille zur Macht: Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 23. Dezember 2000


Der Wille zur Macht: Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst
Vor 360 Jahren: Regierungsübernahme durch Friedrich Wilhelm, den Großen Kurfürsten (1640–1688)
Von Rüdiger Ruhnau

Im Hinblick auf das kommende Preußenjahr erinnern wir uns der Gründung des preußischen Königreiches vor 300 Jahren. Es war ein Glücksfall in der langen Herrscherfolge der Hohenzollern, daß in vier aufeinanderfolgenden Generationen herausragende Persönlichkeiten regierten. Sie schufen die Voraussetzungen für Preußens Ruhm, beginnend mit dem Großen Kurfürsten und kulminierend in Friedrich dem Großen.

Mit der Übertragung der Kurfüstenschaft der Mark Brandenburg an den Burggrafen Friedrich IV. von Nürnberg, im Jahre 1415, begann der Aufstieg des Hauses Hohenzollern. Als zwei Jahrhunderte später Kurfürst Sigismund von Brandenburg auch die Herzogswürde in Preußen erhielt, waren die Weichen für Brandenburg-Preußens geschichtliche Bedeutung gestellt.

Im ostdeutschen Küstrin verbrachte der 1620 geborene künftige Kurfürst Friedrich Wilhelm entscheidende Jugendjahre. Vom üppigen Hofleben getrennt, konnten sich dort seine guten Anlagen ungestört entwickeln: Charakterstärke, Vaterlandsliebe, Tapferkeit hoben ihn weit über seine nur mittelmäßigen Vorgänger empor und trugen ihm in späteren Jahren den Ehrennamen "der Große" ein. Die Jugend Friedrich Wilhelms fiel in die Zeit des 30jährigen Krieges, unter dem auch Brandenburg schwer zu leiden hatte. Wallensteins Söldner durchzogen das Land, dann kamen die Schweden. Da hielt es die Mutter für ratsam, den Kurprinzen von 1634 bis 1637 zur Ausbildung nach den Niederlanden reisen zu lassen, wo er die Universität Leiden besuchte. Durch die Schwester seines Vaters war der Kurprinz ein Neffe König Gustav Adolfs von Schweden.

Viel lernte Friedrich Wilhelm aus der Beobachtung der Holländer. Er sah, wie sie dem Meer Land abgewannen und welcher Reichtum aus dem Handel dem Lande zufloß. Der religiös-politische Geist des Hauses Oranien prägte ihn sein Leben lang.

Mit fester Hand übernahm der Zwanzigjährige nach dem Tode des willensschwachen Vaters die Regierung. Schwierig war die Verwaltung des Brandenburg-preußischen Staats, denn dieses aus Erbschaften angeschwollene Gebiet bestand aus drei weit auseinanderliegenden Teilen: Besitzungen am Niederrhein, Brandenburg und Ostpreußen. Jeder dieser Teile hatte eine eigene Verfassung und besaß besondere Vorrechte. Brücken zu schlagen zwischen den einzelnen Teilen, den Besitz abzurunden, hießen die Forderungen an den preußischen Regenten. Kurzerhand hob er die bestehenden Sonderverfassungen teilweise mit Gewalt auf, die drei Teile bekamen eine gemeinsame Ordnung. Aber die räumliche Trennung blieb; zwischen die einzelnen Gebiete schob sich fremdes Land, jederzeit konnte eines der Teilstücke überfallen werden. Der Kurfürst mußte daher stets eine starke Militärmacht zur Verfügung haben. Durch Aushebungen, besonders im eigenen Land, schuf er ein stehendes Heer, das von 3000 auf 30 000 Soldaten vergrößert wurde. In dieser jederzeit verfügbaren Truppe verpflichteten sich Offiziere und Mannschaften für eine längere Dienstzeit. Straffes Reglement und neue Disziplin bildeten die Voraussetzung für den guten Ruf des von Generalfeldmarschall Derfflinger geführten kurfürstlichen Heeres.

