16.04.2024

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06.01.01 LESERBRIEFE

© Das Ostpreußenblatt  / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 06. Januar 2001


LESERBRIEFE

Rutsch nach links
Betr.: Folge 46/00 – "Der Staat demonstriert"

Mit dieser einseitigen von oben verordneten Demonstration in Berlin ist der Staat mit dem Gros seiner hörigen Medien ein weiteres Stück nach links gerutscht, die Gutmenschen haben einmal mehr gezeigt, daß gut plus gut schlecht ist, denn es ist schlecht, wenn der Staat sich nicht gegen alle Gewalt und gegen allen Rassismus wendet und Toleranz und Meinungsfreiheit nicht für alle, auch für uns Deutsche durchsetzt.

Wir wollen einen ehrlichen Staat, der sich gegen jedes Unrecht wendet. Wir wollen auch von allem Unrecht erfahren, auch von Verbrechen, die Ausländer begangen haben. Und da wir gerade im November sind, wir wollen auch, daß aller Opfern des Krieges und der NS-Zeit in gleicher Weise gedacht wird. Wir wollen Gerechtigkeit für alle. Dafür hätten auch wir gern demonstriert. Warum sich die CDU/CSU am 9. November vor den linksgestrickten Regierungskarren hat spannen lassen, ist uns ein Rätsel.

Manuela Gibbas, Celle

Hohes Niveau
Betr.: Ostpreußenblatt

Als Folge einer üblen Erfahrung mit einer anderen Zeitung möchte ich als Leser des Ostpreußenblattes Ihnen für die Herausgabe einer so soliden, von hohem Wissensniveau, Gerechtigkeitssinn und gutem Sprachstil getragenen Zeitung besonders danken.

Zusätzlich danke ich dafür, daß Sie immer auf der Seite der vom Kriegs- und Nachkriegsgeschehen 1944 bis 1950 schicksalhaft hart getroffenen ostpreußischen Landsleute stehen, zu denen ich auch gehöre.

Längst nicht alle deutschen Zeitungen haben ein so hochstehendes Niveau wie die ihrige/unsrige. Das habe ich als ehemaliger DDR-Bürger nach der politischen Wende leider bald feststellen müssen.

Helmut Fritzler, Leipzig

Gebot der Fairneß
Betr.: Folge 48/00 – "Die selektive Entrüstung"

Unser Kanzler und die gesamte Politikerzunft haben sich lächerlich gemacht. Erst haben sie bei Düsseldorf und Sebnitz gebrüllt, die Nazis waren es, und jetzt stellt sich heraus, die waren gar nicht schuld. Die Medien sind genauso, erst riesige Schlagzeilen und jetzt wütendes Schweigen im Walde. Eine Ehrenerklärung von Regierung und Medien für Sebnitz wäre das mindeste, was die Menschen dort bekommen könnten. Es wäre ein Gebot der Fairneß. Diesen Großmäulern gehört der Hintern versohlt, damit das Blut ins Gehirn geht und sie anfangen zu denken. Reflexe wie bei den pawlowschen Hunden. Über Italien lacht die Sonne, über Deutschland bald die ganze Welt.

Horst Polakowski, Gernsheim

Die Erinnerung an die Toten hat Tradition
Betr.: Trauerrituale

Eines Menschen Leben vollzieht sich innerhalb fester Bahnen und ist geprägt vom Kommen, Gehen und Abschiednehmen. Der Tod des Partners, eines nahen Verwandten oder eines Freundes ist ein tiefer Einschnitt: Helfer in dieser schweren Zeit sind Trauerrituale wie die Tage Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag sowie Totensonntag im Monat November.

Vielen Menschen ist es ein besonderes Anliegen, die Gräber ihrer Ahnen zu schmücken und sich zum gemeinsamen Besuch des Familiengrabes zusammenzufinden. Sie folgen damit einer jahrhundertealten Tradition. Der Totensonntag der evangelischen Kirche hat seine Wurzeln im 15. Jahrhundert. Eine Zeitlang wurden die Totengedenktage zum Tabu, doch bereits 1816 gab es mit dem "Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen" wieder einen Totengedenktag, der die Wurzeln des heutigen Totensonntags bildet.

Bereits im Jahre 609 oder 610 wurde am 1. November das Allerheiligenfest, das an die heiligen Märtyrer erinnert, erstmals gefeiert. Damals schenkte Kaiser Plokas der Kirche das Pantheon in Rom. Papst Bonifatius weihte das Gebäude als Basilika für alle Märtyrer. Die ersten Christen begingen den Gedenktag zunächst am ersten Freitag nach Ostern. Es war Papst Gregor IV., der ihn im Jahre 835 auf den ersten Tag des elften Monats verlegte. Der Ritus, Wachslichter auf die Gräber zu setzen, erinnert an Jesus Christus als "Licht der Welt". Anno 998 rief der Benediktinermönch Odilo von Cluny zum Gedenken an die armen Seelen, die im Fegefeuer noch auf die Erlösung warten, auf und begründete das Allerseelenfest. Es wird seitdem jährlich am Tag nach Allerheiligen begangen. Papst Johannes XIX. führte Allerseelen im Jahre 1006 offiziell ein, im 14. Jahrhundert tauchte das Gedenkfest im römischen Kalendarium auf.

Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag staatlicher Prägung: Seit 1952 mahnt er, sich der Opfer von Krieg, Terror, Vertreibung und Gewalt zu erinnern. So gedachten am Volkstrauertag auch junge Menschen, die sich zu den Zielen der Landsmannschaft Ostpreußen bekennen, am Gedenkstein der Vertriebenen in Neubrandenburg der Opfer von Flucht und Vertreibung sowie des deutschen Soldaten, der in zwei Weltkriegen sein Leben für Deutschland ließ.

André Lange, Neubrandenburg

Ehrliche Antwort
Betr.: Polen soll Eigentum Vertriebener zurückgeben

Polen und Deutschland, vermittelt durch die EU, sollen sich um ehrlichen Ausgleich und Rückgabe an die Rückkehrwilligen nach Ostpreußen bemühen. Ziel der EU ist ja auch freie Niederlassungsmöglichkeit für jeden EU-Bürger. Wenn dies nicht geschieht, wird es auch noch in fünf Generationen schwierig sein, meinen Nachkommen zu erklären, wieso sie auch noch als Soldat Land und Leute verteidigen sollen, die uns den Bauernhof in Ostpreußen wegnahmen. Rückgabe ist voll machbar, und diejenigen, die dagegen sind, sollen sich fragen, wie es wäre, wenn sie um ihre Lebensgrundlage beraubt würden. Darum sollte dieses Problem vernünftig und ehrlich unter Partnern bald gelöst werden, ohne nicht gültige Argumente wie Kollektivschuld zu gebrauchen. Dies kann nur im Interesse beider Völker sein. Polen will als Partner in die EU, und von einem solchen ist entsprechendes Verhalten zu erwarten. Wir wollen eine ehrliche Antwort und die Rückgabe.

Ralf Müller, Berlin

Dienst am Volk
Betr.: Kampagne gegen Rechts

Wenn wir unserem Volk und Land dienen wollen, so müssen wir das Übel an der Wurzel packen, den inzwischen in den Menschen tief wurzelnden unheilvollen Zeitgeist erkennen und überwinden. Wir müssen zur Normalität zurückfinden, dürfen nicht länger auf dem linken Auge blind sein und gleichzeitig ganz natürliche Gefühle und Forderungen als rechtsextrem oder faschistisch bezeichnen und verbieten. Parteien und Regierung sollten nicht ständig von Demokratie reden, sondern sie auch praktizieren.

Dr. Horst Hüttenbach, Bonn

Die Masche müßte jedem klar sein
Betr.: Folge 49/00 – "Im Würgegriff der Fälscher"

Dieser Artikel über die angebliche Spitzelaffäre spricht mir aus der Seele. Hier wird offen, ohne auf Vorschriften der sogenannten political correctness zu achten, analysiert, wem dieser sogenannte Skandal nützt und warum er in Österreich so breitgetreten wird. Eigentlich sollte eine Kopie dieses Artikels an jeden österreichischen Haushalt gehen, denn eine solch klare Stellungnahme wird es von keiner größeren Zeitung in Österreich gegeben haben und auch in Zukunft nicht geben.

Es ist doch klar, daß die österreichische Justiz nur darauf wartet, die Regierungskoalition in die Pfanne zu hauen. Sobald irgendein noch so fragwürdiger Hinweis auftaucht, wird eine Hausdurchsuchung gemacht, während bei ähnlichen Vorwürfen die Gegenseite relativ lasch behandelt wird. Es ist ein absoluter Witz, daß der ermittelnde Staatsanwalt und sein Stellvertreter mitten in diesem bedeutenden Ermittlungsverfahren einfach in Urlaub fahren. Das Reiseziel Kuba spricht für sich. Dieses von Herrn Kerschhofer vorzüglich beschriebene Urlaubsfieber stellt wenigstens den Erfolg der linken Volksfront bei der Landtagswahl im Burgenland sicher. Die Masche müßte eigentlich jedem klar sein, auch in Deutschland werden mißliebige Parteien so behandelt. Immer kurz vor einer Wahl wird ein angeblicher Skandal mit Hilfe der Medien so konstruiert, daß selbst bei Unschuld der Betroffenen eine anständige Rehabilitierung vor dem Wahltag schlichtweg unmöglich ist.

