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03.11.01 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 03. November 2001


Die ostpreußische Familie
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Ruth Geede

Lewe Landslied,

die Tage sind grau und kurz, der November hat uns im Griff mit Regen und Nebel. Noch kein Schnee, wie er daheim in unserer ostpreußischen Heimat oft schon um Martini lag. Dorothea Blankenagel erinnert sich nur zu gern an die Kleinbahn, mit der sie sechs Jahre lang von Neuhausen-Tiergarten nach Königsberg zur Schule fuhr. Sie besitzt ein Bild von dem Bähnchen, wie es sich durch den Schnee arbeitet, dicke Rauchwolken in die kalte Winterluft pustend. Ein Freund ihres Vaters hat es nach einer Ansichtskarte gemalt, und sie bekam es einmal zu Weihnachten geschenkt. Nun möchte Frau Blankenagel gerne ein Foto von dem Kleinbahnhof am Litauer Wall haben. Das Gebäude wirkte, wie sie schreibt, „ein wenig orientalisch“ mit dem Türmchen. Es war der Stil der Jahrhundertwende, den manche Holzbauten in Königsberg aufwiesen. Wer besitzt noch eine Aufnahme von dem Gebäude, das nicht mehr steht? Heute befindet sich dort eine Autowerkstatt. (Dorothea Blankenagel, Heerstraße 59 in 47053 Duisburg.)

Ich weiß nicht, ob der Wunsch von Günter Jakobeit erfüllbar ist: Er sucht nämlich von dem Königsberger Dichter Zacharias Werner „Das Kreuz an der Ostsee“. Ein Drama, zu dem E. T. A. Hoffmann die Chormusik schrieb. Werner verbrachte seine Jugend in dem Haus in der Französischen Straße in Königsberg, in dem auch der „Gespenster-Hoffmann“ lebte. Auch ein zweites Werk von Zacharias Werner, „Der Ostermorgen“, wird noch gesucht. (Günter Jakobeit, Unterberg 10 in 14532 Kimm.)

Dagegen ist das Buch, das sich Lucia Schmidt wünscht, geradezu eine Neuerscheinung, aber obgleich es erst vor etwa sieben Jahren herauskam, ist es leider vergriffen: „Es begann in Masuren“ von Hunbert Hundrieser. Frau Schmidt möchte es gerne Freunden schenken, die wie sie aus dem Kreis Sensburg stammen. Ich glaube sicher, daß dieser Wunsch erfüllt wird. (Lucia Schmidt, Stadtring 24 in 48527 Nordhorn.)

Auch Leonie Ettel hat schon zig Antiquariate bemüht, aber leider das gesuchte Buch noch nicht gefunden. Es handelt sich um „Nur der Name blieb“ von Heinrich Gerlach. Untertitel: „Glanz und Untergang des alten Preußen“. Das Buch erschien 1978 im Econ Verlag, später auch als Taschenbuch. Leonie Ettel ist eine „echte Prußin“, denn sie ist eine geborene Tolkmit. Deshalb möchte sie so gerne das Buch besitzen. Wie immer bei Büchern: zuerst eine kurze Nachricht geben, erst nach Absprache zusenden. (Leonie Ettel, Kölner Straße 9 in 63801 Kleinostheim-Waldstadt.)

„Die Mücke im Bernstein“ ist ein bekanntes und beliebtes Buch von E. G. Stahl. Auch Eva Diensthuber in Wien gefällt es sehr. Nun möchte sie gerne mehr über die Autorin wissen. Uns stehen leider nur wenig Unterlagen zur Verfügung, sodaß ich Euch, lewe Landslied, bitten muß, mir zu helfen. Wer über Leben und Wirken von E. G. Stahl etwas sagen kann, schreibe mir bitte, ich sende es an Frau Diensthuber weiter.

Auch das gibt es noch: Ein Buch wird angeboten, das längst vergriffen ist und nach dem immer wieder gefragt wird, weil viele Landsleute es so lieben: „In der Morgensonne“ von Frieda Jung. Gerda Nasner, geb. Schlenther, besitzt noch einige Kopien und ist bereit, sie abzugeben. Frau Nasner hat zu dem Buch eine besondere Beziehung: Sie wurde 1934 im Schulhaus von Kiaulkehmen geboren, in dem Frieda Jungs Kindheitserinnerungen spielen. Näheres teilt Frau Nasner auf Anfrage mit. (Graf-Emandus-Straße 6 in 50374 Erftstadt, Telefon 0 22 35/58 68.)

Eure

Ruth Geede