19.01.2022

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05.01.02 Blick nach Osten

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 05. Januar 2002


Blick nach Osten

Nachdenken über Nizza

Dublin - Irlands Außenminister Cowen versprach kurz vor Weihnachten in einer europapolitischen Grundsatzrede, 2002 alles zu versuchen, um die Ratifikation des EU-Vertrages von Nizza doch noch zu ermöglichen. Die Iren haben mit ihrem Volksabstimmungs-Nein zu Nizza im letzten Juni die Osterweiterung der Union bis auf weiteres blockiert. Solange es nicht einen anderslautenden Referendumsentscheid gibt - bislang liegen keine konkreten Pläne für eine neue Volksabstimmung und erst recht kein fester Termin vor -, ist die Erweiterung allenfalls auf der Grundlage des Amsterdamer Vertrages möglich. Dieser sieht jedoch nur maximal fünf Beitrittsstaaten vor.

 

Rumänien: Visafreiheit

Bukarest - Rumäniens Bürger benötigen seit dem 1. Januar 2002 für Reisen in EU-Länder kein Visum mehr. Rumänien war der letzte Beitrittsbewerber, für den eine solche Einschränkung noch galt.

 

Parteien-Hickhack

Reval - Der estnische Ministerpräsident Mart Laar hat für den 8. Januar seinen Rücktritt angekündigt. Den Hintergrund für die Drohung bilden Streitigkeiten innerhalb der rechtsbürgerlichen Regierung aus Laars eigener Vaterlandspartei, der Reformpartei von Finanzminister Kallas und den Moderaten unter Außenminister Ilves. Die Reformpartei hatte unlängst eine entsprechende Koalition im Rat der Hauptstadt Reval (Tallinn) gesprengt und auf ein Zusammenwirken mit der oppositionellen Zentrumspartei hingewirkt.

 

Gelder für Ostforschung

Berlin - Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin hat 500 000 Euro für universitäre Vorhaben zur Erforschung der deutschen Kultur im östlichen Mitteleuropa und in Osteuropa bereitgestellt. Entsprechende Anträge können bis zum 30. Januar 2002 gestellt werden.

 

Kältetote in Polen

Warschau - Wegen einer Kältewelle sind in Polen während der letzten drei Monate über hundert Menschen erfroren. Ein Sprecher der Warschauer Polizei erklärte zu der für diese Jahreszeit sehr hohen Zahl, daß es sich in vier von fünf Fällen um Männer zwischen 40 und 60 Jahren gehandelt habe. Diese seien im volltrunkenen Zustand im Freien eingeschlafen. Zwischen hundert und zweihundert Todesfälle durch Erfrierungen pro Winter gelten in Polen als normal.