15.04.2024

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10.11.01 Sprecher der Landsmannschaft im Amt bestätigt

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 10. November 2001


Sprecher der Landsmannschaft im Amt bestätigt
In der OLV wurden Vorwürfe restlos ausgeräumt - LO bahnt den Weg in die Zukunft

Erstmals tagte die Ostpreußische Landesvertretung (OLV), oberstes Beschlußorgan der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), am letzten Wochenende im neuerrichteten Gebäudetrakt des Ostheims in Bad Pyrmont. Zuvor war der Neubau in einem Festakt unter Beteiligung kommunaler und kirchlicher Würdenträger eingeweiht worden.

Der Sprecher der LO, Wilhelm v. Gottberg, sowie seine Stellvertreter Bernd Hinz und Dr. Wolfgang Thüne wurden mit breiter Mehrheit für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Das ist das wohl wichtigste Ergebnis der zweitägigen Sitzung der Ostpreußischen Landesvertretung.

Die im Vorfeld der OLV aufgekommenen Vorwürfe gegen den Sprecher der LO und Teile des Bundesvorstandes konnten restlos ausgeräumt werden. Die verbandsinterne Prüfung sowie eine Sonderprüfung hatten keine Anhaltspunkte für die Stichhaltigkeit der Vorwürfe erbracht.

Die Mutmaßungen über mögliche Unkorrektheiten der LO haben gezeigt, daß für die Position des Schatzmeisters einer großen und bedeutenden Organisation wie der Landsmannschaft Ostpreußen wirtschaftliche und auch juristische Kenntnisse erforderlich sind. Aus dieser Erkenntnis heraus wählte die OLV Rechtsanwalt Friedrich-Wilhelm Böld, Vorsitzender der Landesgruppe Bayern, zum Schatzmeister der LO für die nächste Wahlperiode. Der Schatzmeister ergänzt den geschäftsführenden Vorstand.

Außerdem wählte das höchste Beschlußorgan der LO mit absoluten Mehrheiten Personen in den Bundesvorstand, die durch ihre bisherige Arbeit in diesem Gremium Gewähr dafür bieten, daß sie die LO weiter voranbringen werden. Im einzelnen sind dieses Dr. Jürgen Danowski, Stephan Grigat, Uwe Jurgsties sowie René Nehring. Ergänzt wird der Bundesvorstand durch die in ihrem Amte bestätigte Frauenbeauftragte Uta Lüttich sowie die neugewählte Bundesvorsitzende des Bundes Junges Ostpreußen, Nanette Kaiser, die sich als „bekennende Gesinnungspreußin“ vorstellte. In einer Zeit, da vielen unter den Nachkommen der ostpreußischen Flüchtlinge und Vertriebenen das Land ihrer Mütter und Väter gleichgültig ist, empfanden es die Delegierten als Lichtblick, daß es auch junge Menschen nichtostpreußischer Herkunft gibt, die sich aus Überzeugung der ostpreußischen Sache verschreiben. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, daß mit diesen Neuwahlen das Durchschnittsalter des Bundesvorstands bei 45 Jahren liegt. Die umfangreiche Tagesordnung wurde unter der routinierten Leitung des Sprechers zügig abgearbeitet. Trotz des anstrengenden und zeitaufwendigen Wahlmarathons wurden auch noch eine Reihe weiterer wichtiger Themen beraten. So nahmen die Delegierten mit großer Zustimmung die in den letzten Monaten erfolgten behutsamen Modifikationen des Ostpreußenblattes zur Kenntnis, insbesondere die Ergänzung des Titels. Dem Dank des Chefredakteurs an Ruth Geede, die den Zusatztitel Preußische Allgemeine Zeitung vorgeschlagen hatte, schloß die Ostpreußische Landesvertretung sich per Akklamation an. Ferner wurden der Jahresabschluß und der Haushaltsplan der Landsmannschaft Ostpreußen in gewohnter Gründlichkeit diskutiert und verabschiedet. Manuel Ruoff