20.05.2024

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09.03.02 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 09. März 2002


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

gerade hatte ich die hübsche Geschichte von den „niesenden“ Klopsen in meiner Extra-Familie gebracht, da erhielt ich einen netten Brief von unserer Leserin Monika Hippler, daß sie das „echte“ Klops-Poem gefunden und es Frau Zentgraf zugesandt hätte. Es stammt aus dem Büchlein „Starker Tobbak“ des Altmeisters ostpreußischen Humors, Wilhelm Reichermann. Frau Zentgraf hat bestätigt, daß diese Version der von ihr gesuchten entspricht. Monika Hippler kann aber auch einen Erfolg melden: Sie hat das Gedicht von der „explodierenden Kaffeekann“ zweimal erhalten. Eine kurze und eine längere Version, der Titel der letzteren lautet „Jettchen Albat“.

Nach längerer Zeit meldet sich mal wieder „unser Eisenbahner“ Heiner Claaßen. Er hat inzwischen den Sprung vom Stuttgarter Hauptbahnhof in die Crailsheimer Gegend gemacht und wundert sich, wie viele alte Ostpreußen ihm dabei noch so über den Weg laufen. Und Ostpreußen spielt auch bei seinem Suchwunsch eine Rolle. Beim Umzug kam ihm ein Buch abhanden, das in unserer Heimat spielt: „Der Bahnhofsvorsteher von Kukoreiten“, geschrieben von unserm Landsmann Bruno Dumschat, der vor einiger Zeit in Wunstorf verstarb. Das Buch ist Anfang der 90er Jahre beim Verlag Wolfgang Schulze in Fulda erschienen. Sicher wird es jemand aus unserm Familienkreis besitzen und es - wenn er es nicht abgeben will - Herrn Claaßen leihweise überlassen, da dieser es für Recherchezwecke benötigt. (Rainer Claaßen, Birkenring 3 in 97618 Wülfershausen.)

Für eine Examensarbeit benötigt Antje Neumann Unterlagen über den Fluchtweg der Gumbinner. Sie meint, daß diese ziemlich geschlossen geflohen und bis Osterode gekommen sind. Wie ich der ausgezeichneten Heimatchronik von Fritz Weller aus Schweizertal („Unsere Heimat lebt - solange wir es wollen“) entnehmen kann, war das für die Bewohner des Kreises Gumbinnen befohlene Fluchtziel der damals als sicher geglaubte Kreis Osterode mit der vorgegebenen Treckroute Angerapp - Gerdauen - Rastenburg - Rößel - Allenstein. Tatsächlich sind einige der bereits im Oktober 1944 geflüchteten Gumbinner in das südliche Ostpreußen getreckt und mußten dann im Januar 1945 auch von dort fliehen. Wer kann seinen Fluchtweg - auch den weiteren - in Kurzform beschreiben und die Aufzeichnung Frau Neumann für die Examensarbeit zur Verfügung stellen? (Antje Neumann, Carl-von Ossietzky-Straße 5 a in 26129 Oldenburg.)

Einen Suchwunsch hat auch Kurt Fischer, der drei Jahre seiner Jugend in Königsberg verbrachte. Als Frühaufsteher schaltete er jeden Morgen das Radio ein und hörte das Frühkonzert vom Reichssender Königsberg. Dabei wartete er immer auf sein Lieblingsstück, das er zwar zuerst abgelehnt, sich dann doch daran so gewöhnt hatte, daß es schließlich zur Sucht geworden war, es zu hören. Es handelt sich um das von Ernst Fischer komponierte Stück „Sonnenaufgang“. Seit seiner Heimkehr aus Gefangenschaft hat unser Leser diese Komposition seines Namensvetters vergeblich gesucht - bis heute. Wer kann helfen? (Kurt Fischer, Wilhelminenweg 86 in 24768 Rendsburg.)

Unser Nachschrapselchen: Die vielen Angebote, ganze Ostpreußenblatt-Jahrgänge abzugeben, hat weitere Anbieter animiert. In unserer Redaktion wurde ein geschlossener Jahrgang 2001 abgegeben. Da liegt er nun und wartet auf einen Interessenten, der ihn abholt.

Eure

Ruth Geede