15.04.2024

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10.11.01 Leserbriefe

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 10. November 2001


Leserbriefe:

Die Rolle der katholischen Kirche Polens

Betr.: Folge 39 - „Kirchenbücher nach Polen“

Die katholische Kirche Polens hat 3.661 katholische Kirchenbücher angefordert. Kardinal Lehmann und Kardinal Glemp unterschrieben im September in Warschau das Kirchenbuch-Abkommen, hiesige Vertriebene wurden vorsorglich erst gar nicht dazu befragt. Weihbischof Pieschl, Diözese Limburg, avisierte mit seinem Leserbrief in der „FAZ“, man könne doch in Bälde auch in den alten Heimatgebieten Eigentum erwerben. Er scheint nicht zu wissen, daß Polen als Übergangsfrist für Landkauf 18 Jahre ab Aufnahme in die EU fordert. Selbst wenn dies verhandelbar sein wird, die Grundhaltung zu Vertriebenen und deren Nachkommen scheint bei den Polen - nach über 50 Jahren seriöser Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland - ungebrochen. In Hinblick auf den schlechten Gesundheitszustand des Heiligen Vaters dürfte es kein Zufall sein, daß man gerade jetzt nach den Kirchenbüchern ruft. Die Tatsache, daß nicht gleichzeitig auch nach den evangelischen Kirchenbüchern gefragt wird, offenbart, was man unter einem Kirchenstaat im Sinne polnischer Geistlichkeit bis hin nach Rom zu verstehen hat. Da ist der Bischof in Liegnitz keine Ausnahme, wenn ihm vorschwebt, jeder Pole müsse katholisch sein. „Die katholische Kirche ist immer noch hungrig.“ So die Aussage eines evangelischen Geistlichen, der in dieser Stadt Schlesiens als Pfarrer tätig ist. Total einseitig hungrig auf unsere katholischen Kirchenbücher und eben nicht auf die evangelischen. Entwickelt sich hier eine Art religiöser Nord-Irland-Fanatismus an der Ostgrenze?

Wenn dann der Leiter des deutschen Poleninstitutes in Darmstadt (von der Bundesrepublik finanziell gefördert und somit in Abhängigkeit), Dr. Dieter Bingen, 1999 in Mühlheim verkündete, in Pommern, Schlesien und Ost- und Westpreußen sei nicht die kommunistische Partei, auch nicht die polnischen Ortsparlamente für die „Integration“ polnischer Bürger in den deutschen Ostgebieten zuständig gewesen, sondern hauptsächlich die katholische Kirche Polens, dann sagt das alles.

Man regt sich mit Recht über die Benesch-Dekrete in Tschechien auf, von der Vertreibungsrolle der katholischen Kirche Polens erfährt man so gut wie nichts. Ein gemeinsam funktionierendes Europa braucht keinerlei nationalen wie religiösen Fanatismus und schon gar nicht Kirchenbücher in Orten, wo voraussichtlich noch lange Jahre keine deutschen Vertriebenen oder deren Nachkommen Land erwerben dürfen. Vertreibung, egal wo auf der Welt und aus welchen Gründen auch immer, bleibt unumstößlich Völkerrechtsbruch. Dies auch noch von der deutschen katholischen Kirche mit Kirchenbüchern quasi abgesegnet zu bekommen bleibt ein Skandal. 

Manfred Seidenberg, Südlohn

 

 

Wenn Gerechtigkeit fehlt, gibt es keinen Frieden

Betr.: Folge 43 - „Eine Heuchelei namens Embargo“

Eigentlich müßte ich mindestens sechs Briefe schreiben, um all den ausgezeichneten Artikeln Ihrer Ausgabe vom 13. Oktober gerecht zu werden. Ich möchte mich aber nur in die Liste der hunderttausend Terrorexperten hierzulande einreihen und zu diesem Thema Stellung nehmen. Terror gegen Unschuldige begann spätestens im 2. Weltkrieg und seine Akteure waren Helden des Widerstandes und Freiheitskämpfer - solange sich ihr Wirken gegen Deutschland richtete. Für Dresden und Würzburg, wo an einem Tag 50mal mehr einfache Bürger ermordet wurden als in den Türmen von Manhattan, gab es ein Denkmal für „Bomber Harris“; Churchill wollte vier deutsche Städte mit Milzbrand ausrotten, aber der Krieg ging vorher zu Ende und die Stadt Aachen verlieh ihm (dafür?) den Friedenspreis. Heimtückische Bombenleger wurden Vorbilder einer Nation und jetzt sind wir auf dem Höhepunkt der Entwick-lung - neben Entsetzen, Trauer, Wut und Angst tritt Ratlosigkeit. Appelle zum Einhalten, Bitten und Verhandeln sind lächerlich und werden nur als Schwäche und letztendlich Kapitulation empfunden: Terror kann oft nur durch Gegenterror gebrochen werden, und dieser kann nicht immer demokratische Rechte einhalten, wenn er Erfolg haben will, und er darf nicht aus Mitleid frühzeitig abgebrochen werden. Aber, nach einer weltweiten Ausrottung des Terrors geht die eigentliche Arbeit los: Es muß umfassende Gerechtigkeit einkehren, ein Weltgerichtshof alle Streitfälle neutral entscheiden - auch gegen die einzige Supermacht. Wenn Gerechtigkeit fehlt, und das hat sie in den letzten 100 Jahren wahrlich oft genug getan, wird es keinen Frieden geben. Ein zukünftiges Versagen wird nicht mehr zu korrigieren sein. Etwas können wir jedoch schon vorher tun: Der gesamte „Westen“ muß einhalten im grenzenlosen Ausleben aller Freiheiten! Das Aufzwingen des eigenen, angeblich einzig richtigen Lebensstils auf andere Kulturen, Religionen und Länder schafft nämlich nur neue, kleine Terroristen. 

