26.01.2022

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18.08.01 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 18. August 2001


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

Ihr werdet es kaum glauben, aber ich könnte schon wieder eine Extra-Seite mit Erfolgen füllen und eine weitere mit großen Suchwünschen, doch da müssen wir noch ein wenig warten. Die Ostpreußische Familie ist ja eben nur eine mehr oder minder große Scheibe vom großen Kuchen Ostpreußenblatt, und - um bei diesem Vergleich zu bleiben - die Vorfreude auf den Genuß ist ja auch nicht zu verachten. Auf gut ostpreußisch: Et freit mi, wenn et Ju so ordentlich noah e Extra-Happke jankert!

Nicht immer gibt es auf Fragen, die eigentlich Erfolg versprechen, eine Resonanz. Da hatte ich in der Extra-Familie (Folge 19) den Wunsch von Wolfgang Reith gebracht, nach ehemaligen Schicksalsgefährtinnen und Schülerinnen seiner 1945 in russischer Gefangenschaft verstorbenen Schwiegermutter Hedwig von Mioduszewski zu suchen. Leider bekam er nur eine Zuschrift, und diese brachte auch keine weiteren Hinweise auf den Tod der Verschleppten in Tscheljabinsk. Die Leserin teilte mit, daß sie zwar ebenfalls in einem Lager bei Kopejsk gewesen sei, aber Frau von Mioduszewski nicht gekannt habe, zumal es dort elf Lager gegeben haben soll!

Diese geringe Resonanz ist also nicht verwunderlich, aber daß die zweite Frage von Herrn Reith keinen Erfolg gebracht hat, kann ich nicht verstehen. Frau v. M. war nämlich ab 1937 Lehrerin in Drengfurt und übernahm - nach kurzer Tätigkeit in den Carlshöfer Anstalten - 1939 ein Lehramt an einer Mittelschule in Rastenburg, wo ihr Mann eine Knaben-Mittelschule aufbaute. Da Hedwig von Mioduszewski dort sechs Jahre lang - bis zu ihrer Verschleppung in den Ural - tätig war, müßten sich doch ehemalige Schülerinnen an ihre Lehrerin erinnern, zumal deren Name ja auch nicht alltäglich ist. So hatte ich geglaubt - leider kam nicht eine Zuschrift. Deshalb appelliere ich noch einmal an die Rastenburgerinnen, die damals die Schulbank drückten: Schreibt ein paar Zeilen, wenn Ihr Euch an die Lehrerin Hedwig von Mioduszewski erinnert. Ihre Tochter, die damals durch die Mutter einer ebenfalls verschleppten Rastenburgerin gerettet wurde, würde sich über jede dokumentierte Erinnerung an ihre Mutter freuen, und ihr Mann natürlich auch. (Wolfgang Reith, Postfach 101 223 in 41412 Neuss.)

Zwei kleine Wünsche hat unser Landsmann Alfred Weszkallnies aus Lassen (Laskowethen), Kreis Tilsit-Ragnit: Er möchte etwas über das Schicksal der Familie Enseleit aus Pallmohnen erfahren. (Er schreibt in Klammern „Lengwethen“. Pallmohnen wurde nach meinem Ortsnamenregister 1938 in „Burental“ umbenannt). Der zweite Wunsch: das Buch „Die beiden Wildtauben“ von Richard Skowronnek. (Alfred Weszkallnies, Aarstraße 18 in 65197 Wiesbaden.)

Buchwünsche hat auch unsere Leserin Ilse Meier. Sie sammelt alte ostpreußische Bücher und hat bisher vergeblich nach einem alten ostpreußischen Kochbuch gesucht. Nun war und ist das Standardwerk ostpreußischer Kochkunst das „Doennigsche“, nach dem schon unsere Großmütter kochten, aber es gab auch noch andere Kochfibeln. Weiterhin sucht Frau Meier Literatur über ostpreußische Majolika. Wie immer bei Buchwünschen: Erst eine kurze Benachrichtigung, mit dem Übersenden noch warten! (Ilse Meier, Bergstraße 82 in 32108 Bad Salzuflen.)

Ihre - fast - Namensschwester Ilse Maier sucht Literatur über die masurische Sprache. Wer gibt Hinweise, ob und wo solche zu erhalten ist? (Ilse Maier, Albrecht-Dürer-Straße 15 in 90513 Zirndorf.)

Eure

Ruth Geede