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16.03.02 Westpreußische und Danziger Kulturtage im Gerhart-Hauptmann-Haus

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 16. März 2002


»Unsere Zukunft heißt Europa«
Westpreußische und Danziger Kulturtage im Gerhart-Hauptmann-Haus

Vorträge, Dia-Präsentationen und eine Dokumentarausstellung informieren im Rahmen der Westpreußischen und Danziger Kulturtage über Geschichte, Kunst und Kultur des Landes am Unterlauf der Weichsel. Die gemeinsame Veranstaltung der Landsmannschaft Westpreußen, Kreisgruppe Düssel- dorf, des Bundes der Danziger, Kreisgruppe Düsseldorf, und der Stiftung »Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum«, wurde im Gerhart-Hauptmann-Haus am 1. März zugleich mit der von Hans-Jürgen Schuch betreuten Ausstellung »Elbing 1901 - 1945. Zur Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert«, eröffnet. Die Düsseldorfer Chorgemeinschaft Ostpreußen-West- preußen-Sudetenland unter der Leitung von Karin Kämpf trat bei dieser Gelegenheit mit einem Volkslieder-Potpourri vor das Publikum.

Siegfried Sieg, Bundessprecher der Landsmannschaft Westpreußen, betonte am Rande seines Vortrages »Westpreußen im Wandel der Geschichte«, daß Preußen in diesen Tagen eine Art Renaissance zu erleben scheint. Daher sei es heute überaus wichtig, den Blick in die Zukunft zu richten, ohne jedoch die Vergangenheit und die Geschichte zu vergessen. »Unsere Zukunft heißt Europa« - betonte der Redner.

Anhand einiger Beispiele bot Sieg Einblicke in die wechselvolle Vergangenheit des Landes. Die Entwicklung der geschichtsträchtigen Stadt Thorn - deren historische Altstadt übrigens wie auch die Marienburg an der Nogat von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde - war einer der Themen-Schwerpunkte. Sieg verwies auch auf die einschneidenden Änderungen im Weichselland nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und auf die schicksalhaften Ereignisse der Flucht und Vertreibung aus der jüngsten Geschichte.

Im Rahmen der Westpreußischen und Danziger Kulturtage 2002 gab es ferner (7.03.) den interessanten Vortrag des gebürtigen Danzigers, Prof. Dr. Jürgen Born, zum Thema »Danziger Dichter in den Jahren des Freistaats« (1920-1939)«. Der Beitrag will die zeitgeschichtlichen Umstände kennzeichnen und das politische Klima charakterisieren, in dem unter anderem Gedichte von Willibald Omankowski/Omansen, Martin Damß und Franz Erdmann entstanden sind. Hervorzuheben sind auch die Dia-Vorträge von Hans-Jürgen Schuch »Die Marienburg. Ein historisches Baudenkmal an der Nogat« (18.03.) und Martin Holland »Danzig - Gestern und heute. Geschichte einer alten Heimat« (25.03.). M.D.

Mit ihrer Leistung unterstrichen die Sänger den feierlichen Rahmen: Der viel beachtete Auftritt des Chores unter der Leitung von Karin Kämpf. Foto: M. Dovids