Damit die Mark nicht wieder in den wechselnden Konstellationen des Dreißigjährigen Krieges geplündert und verwüstet werden konnte, mußten die gewaltigen Kosten für das Militär durch Einführung neuer Steuern, der sogenannten Accise, aufgebracht werden. Diese indirekte Steuer, gelegt auf Lebensmittel und andere Waren, ergab für das Land eine bedeutende Einnahmequelle. In vielen Maßnahmen Friedrich Wilhelms zeigt sich deutlich der fürstliche Absolutismus. Jede Regierung setzt sich aus zwei Gewalten zusammen, der gesetzgebenden und der vollziehenden. Beide Gewalten vereinigte der Kurfürst in seiner Hand, wobei es nicht ohne schwere Auseinandersetzungen mit den Ständen (Adel und Bürgerschaft) abging. Aber es war ein Absolutismus, der dem Wohle des Landes diente, der sich auf das stehende Herr und eine ergebene Beamtenschaft stützen konnte.

Der Westfälische Friede beendete 1648 den 30jährigen Krieg. Brandenburg, das Erbansprüche auf Pommern geltend machte, dessen Besitz als Verbindungsland zu Ostpreußen äußerst wichtig war, erhielt nur das weniger wertvolle Hinterpommern. Das ertragreiche Vorpommern mit Stettin und der Odermündung blieb weiterhin in schwedischer Hand. Als Ersatz bekam Brandenburg säkularisierte geistliche Gebiete zugesprochen: Magdeburg, Halberstadt und Minden. Schwer geschädigt wurde aber das Heilige Römische Reich Deutscher Nation durch eine andere Friedensbestimmung, man räumte nämlich den Reichsfürsten das Recht ein, eigene Truppen zu halten und Bündnisse mit fremden Mächten zu schließen. Die größeren unter den deutschen Staaten wie Brandenburg, Bayern, Sachsen, Württemberg wurden so zu selbständigen europäischen Mächten, die ihre eigene Politik trieben. Mit der ihnen rechtlich zugestandenen vollen Landeshoheit setzte sich zugleich die weitere Auflösung des Reiches fort.

Unermüdlich zum Wohle seiner Länder tätig, mußte Kurfürst Friedrich Wilhelm sein ganzes diplomatisches Geschick aufwenden, um zwischen den seinen Grenzen am nächsten stehenden drei Staaten, Schweden, Frankreich und Polen, bestehen zu können. Mehrmals wechselte er die Fronten, mal verbündete er sich mit den Schweden gegen Polen, dann wieder unterstützte er die polnische Seite gegen die schwedischen Eroberer. Man nannte ihn eidbrüchig und untreu. Dem Kurfürsten jedoch ging es allein um die Treue zu seinem Land und um das Abschütteln der Lehnsabhängigkeit Ostpreußens. Ihre erste Feuerprobe bestanden die jungen brandenburgischen Truppen in der Schlacht von Warschau 1656. Vereint mit den Schweden besiegte Friedrich Wilhelm die Polen. Die Frucht seines Sieges bestand in der schwedischen Anerkennung der Souveränität in Preußen und Ermland. Nun gab Friedrich Wilhelm das Bündnis mit den Schweden auf und erreichte im Vertrag zu Wehlau (östlich von Königsberg) eine Verständigung mit Polen, welches auf die Lehnshoheit verzichtete. Das Abwerfen der Lehnsabhängigkeit, einst dem Deutschen Orden nach schweren Niederlagen aufgezwungen, war ein weitreichender historischer Vorgang. Der am 3. Mai 1660 im Zisterzienserkloster Oliva bei Danzig zwischen den seinerzeit maßgebenden Mächten abgeschlossene "Frieden von Oliva" bestätigte die Souveränität des Kurfürsten im Herzogtum Preußen. Die Freude über diesen Frieden war so groß, daß der Rat der Stadt Danzig zehn verschiedene Gedenkmünzen in Gold, Silber und Bronze prägen ließ.