Ich hoffe, daß Das Ostpreußenblatt auch in Zukunft den kritischen Stil beibehält, dann hat das Blatt auch weiterhin den Erfolg, den es verdient.

Christian Melchior, Kornwestheim

Der Fall Sebnitz
Betr.: Folge 48/00 – "Die selektive Entrüstung"

Die Berichterstattung in der Anfangsphase des Falles Sebnitz war in sehr vielen Medien Gossenjournalismus der allerübelsten Sorte. Da wurden in übelster Weise Emotionen und Stimmungen dargeboten und entfacht. Der angebliche rechtsextremistische Hintergrund genügte, um eine Kloake in Bewegung zu setzen. Die Hetze gegen Rechts hat scheußliche Früchte getragen. Und dabei brauchen wir doch die vierte Gewalt dringlichst, um den Übermut der Herrschenden im Zaum zu halten. Die Pressefreiheit, die doch eines unserer höchsten Güter ist, darf nicht noch einmal so in den Dreck gezogen werden.

Bedenkenswert ist auch die Rolle großer Verlage/Konzerne, die mit ihren vielen Blättern sich auf der einen Seite im Dreck wälzen und auf der anderen versuchen, sich noch als lesenswert erkennen zu lassen.

Kai Haller, Lübeck

Umwelt-Themen
Betr.: Ostpreußenblatt

Seit einigen Monaten lesen wir, meine Frau und ich, mit höchstem Interesse Ihre Zeitung. Die meisten Artikel und Berichte finden wir ausgezeichnet. Nur bei Umwelt-Themen beobachten wir bisweilen eine Bagatellisierung der anstehenden Probleme. Diese Tendenz entspricht nicht unserer Überzeugung, die sich aus intensiven Recherchen und Kenntnisnahme nicht anzweifelbarer, wissenschaftlicher Fakten aufbaut. Ansonsten lesen wir viel Bestätigung eigener Vorstellungen und auch sehr viel neues, wichtiges Hintergrund-Wissen. Das macht Ihr Blatt spannend und an- oder aufregend.

Dr. Gerd Biron, Bodenwöhr

Deutsche Medien
Betr.: Leitkultur

Wie stellt sich die heutige Deutsche "Leitkultur" dar? Ein Volk ohne Identität, gottlos, antichristlich, geschichtslos, egoistisch, korrupt, ausländerfeindlich, naziverbrecherisch, homo-lesbisch, sexualorientiert, mit zunehmender Kriminalität und Jugendbrutalität, familien- und kinderfeindlich, Embryo-Töter, ohne Vaterlandsbindung, scheinheilig-büßerisch, ihre eigene Sprache zerstörend, vorbildlos, orientierungslos, dem Mammon verfallen.

Das entnehme ich jedenfalls den deutschen Medien. Nach Deutschland gehen? Nein, danke! So würde ich Deutschland sehen, wäre ich Ausländer.

Günter Hagner, München

Tag der Heimat
Betr.: Folge 47/00 – "Rita ,Saubermann‘ erinnert sich"

Meine Frage: Waren die Fahnen (alle Provinz- und Städte-Wappen) am Tag der Heimat, September 1999 in der Sömmeringhalle, auch in der Reinigung? Wo war die Presse? Wo das sonst immer von Herzen gesungene Liedgut? Die Veranstaltung war gut besucht. Ich zählte schon allein zwölf Busse, die angereist waren. Im September 2000 gab es eine begrenzte Zahl Eintrittskarten für diese Veranstaltung, jetzt aber im Konzertsaal am Gendarmenmarkt. Da war ich also nicht dabei. In den Abendnachrichten: "Tag der Heimat – Bundeskanzler Schröder als Redner – das hat es noch nie gegeben!" "Ja, das hat es wirklich noch nie gegeben"! Schlußfrage: Für wie dumm werden wir eigentlich gehalten?

Inge Roeckner, Hohen Neuendorf

Der Wert des OB
Betr.: Ostpreußenblatt

Als ein in Berlin geborener Nicht-Ostpreuße möchte ich Ihnen versichern, daß man nicht unbedingt Ostpreuße sein muß, um den Wert des Ostpreußenblattes zu erkennen. In der deutschen Presselandschaft bietet Ihre Zeitung eine der besten Möglichkeiten, sich wahre und unzensierte Informationen zu verschaffen sowie darüber hinaus Gedanken und Meinungen zu finden, die in Deutschland, wie man es täglich erlebt, fast gänzlich ausgestorben zu sein scheinen. Nicht selten finde ich im Ostpreußenblatt Betrachtungen, die mir das Herz weit machen und mich mit Zuversicht für die Zukunft unseres Vaterlandes erfüllen. Hans-Joachim Scholz, Remagen