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16.03.02 Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 16. März 2002


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

zu Hause - und so sagen wir noch immer, wenn wir an unsere Heimat denken -, zu Hause könnten jetzt die ersten Leberblümchen ihre zartblauen Blüten öffnen. Dann breiten sich bald in den noch lichten Buchenwäldern die blauem Blumenteppiche aus - ein Anblick, der für alle unvergessen bleibt, die einmal den Vorfrühling in unserer Heimat erlebten.

Leberblümchen hat auch Irmgard Gläser auf ein Soldatengrab auf dem Friedhof von Limbach-Oberfrohna gepflanzt. Unweit davon haben Frau Gläsers Eltern ihre letzte Ruhe gefunden. Die Heimat verbindet über den Tod hinaus: Der in dem Grab bestattete Soldat stammt aus Königsberg. Dort wurde der Gefreite Erich Köppe am 15. Februar 1912 geboren. Er erlag in Limbach-Oberfrohna am 23. April 1945 wohl seinen Verwundungen oder einer schweren Krankheit. Irmgard Gläser fand die Leberblümchen auf einer Heimatreise in einem Wald bei Lyck, nahm sie mit und pflanzte sie auf das mit Efeu bedeckte Soldatengrab als Gruß aus der gemeinsamen Heimat. Da das Grab gepflegt wird, vermutet Frau Gläser, daß es noch Angehörige von Erich Köppe gibt. Sie möchte gerne mit diesen in Verbindung treten. (Irmgard Gläser, Am Sportplatz 9 in 09247 Kändler.)

Auch Arnold H. Leeschnis (oder Leenchnis) beschäftigt sich mit einem Namen, den er auf einem Grabstein auf dem Friedhof von Bunde (Ostfriesland) fand. Er las den Namen der dort Bestatteten, der in der Region nicht geläufig ist: Margot von Cölln, geb. von Dolega-Korzierowski, * 21. 12. 1921, † 2. 6. 1979. Herr Leeschnis möchte nun gerne wissen, woher die Verstorbene stammt, ob aus unserer Heimat oder aus einer anderen Region der deutschen Ostgebiete, wie er vermutet. (Arnold H. Leeschnis, Steinhausstraße 13 in 26831 Bunderhee/Ostfriesland.)

Uwe Motzkuhn ist ein begeisterter Leser des Ostpreußenblattes und damit auch unserer Familienspalte. Seine Familie stammt aus Ostpreußen, wie der Name zweifellos besagt - und um diesen geht es ihm auch in seiner Frage. Er fand auf einer alten ostpreußischen Landkarte den Ort „Motzkuhnen“ und bat um Aufklärung, ob dieser etwas mit seinem Familiennamen zu tun hätte. Mit Sicherheit dürfte der kleine Ort im Kreis Goldap, der 1938 in „Motzken“ umbenannt wurde, denselben Ursprung wie sein Name haben, aber ob die Familie auch aus dem Ort stammt, ist wohl nicht mehr festzustellen. Trotzdem möchten wir ehemalige Bewohner diese nur 73 Einwohner zählenden Ortes fragen, ob der Name dort auch als Familienname vorkam. Außerdem würde sich unser Leser freuen, wenn sich Namensvettern (natürlich auch -kusinen) melden, denn Herr Motzkuhn möchte nach jahrzehntelangem Auslandsaufenthalt die Ursprünge zu seiner Familie wieder herstellen. Eltern und Großeltern kann er nicht mehr befragen; sie sind verstorben. Aber vielleicht hilft ihm ja unsere Familie auch in bezug auf seine Familie weiter. (Uwe B. Motzkuhn, Im Winkel 2 in 29389 Bodenteich.)

Jutta Seifert hat von ihrer Großmutter ein kleines gerahmtes Hundebild geerbt, das die Signatur W. Priess trägt. Der Name kam in Willenberg vor, wo ihre Großeltern bis 1920 lebten. Frau Seifert hat festgestellt, daß es in der dortigen Stadtverwaltung einen Beamten dieses Namens gab, dazu einen Flieger Priess, der 1944 in Friedrichshof notlanden mußte. Der Maler dürfte auch aus Willenberg stammen. Wer kann darüber Auskunft geben, denn Frau Seifert möchte das Bild eventuellen Nachkommen überlassen. (Jutta Seifert, Alfred-Randt-Straße 33 in 12599 Berlin.)

Eure

Ruth Geede