Bis 1918 feierte man in Preußen "den Tag von Fehrbellin", jenen Sieg über die Schweden, der den Kurfürsten endgültig zum "Großen" werden ließ. Der preußische Dichter Heinrich von Kleist (1777 – 1811) hat in seinem patriotischen Schauspiel "Prinz Friedrich von Homburg" das Schlachtgeschehen von 1675 in unerhörter Dynamisierung wiedergegeben. Von ihm stammen auch die Worte "In den Staub mit den Feinden Brandenburgs". In Kleists Drama um den preußischen Reitergeneral Prinz Friedrich von Homburg stehen auf der einen Seite Pflichterfüllung und bedingungsloser Gehorsam, verkörpert durch den Kurfürsten; auf der anderen der individualistische, empfindsame Prinz von Homburg, der durch eigenmächtiges Handeln den Erfolg gefährdet. Betrachten wir den historischen Hintergrund des Geschehens: Der Franzosenkönig Ludwig XIV. führte Kriege, um Frankreich groß zu machen und dabei selbst Ruhm und Ehre zu gewinnen. Man hat diese Kriege "Raubkriege" genannt. Er durfte es wagen, mitten im Frieden Gebiete für Frankreich wegzunehmen, worunter am meisten Deutschland litt.

Im zweiten Raubkrieg, der gegen Holland und Spanien gerichtet war, trat der Große Kurfürst für Holland ein, um seine niederrheinischen Besitzungen zu schützen. Auch das Reich beteiligte sich am Kampf, da im Verlaufe des Krieges die Rhein- und Mosellandschaften verwüstet wurden. Um die gefährliche brandenburgische Militärmacht abzulenken, veranlaßte Ludwig XIV. den Schwedisch-Brandenburgischen Krieg. Während der Kurfürst am Rhein gegen Frankreich kämpfte, fielen die Schweden von Pommern aus in Brandenburg ein. In gewaltigen Eilmärschen zogen die kurfürstlichen Truppen nach der Mark, wo Derfflinger die Schweden aus Rathenow vertrieb. Als sie sich zurückzogen, wurden sie bei Fehrbellin durch den Prinzen von Homburg völlig geschlagen.

Mit Hilfe der Holländer und der Dänen konnten die Schweden aus Norddeutschland herausgedrängt werden. Trotzdem war es zweifelhaft, ob Friedrich Wilhelm seine Gewinne würde behaupten können. Indes gelang es der französischen Diplomatie, dies zu vereiteln, insbesondere weil die Schweden im November 1678 mit 16 000 Mann von Livland aus in das militärisch entblößte Ostpreußen einfielen und schnell auf Königsberg vorrückten. Mit einer Streitmacht von 9000 Soldaten überschritt der Kurfürst bei Marienwerder die Weichsel und traf sechs Tage später in Königsberg ein. Sein militärischer Ruhm war bereits so groß, daß die Schweden den Rückzug antraten. Der Winterfeldzug von 1679 ging über in eine Verfolgungsjagd durch Eis und Schnee. Die Königsberger Bürger stellten 300 Pferdeschlitten zum Transport der Infanterie bereit. In drei Marschsäulen setzten sich die Kolonnen vom Quartier in Labiau aus zum unvergleichlich kühnen Marsch über das zugefrorene Kurische Haff in Bewegung. Die Flucht der Schweden endete, ohne daß es zur Entscheidungsschlacht gekommen ist, in Riga, wo nur noch ein knappes Viertel der schwedischen Armee ankam.

Der Große Kurfürst galt zwar als unbestrittener Sieger, trotzdem erfüllte sich seine Hoffnung auf den Besitz Pommerns nicht, denn der Friede von St. Germain (bei Paris) wurde von Ludwig XIV. diktiert. Er mußte seine Eroberungen an Schweden zurückgeben. Voll Zorn darüber – so sagte man – soll er die Feder, mit der er die Urkunde unterzeichnete, zerbrochen haben. Er war eben nicht mächtig genug, den Kampf mit Frankreich aufzunehmen.

