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03.11.01 Warum urteilt ein Amtsgericht mit besonderer Nachsicht?

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 03. November 2001


Warum urteilt ein Amtsgericht mit besonderer Nachsicht?

Vor dem Kieler Amtsgericht standen unlängst zwei türkische Brüder, angeklagt wegen Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Folgendes hatte sich zugetragen: Vor dem Elektrogeschäft des älteren Bruders parkte ein Auto in zweiter Reihe, aus dem Ware ausgeladen wurde. Naturgemäß, wie es in unseren größeren Städten nun einmal zugeht, stauten sich nachfolgend die Fahrzeuge und verursachten die ebenfalls üblichen Zetereien. Polizeibeamte kamen hinzu, die das Verkehrschaos möglichst rasch zu klären trachteten.

Zwei Polizisten stellten dem Fahrer ordnungsgemäß ein Strafmandat aus. Darüber erregten sich der Ladeninhaber und sein Bruder. Weitere Familienangehörige kamen hinzu. Die Polizeibeamten wurden angegriffen und verletzt, so daß sie sogar ihre Waffen zur Abwehr ziehen mußten.

Wer nun denkt, daß die Angeklagten verurteilt wurden, irrt. Der Vorfall solle schon wegen seiner gesellschaftspolitischen Brisanz nicht durch eine aufwendige Beweisaufnahme und gegenseitige Schuldzuweisung wieder aufgekocht werden, entschied das Gericht und stellte den Prozeß nach 30 Minuten ein.

Die beiden Angeklagten müssen lediglich 300 bzw. 600 Mark an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen.

Frage: Wie wäre der Prozeß ausgegangen, wenn die Schlägerei nicht von Türken, sondern von Deutschen ausgelöst worden wäre?

Ausländer müßte man in Deutschland sein! H. J. v. L.