26.01.2022

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07.04.01 Die Ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 07. April 2001


Die Ostpreußische Familie
– Leser helfen Lesern –
(Ruth Geede)

Lewe Landslied,

die Wege, die zu unserer Familie führen, sind oft recht sonderbar. "Wenn überhaupt einer, dann kann vielleicht die Ostpreußische Familie helfen", schreibt Kurt Arndt. Der Vorsitzende der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen in Bad Bevensen übermittelt die Suchbitte eines in Argentinien lebenden Namensvetters, mit dem er weder verwandt noch bekannt ist. Und nun kommt’s: Herr Arndt erhielt den Suchwunsch von einem Mitglied seiner Gruppe, Charlotte Brandt, die wiederum von dem Oberschlesier Adam Kulisch angeschrieben wurde, der zufälltig in einer Zeitung für Rußlanddeutsche auf den Suchwunsch des Oscar Alberto Brandt stieß. Soweit alles klar? Für die 94jährige Frau Brandt nicht ganz, denn sie weiß nicht, warum Herr Kulisch gerade sie angeschrieben hat, denn sie kennt ihn überhaupt nicht. Daß sie sich dann an Kurt Arndt gewandt hat, ist dagegen verständlich.

So weit, so gut. Kommen wir also zur Sache! Oscar Alberto Arndt lebt in Parana, Argentinien. Er wurde dort in Entre Rios am 16. Oktober 1931 als Sohn von Otto K. Arndt geboren, der Anfang der 20er Jahre von Ostpreußen nach Argentinien ausgewandert war, zusammen mit seinen Geschwistern Kurt und Käthe Arndt. Die Familie Arndt stammt aus Widminnen, dort war Otto Arndt am 10. Februar 1900 geboren. Seien Eltern waren Reinhold Arndt und Johanna Arndt, geb. Gutzeit. Diese Großeltern von Oscar Alberto Arndt müssen ein größeres Grundstück besessen haben. Es gibt ein Foto, das ein stattliches Wohnhaus mit einem großen Nebengebäude zeigt, das an der Stirnseite riesige Reklameschriften zeigt. Leider sind sie auf dem Foto unleserlich bis auf "Ankauf … Reinhold Arndt". Dieser Großvater von Oscar Alberto heiratete nach dem Tod seiner Frau Johanna noch einmal. Aus der zweiten Ehe stammen die Kinder Paul, Ella und Grete (Margarete) Arndt. Der nach Argentinien ausgewanderte Otto Arndt kehrte in den 30er Jahre nach Deutschland zurück, ob aber in seinen Heimatort Widminnen, ist seinem Sohn unbekannt. Jedenfalls sucht Oscar Alberto Arndt nun nach den Verwandten seines Vaters, vor allem nach dessen Halbgeschwistern und deren Nachkommen. Sicher erinnern sich auch ehemalige Widminner an die Familie Arndt, da diese ja wohl einen größeren Landhandel besaß. Zuschriften bitte an Adam Kulisch, Saalfelder Straße 16 in 96484 Meeder.

Jetzt noch eine Handvoll Wünsche, die einfacher zu erfüllen sind. Irmgard Lange sucht das Buch "Plachandern und Quiddern auf Deiwel komm raus" von Alfred Lau, erschienen im Verlag Rautenberg. Aber dort ist kein Exemplar mehr vorhanden. Wer kann es abgeben? (Irmgard Lange, Lessingstraße 127 a in 27753 Delmenhorst). – Wo ist die Denkschrift "Die Litauer in Preußen und ihre Bestrebungen" greifbar? Die von Schulrat Kairies verfaßte Schrift wurde 1922 vom Kreisschulamt Tilsit herausgegeben. Unserem Leser Volker Ludwig wurden einige Institutionen genannt, aber sie erwiesen sich nicht als Fundgrube. (Volker Ludwig, Am Alten Bach 14 a in 41470 Neuss.) – Als ich auf einem Seminar im Ostheim auf das 1956 erschienene Buch von Georg Didszun "Ostpreußisches Ahnenerbe" zu sprechen kam, wurde bei einer Teilnehmerin der Wunsch laut, es auch zu besitzen. Wer kann es abgeben? (Ingrid Labuhn, Zwickauer Straße 288 in 09116 Chemnitz).

Eure

Ruth Geede