Das Ringen um die außenpolitische Existenz war gleichermaßen eine Auseinandersetzung zwischen den beiden verschiedenen Staatsauffassungen. Der ausgeprägte Herrscherwille des Großen Kurfürsten, parallel zur absolutistischen Entwicklung der Zeit bedingte letzten Endes den Sieg der absoluten Monarchie über das Ständetum. Fürstliche Behörden verdrängten immer mehr die Ständeverwaltung, während zentrale Instanzen für eine gerechtere Steuerverteilung sorgten. Friedrich Wilhelm richtete feste Postverbindungen von Kleve nach Königsberg ein, ließ einen Kanal zwischen Oder und Spree bauen und holte schließlich die in Frankreich verfolgten Hugenotten ins Land. Weit vorausschauend dachte er an die Gründung einer brandenburgischen Flotte und an Kolonien. Seinem Sohn Friedrich III., geboren 1657 in Königsberg, hinterließ er einen gekräftigten und geeinten Staat, ausgestattet mit starker militärischer Macht und geordneten Geldmitteln.


Kulturtagung der Landesgruppe Hessen: Von Immanuel Kant bis Herbert Brust
Berühmte und bekannte Preußen

Wiesbaden – Munin Brust berichtete auf der Kulturtagung der Landesgruppe Hessen ebenso spannend wie humorvoll vom Leben und Schaffen seines Vaters Herbert Brust, der am 17. April 1900 in Königsberg geboren wurde. Mit 14 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Orgelspielen. Von 1919 bis 1922 nahm er ein Studium an der Hochschule für Musik in Berlin auf. Nach der Flucht aus Ostpreußen verschlug es ihn und seine Familie nach Bremerhaven, wo er als Organist und Musiklehrer am dortigen Gymnasium wirkte.

1932 schuf Brust mit dem Texter Erich Hannighofer sein berühmtes "Oratorium der Heimat". Hannighofer fand dafür Worte, die in prächtigen Gemälden das Heimatbild festhielten, das ausklang in dem ergreifenden Schlußchor "Land der dunklen Wälder und kristall’nen Seen", das zur Ostpreußenhymne wurde. Viele Lieder und Kantaten geben Kunde von seinem reichhaltigen Schaffen. Herbert Brust verstarb 1968.

Dieter Schetat referierte zum Thema: "Der gestirnte Himmel über mir – Immanuel Kant – ein Lebensbild". Kant, der Begründer der neuen Philosophie, wurde 1724 in Königsberg geboren. Kant stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Er war das vierte von elf Kindern, war hochbegabt und mit neun Jahren der beste Schüler am humanistischen Friedrichsgymnasium. Er studierte von 1740 bis 1746 Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften an der Albertina. 1755 promovierte er zum Magister der Philosophie und wurde Privatdozent. Mit 46 Jahren erhielt er eine ordentliche Professur und war mehrmals Dekan und zweimal Rektor der Albertina. Seine bekanntesten Schriften sind "Die Kritik der reinen Vernunft", "Die Kritik der praktischen Vernunft" und "Die Kritik der Urteilskraft". Der Referent hat es hervorragend verstanden, das Gedankengebäude der Philosophie Kants mit vielen praktischen Beispielen auch einer philosophisch nicht vorgebildeten Zuhörerschaft verständlich zu machen.

Dr. Hans-Werner Rautenberg zeichnete in seinem Referat: "Johann Jakoby (1805–1877) und Eduard von Simson (1810–1899) – Lebenswege zweier liberaler Politiker aus Königsberg (Pr.)" auf. Beide Politiker waren liberale Kämpfer für die Bürgerrechte. Nach dem Sieg Napoleons war Preußen als Militärmacht geschwächt, doch es folgten die Erneuerung des verkrusteten Staatswesens und große Reformen: Aufhebung der Leibeigenschaft der Bauern, Schaffung einer Städteordung, Gewerbefreiheit usw. Beide Politiker hatten maßgeblich Anteil am Aufbruchs- und Freiheitsdenken, das die Bürger erfaßte.

