18.06.2024

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03.03.01 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 03. März 2001


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern

Lewe Landslied,

zuerst einmal muß und möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken, die mir zu meinem Geburtstag gratuliert haben, so liebevoll und so herzlich, daß ich wirklich ganz gerührt war und – ich muß es ehrlich sagen – diese Glückwünsche auch so richtig genoß. Denn nicht viele, die mein biblisches Alter erreichen, können das, und so war es nicht nur Freude, sondern auch Dankbarkeit, die mich bewegten. Ob ich wirklich einmal 100 werde, wie manche wünschen, entscheide nicht ich, sondern der liebe Gott. Und ich wäre froh, wenn er mir noch einige Jährchen mit klarem Kopf bewilligt, denn den brauche ich, um den immer mehr werdenden Wünschen gerecht zu werden.

Manche Leserinnen und Leser benutzten gleich die Gelegenheit, diese den Glückwünschen anzufügen. Nun ist das so eine Sache: Ich bewahre gerne die hübschen Karten und Briefe auf, um mich länger daran zu freuen. Wünsche an die Ostpreußische Familie gehören aber nicht in die persönliche Post, sondern auf den Redaktionsschreibtisch. Es macht mir nun einige Mühe, die Fragen an die Ostpreußische Familie aus der Geburtstagspost herauszupolken – denn es besteht die Gefahr, daß diese oder jene dabei "inne Ritz schorrt". Das passiert ja auch manchmal, wenn im Schreiben nicht die Anschrift des Absenders vermerkt ist. Bitte, bitte, ich muß es wiederholen: Immer auf dem Briefbogen die volle Anschrift des Absenders angeben! Und bitte leserlich!

Einen weiteren Dank soll ich übermitteln: Nach überstandener Augenoperation möchte Lisbeth Naumann aus Willuhnen – jetzt wohnhaft in Ebersbach – ein herzliches "Dankeschön" allen Heimatfreunden sagen, die mit ihr gebangt haben. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Ehepaar Helmut und Helga Müller aus Wil-luhnen, die Frau Naumann und ihrem Mann Joachim so hilfreich zur Seite standen.

In den Unterlagen seines Vaters fand Gottfried Ziemer interessante Aufzeichnungen über oberländische Sitten und Gebräuche bei Taufe und Hochzeit, die dieser aus dem Gedächtnis gemacht hatte. Die ursprünglichen Aufzeichnungen, die Helmut Ziemer als junger Lehrer getätigt hatte, waren leider verlorengegangen. So fehlen auch die Angaben über die "Ausbitte" bei der Hochzeit. Diese war in Reimen verfaßt und wurde vom Platzmeister im Hochzeitshause vor der Fahrt zur Kirche gesprochen. Den Schluß hatte Helmut Ziemer noch behalten: "Liebe Eltern, gebt Euch zufrieden, nun wird die Tochter von Euch geschieden. Doch macht Euch keine Sorgen, nun wird Gott und Euer Schwiegersohn für sie sorgen." Wer kennt den vollen Text solch einer Ausbitte? Zu Ihrer anderen Frage, lieber Herr Ziemer: Die "Klaadsch" – auch Kladsch oder Klatsch – ist die Bezeichnung für den Schmaus bei der Kindtaufe. (Gottfried Ziemer, Mariendorfer Straße 41 in 48155 Münster.)

Bei der nächsten Frage geht es um Mühlen aus Ostpreußen und Mittelschlesien (Krs. Wohlau). Rainer Pietsch genötigt Angaben über Lage, Eigentümer, Größe und Baujahr vor 1945. Er wäre auch für Hinweise auf betreffende Fachliteratur dankbar. (Rainer Pietsch, Katharinenberg 7 in 18439 Stralsund.)

Wieder wird ein uraltes plattdeutsches Poem gesucht. Es heißt "De niee rode Hot" und handelt von einem Bauernpaar, das nach Königsberg fährt, wo sie einen neuen roten Federhut bekommt, der aber auf der Rückfahrt flöten geht. Ich hab’s leider nicht. Also: Familie hilf! (Wolfgang Schulz, Rittmerskamp 32 in 22415 Hamburg.)

Eure

Ruth Geede