26.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
17.02.01 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 17. Februar 2001


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern

Lewe Landslied,

wieder muß ich betonen: Unsere Ostpreußische Familie ist kein Heimatarchiv, uns stehen weder Einwohnerlisten noch Kirchenbücher zur Verfügung, und wir können auch keine Urkunden ausstellen. Was wir aber sind: Eine treue Lesergemeinde, die mithilft, Spuren zu suchen, alte Verbindungen wieder herzustellen und neue zu bilden, verloren Geglaubtes zu entdecken und, wenn es hoch kommt, zu bewirken, daß sich Familien und Freunde wiederfinden.

Auf eine solche Spurensuche, die sehr weit in die Vergangenheit zurückführt, begeben wir uns mit unserm Leser Wigbert Schmitt. Obgleich er ein Sohn des Fuldaer Landes ist, besitzt er eine große Liebe zu Ostpreußen und führt auch dorthin Studienreisen durch. Er erklärt diese Zuneigung damit, daß möglicherweise seine Wurzeln nach Ostpreußen reichen. Herrn Schmitts Mutter kommt aus der Familie Jestädt, und in dieser gibt es eine Überlieferung, daß die Vorfahren aus Ostpreußen kämen, wohin schon zur Ordenszeit ein "von Jestädt" aus dem Bodenseeraum gegangen sei. Einer seiner Nachfahren sei dann nach Hessen gekommen, er soll bei Eschwege die Ortschaft Jestädt gegründet haben. Von hier aus kam ein Nachkomme in den Fuldaer Raum, wo die Jestädts ab 1620 nachweisbar sind. Nun fragt Herr Schmitt, ob unter unsern Landsleuten Träger dieses Namens zu finden sind – auch Jestedt, Jochstedt, Jackstädt u. ä. –, die vielleicht etwas über ihre Vorfahren aussagen können. Interessiert ist er auch an Chroniken, in denen der Name zu finden ist (Wigbert Schmitt, Kürassierstraße 13 in 36041 Fulda-Harmerz).

Weiter auf Namensuche! Angela Koschies ("… dem Internet sei Dank, daß ich auf Ihre Webseite gestoßen bin …") hofft, nun endlich weitere Träger ihres Namens zu finden. Ihr Vater Willi Koschies, * 1. April 1925 in Pillau, war der zweite Sohn von Willi und Maria Koschies. Die Familie zog während des Krieges nach Königsberg und wurde dann nach Strande (Schleswig-Holstein) vertrieben, wo Willi Koschies und sein Bruder Ernst heute noch leben. Tochter Angela glaubt, daß es außer ihr und ihrem in Potsdam lebenden Bruder Axel niemanden mehr mit dem Namen Koschies gibt. Nun, vielleicht melden sich jetzt doch Träger dieses Namens?

Die nächste Frage wendet sich an die Eydtkauer, gestellt von Hannelore Brandt, die ihre Kindheit in der damaligen Grenzstadt verbrachte: "Wer kann mir Fotos von der Hindenburgstraße, Volksschule und dem Kindergarten in der Wiesenstraße schicken?" Dorthin ging die Achtjährige, die mit ihren Eltern bei Fleischer Kossatz in der Hindenburgstraße wohnte. Aber Frau Burandt würde sich auch über andere Fotos aus dem ehemaligen Eydtkau/Eydtkuhnen freuen (Hannelore Burandt, Bahnhofstraße 24 in 25385 Horst).

Nach Ludendorff im Großen Moosbruch. Liesbeth Krüßel war in ihrem Heimatdorf und hat vergeblich nach ihrem Elternhaus gesucht. Sie fragt nun ehemalige Ludendorffer: "Wer kann mir sagen, wo das Haus der Familie Dauter stand?" Das möchte sie auch von den Häusern ihres Großvaters Karl Schulze und der Familie Grätsch wissen. Für eine Skizze wäre sie sehr dankbar (Liesbeth Krüßel, Ritterstraße 12 in 09111 Chemnitz).

Und da wir es heute mit den Namen haben: Wer kennt die Bedeutung oder den Ursprung des ostpreußischen Nachnamens Kolipost? Ich habe ihn allerdings noch nie gehört.

Eure

Ruth Geede