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10.11.01 Zum Tod des Malers Horst Skodlerrak

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 10. November 2001


Märchenhafte Landschaften
Zum Tod des Malers Horst Skodlerrak

Er gilt als einer der letzten Vertreter der „klassischen Moderne“. Seine meist kleinformatigen Bilder sind geprägt von Magie und Zeichenhaftigkeit. Landschaften des Nordens sind ebenso zu finden wie die des Südens. Manches hat Horst Skodlerrak ins Märchenhafte verwandelt, anderes wieder wirkt als wundersames Zeichen - bunte Wimpel, ferne Segel, ein Leuchtturm vor dunkel drohendem Hintergrund. Eine stille Schwermut spricht aus seinen Ölbildern und Aquarellen.

Horst Skodlerrak wurde am 18. Januar 1920 in Jugnaten, Kreis Heydekrug, geboren. Mit seinem Lehrer an der Königsberger Kunstakademie, Alfred Partikel, durchwanderte er später seine östliche Heimat, notierte im Geiste seine Eindrücke und verarbeitete sie in seinen Bildern. Nach dem Zweiten Weltkrieg, an dem er als Soldat teilnahm, war es die Ostsee bei Travemünde, wo sich der Künstler mit Frau und Tochter niederließ und wo viele neue Bilder entstanden. Skodlerrak wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet; so erhielt er den Kunstpreis der Böttcherstraße Bremen, den Villa Romana Preis Florenz, das Norwegische Staatsstipendium, die Ehrengabe des Lovis-Corinth-Preises, war Ehrengast der Villa Massimo in Rom. Seit 1964 wirkte der Memelländer als Gastdozent, seit 1987 als Honorar-Professor an der früheren Muthesius Werkschule, der jetzigen Fachhochschule für Gestaltung in Kiel.

Am 29. Oktober nun hat Horst Skodlerrak in Lübeck diese Welt verlassen. Mit seinen Bildern, aus denen „unüberhörbar die Melodie des Meeres klingt“ (Gottfried Sello), hat er der Nachwelt sein Vermächtnis hinterlassen. os