16.04.2024

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20.10.01 Zweierlei Maß?

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 20. Oktober 2001


Kommentar
Zweierlei Maß?

Otto Normalverbraucher wird derzeit - sofern er die Propagandawalze überhaupt noch beachtet - mit einer gar schröcklichen Meldung konfrontiert: Die Taliban verdienen am Drogenhandel! Sie taten dies allerdings auch schon vor dem 11. September. Und vor ihrer Machtergreifung. Und sogar, als sie noch brav gegen die Sowjets kämpften. Und die Räuberhäuptlinge der zum ehrenwerten Partner aufgestiegenen „Nord-Allianz“ taten und tun es ebenfalls. Und all das war den Verantwortlichen dieser Welt stets bekannt! Aber solange einer für „das Gute“ kämpft, ist er eben weder Krimineller noch Terrorist, - und unsere Drogentoten sind bloße „Kollateral-Schäden“.

Auch im Libanon, am Balkan, im Kaukasus und bei anderen Buschkriegen entdeckten die Konfliktparteien Drogen als ergiebige Geldquelle. Und was läge denn näher, wenn der jeweilige Pate in Washington, Moskau, Peking etc. mit Waffen und Bestechungsgeldern knausert? Noch dazu, wo Geheimdienste gerne Hilfestellung geben, wo selbst höchste Vertreter ehrenwerter Länder in mafiose Machenschaften verstrickt sind und wo Drogenverharmloser als fünfte Kolonne volontieren!

Daß alle wichtigen Drogenanbau- und Transitgebiete genau dort liegen, wo Grenzen vorsätzlich falsch gezogen wurden, wird aber sorgfältig verschwiegen. Denn Otto Normalverbraucher darf nur ja nicht entdecken, daß der Nationalstaat mit nach ausschließlich ethnischen Kriterien gezogenen Grenzen das beste Mittel zur Minimierung von Kriminalität aller Art ist und bleibt. R. G. Kerschhofer