17.10.2021

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30.12.00 Tagung der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Museen

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 30. Dezember 2000


Kulturgut bewahren
Tagung der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Museen

Düsseldorf – Die 11. Herbsttagung und Mitgliederversammlung der 1989 in Nordrhein-Westfalen gegründeten Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Museen, Heimatstuben und Sammlungen fand im  Gerhart-Hauptmann-Haus statt. Im Mittelpunkt der Tagung, zu der mehr als 30 Vertreter von Ostdeutschen Einrichtungen nach Düsseldorf gekommen waren, stand die Bewahrung und Präsentation von Kulturgut in Ostdeutschen Heimatstuben und Sammlungen.

"Wie man Exponaten visuelle Kraft verleiht" lautete das Thema des Referates von Antonius Witte, der seit 15 Jahren für Museen in ganz Deutschland Ausstellungskonzeptionen entwickelt. In seinem Vortrag erläuterte er die optimale Ausgestaltung eines Raumes und gab Hinweise für die fachgerechte Präsentation von Exponaten mit entprechenden Begleittexten. In der anschließenden Diskussion, an der sich Museumsdirektor a. D. Hans-Jürgen Schuch, Heinrich Kudoweh von der Liegnitzer Sammlung in Wuppertal, Robert Müller-Kox von der Breslauer Sammlung in Köln und andere beteiligten, wurden die Anregungen des Referenten für die Präsentation von Objekten in Heimatstuben diskutiert.

Im zweiten Teil der Tagung stellten Horst Preuss von der Neidenburger Heimatstube in Bochum, Anton Schmied von der Ostdeutschen Heimatstube in Bochum und Kurt Zwikla von der Ostdeutschen Heimatstube in Neuss ihre Einrichtungen und die damit verbundenen Aktivitäten vor. Über die Entstehungsgeschichte und das Veranstaltungsprogramm des Hauses Schlesien in Königswinter berichtete Robert Müller-Kox.

Auf der Mitgliederversammlung zeigte Otto Hirdes, Teilnehmer der diesjährigen Studienfahrt der AG Heimatstuben ins Memelland, seine eindrucksvollen Dias, die er auf der Reise gemacht hatte. Für das kommende Jahr empfahlen die Mitglieder, die Frühjahrstagung im März im Haus Schlesien durchzuführen und eine Studienfahrt vom 7. bis 17. Mai 2001 nach Siebenbürgen und ins Banat zu organisieren. Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Walter Engel, berichtete, daß der Druck der seit längerem geplanten Heimatstubenbroschüre dank des Eigenbeitrags der Mitglieder und der Unterstützung des Landesbeirates für Vertriebene, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen in Nordrhein-Westfalen gesichert sei. OB