16.07.2024

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28.07.01 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 28. Juli 2001


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

meine Mutter hat mir als Kind von den Rasemucken erzählt, den kleinen Geistern, die im Moor leben. Nun könnte man eine ganze Abhandlung über diese Unholde schreiben, von denen in ganz Ostpreußen erzählt wurde, denn ihr Treiben und Aussehen ist ebenso unterschiedlich wie ihr Name – Rosebock, Rasemoch, Rosemack, Rasemuck –, aber immer ist es ein Spukwesen, das viel Unsinn und Späße macht. Doch nun hörte ich von einer älteren Ostpreußin, die auch aus dem nordöstlichen Teil unserer Heimat stammt wie meine Mutter, daß sie aus ihrer Kindheit den Ausdruck "Rosmucken" für – Sommersprossen kennt! Vielleicht, weil die so lustig wirken, wenn sie auf der Stupsnase eines Kindes tanzen. Meine Frage: Wer kennt auch den Namen "Rosmucken" für Sommersprossen und aus welcher Gegend? Bitte an mich schreiben.

"Ich wäre Ihnen dankbar, wenn ich mit Ihrer Hilfe einen Erfolg verbuchen könnte", schreibt unser Landsmann Gerd Klein. Versuchen wir, ihm zu helfen: Herr Klein sucht Bildmaterial von der 1939 gebauten Bauernsiedlung Neuhäuser. Seine Familie wurde in jenem Jahr von Pillau dorthin umgesiedelt. Die Häuser lagen direkt an der Hauptstraße Neuhäuser–Lochstädt. Nachbarn der Familie Klein waren die Familien George und Witt. Viele Einwohner von Neuhäuser holten bei Herrn Kleins Eltern Butter und Milch. Deshalb hofft er, daß jemand noch Aufnahmen von der Siedlung besitzt oder einen Hinweis auf Archivmaterial und eventuelle Luftaufnahmen geben kann. Dieser Wunsch scheint mir leichter erfüllbar zu sein als der zweite, denn Herr Klein sucht auch Fotos von Birkenwalde bei Löwenhagen, möglichst von dem Anwesen des Bauern Richard Kaschub. (Gerd Klein, Lichtmecke 3 in 57462 Olpe)

Ein ganz besonderes Bild sucht Dr. Hans-Dietrich Saager, aber hier hege ich noch berechtigte Zweifel, ob es sich finden läßt. Anläßlich der 675-Jahr-Feier der Gründung Königsbergs im Jahre 1930 wurde der Reiterverein Königsberg Stadt und Land von den Brüdern seines Vaters, Hans und Arthur Saager, auf ihren edlen Trakehnern angeführt. Dieses schöne Bild ist auf der Flucht verloren gegangen, und Herr Dr. Saager hat bisher vergeblich danach gesucht. Es wäre nun wirklich ein Zufall, wenn sich dieses Foto noch in Archiven oder im Privatbesitz befindet. Herr Dr. Saager würde sich sehr, sehr freuen. (Dr. Hans-Dietrich Saager, Metzinger Straße 15 in 29351 Eldingen)

Als sich kürzlich die ehemaligen Hohensteiner in ihrem Heimatort wiedertrafen, standen die Erinnerungen an die Kinder- und Jugendzeit in dem einst so schmucken Städtchen im Mittelpunkt. Es wurde von dem Musiklehrer Nabakowski besungen und auf der Geige musikalisch begleitet – aber niemand von den Hohensteinern kannte mehr den gesamten Text. Der Liedanfang lautet: "Hohenstein, mein Hohenstein, wie lieb ich dich so sehr …" Wer kennt das Lied? (Rosemarie Trzaska, Bergstraße 50 in 59069 Hamm 1)

Drei Wünsche hat Ehrentraud Stierle, und weil sie schon einmal Erfolg bei uns hatte, hofft sie auch diesmal. Wunsch Nr. 1: Eine Fibel aus dem 1. Schuljahr (eingeschult 1935 in Gumbinnen). Wunsch Nr. 2: Das Gedicht von der Roggenmuhme, das so beginnt: "Laß stehen die Blumen, geh’ nicht ins Korn …" Nr. 3: Das von der Kulturabteilung der Landsmannschaft Ostpreußen herausgegebene, leider vergriffene Heft über die Schriftstellerin Erminia von Olfers-Batocki: "Mein Pegasus ist ein Kunterchen". (Ehrentraud Stierle, Joseph-Haydn-Straße 41 in 33604 Bielefeld)

Eure

Ruth Geede