Walter Held, Traunstein

 

 

Mäuslein auf weißem Zaunpfahl

Betr.: Folge 43 - „Denkmal Fried- richs des Großen enthüllt“

Nach zweistündiger Fahrt auf verregneter Autobahn erreichten wir das Wasserschloß Neuenheersee. Nach langer Suche fanden wir dann in einem Hinterhofgärtlein eine Minibüste des Großen Preußenkönigs in einem Format, so wie man sie manchmal auf Schreibtischen sieht. Diesmal allerdings auf einem dünnen Sockel, der eher einem weiß-angestrichenen Zaunpfahl glich. Mir ging die Galle über und ich schämte mich für unseren Großen König, der hier eher zu Witzfigur degradiert wird. Es ist traurig, was die hohe Enthüllungs-Prominenz für ein Mäuslein geboren hat. 

Robert Ernst, Swisttal/Miel

 

 

Seele der Nation

Betr.: Folge 40 - „Muttersprache - Mutterlaut“

Ihre Autorin des genannten Artikels schreibt von „Ostpreußisch“ und „Eigenheiten des Ostpreußischen“. Ich meine, solch ein Fehler sollte Ihnen nicht unterlaufen. Eine „ostpreußische Sprache“, oder besser, ostpreußischen Dialekt gibt es nicht. Durch Ostpreußen verläuft die sogenannte Benrather Linie, die hochdeutsche von niederdeutschen Dialekten oder Sprachen trennt.

Die Sprache ist die Seele der Nation, sie ist die Nation selbst, meinte der Niederländer Hal-bertsma. Und so steht es auch um die ostpreußische Seele des „ganzen“ Ostpreußen, der zumindest noch seinen Dialekt in der Nähe seiner Zunge hat.

Dr. Ulrich Neumann

 

 

Alles im Namen des Islam

Betr.: Folge 41 - „Falsche Toleranz“

Republikweit wetteifern die Medien mit den Gutmenschen darin, den Islam als Religion des Friedens zu exkulpieren. Friedfertig war er aber nie. Bereits der Prophet setzte seine Lehre in blutigen Schlachten durch. Und nach seinem Tod stritten die Muslime mit Mord und Krieg um seine Nachfolge. In über 200 Stellen ruft der Koran zur Verachtung und Gewalt gegenüber Ungläubigen auf. Man lese nur die Sure 8, „Die Beute“. Entsprechend erfolgte die schnelle Ausbreitung des Islam in Arabien, Ägypten, Nordafrika, im Orient bis Indien und nicht zuletzt in Teilen Europas mit Feuer und Schwert.

Die Balkanvölker leiden bis heute unter dem, was ihnen im Namen des Islam angetan wurde. In Algerien wird fast täglich Frauen und Kindern die Kehle durchgeschnitten, im Sudan werden Tausende von Christen versklavt, in Saudi-Arabien ist der Besitz einer Bibel strafbar, anderswo wird gesteinigt, verstümmelt, ausgepeitscht, und alles im Namen Allahs. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, sagt unser Evangelium. 

Adolf Frerk, Geldern

 

 

Artikel sind echte Alternative

Betr.: „Preußische Allgemeine Zeitung“

Mit großer Freude habe ich die Namenserweiterung in Ihrem Namenskopf festgestellt. Der Zusatz entlockte mir ein breites Lächeln, weil nun auch ich als preußischer Nachfahre das Gefühl habe, von einer Zeitung vertreten zu werden.

Ihre Artikel bieten eine echte Alternative zu linkspopulistischen Veröffentlichungen wie in der „TAZ“. Erfrischend finde ich die Objektivität, bei der zum Teil neue Informationsquellen verwendet werden und gleichzeitig Seitenhiebe in alle Richtungen verteilt werden. Gerade die bissigen Kommentare regen hierbei zum Nachdenken an und verdienen es durchdiskutiert zu werden. Hierfür vermisse ich allerdings eine „virtuelle“ Gesprächs- ecke, in der unter den Lesern die Themen weiter behandelt werden können. 

Ulrich Drübbisch, Ahrensburg

 

 

Volle Zustimmung

Betr.: Ostpreußenblatt

Wieder einmal möchte ich meine volle Zustimmung zu allen Beiträgen im Ostpreußenblatt ausdrücken. Immer wieder eine unserer besten Zeitungen.

Ursula Keßler, Marburg