Prof. Dr. Gilbert Gornig referierte über "Die deutsch-polnische Grenzregelung" und spannte einen weiten Bogen über wechselnde Gebietsverschiebungen bis hin zur Konferenz von Teheran 1943, wo Roosevelt, Churchill und Stalin eine Westverschiebung der polnischen Grenze bis an die Oder billigten. Professor Gornig wartete mit einer Fülle von Geschichtsmaterial auf, das den Zuhöreren zum Teil unbekannt gewesen sein dürfte. Der gute, ausführliche Vortrag fand starke Anteilnahme und Beifall.

Gerhart Steffen hatte sich das Thema "Polen – unser unbekannter Nachbar" gestellt. Der Raum zwischen Elbe, Oder und Weichsel war für keinen Volksstamm eine Urheimat. Um das Jahr 1000 siedelten Pruzzen in Ostpreußen, Pommeranen in Pommern, später Polanen. 1226 rief Herzog Konrad von Masowien den Orden ins Land zur Hilfe gegen die Pruzzen. 1453 kam es zum Abfall der preußischen Städte. In Polen entwickelte sich eine Adelsrepublik mit Wahlkönigstum. In den Jahren 1772, 1793 und 1795 folgten die drei Teilungen Polens unter die Großmächte Preußen, Österreich und Rußland. Der preußische Teil Polens profitierte von einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1918 wurde nach der Niederlage Deutschlands der Staat Polen ausgerufen. 1945 entstand der polnische Staat in seinen heutigen Grenzen. Abschließend wurde die Rolle der Heimatvertriebenen erwähnt, die nach 1990 durch zahlreiche persönliche Kontakte echte Vermittler zwischen Deutschland und Polen wurden.

Rolf Siemon hatte sich des Themas "Hermann Löns (1866–1914) – Naturkundler, Journalist, Schriftsteller und Dichter aus Westpreußen" angenommen und dazu Dias vorgeführt. Als Textgrundlage dienten u. a. eine Löns-Biographie und das Begleitheft zur Ausstellung im Westpreußischen Landesmuseum in Münster 1991. Die Dias gaben einen Einblick in die Lebenssituationen von Hermann Löns und seiner Familie und zeigten Zeichnungen des Dichters auf Postkarten. Zu seinen Liedern "Auf der Lüneburger Heide", "Alle Birken grünen" erfolgten Lesungen von Löns-Texten. Die Gedichte "Die Letzten" und "Heimatklänge" rundeten den Vortrag ab.

Am Sonntag vormittag hielt Hans-Jürgen Preuß einen Vortrag über das besinnliche Thema: "Gelebte Diakonie – Wege und Wirken der Diakonissen des Diakonissenmutterhauses der Barmherzigkeit zu Königsberg (Pr) und Wetzlar". Seit 1991 unterhält das Mutterhaus regelmäßige Verbindung zum russischen Gebietskrankenhaus in Königsberg, das sein früheres Aussehen nicht verändert hat. Am 18. Mai 1850 konnte das Krankenhaus der Barmherzigkeit am Hinterroßgarten gegründet werden. Das Referat gab Auskunft über die 150 Jahre Königsberger Diakonissenmutterhaus der Barmherzigkeit, über Personen, die diese Geschichte prägten, über Häuser und Städte, in denen die Schwesternschaft wirkte. Zehn Jahre nach Kriegsende wurde das Mutterhaus nach Oberbiel bei Wetzlar verlegt. Starker Beifall dankte dem Referenten für den ausgezeichneten Vortrag.

Zum Abschluß der Landeskulturtagung fand eine Diskussion und Auswertung der Tagung statt, die von ausgezeichneten Referaten und Referenten geprägt war. Die Landesvorsitzende Anneliese Franz dankte abschließend allen Teilnehmern für die gute Mitarbeit. Franz Komnick / Gerhard Morgenstern