26.01.2022

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13.04.02 / Blick nach Osten

© Das Ostpreußenblatt / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 13. April 2002


Blick nach Osten

Bahnbrechendes Urteil

Warschau - Das Oberste Verwaltungsgericht Polens sprach am 1. Februar der in der Bundesrepublik lebenden oberschlesischen Familie Jauernik ihren 1948 enteigneten Besitz samt rückwirkender Pacht für zehn Jahre zu. Wie die Zeitung Unser Oberschlesien am 25. März berichtete, hatte das umstrittene Objekt, eine Mühle in Pawlowitzke (Kreis Cosel), die Ministerien und Gerichte seit 1990 in Atem gehalten. Die als Autochthone eingestuften und 1946 mit der polnischen Staatsbürgerschaft versehenen Jauerniks waren 1961 ausgesiedelt, ohne das alte Eigentum jemals aufzugeben. Vor gut zwei Jahren erkannte das Wirtschaftsministerium ihr Ersuchen schließlich als rechtmäßig an, wogegen der heutige Betreiber der Mühle vergeblich klagte.

 

Beutekunst-Ausstellung

St. Petersburg - In der Kirche des Petersburger Winterpalastes werden seit 2. April erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg 15 erbeutete Bleiglasfenster aus der Marienkirche in Frankfurt/Oder der Öffentlichkeit gezeigt. Die insgesamt 111 kunstvoll bemalten Fenster lagerten fast 60 Jahre in der Eremitage und sollen laut einer deutsch-russischen Vereinbarung im Sommer an ihren Herkunftsort zurückkehren.

 

DOD in neuer Gestalt

Bonn - Der Deutsche Ostdienst (DOD) ändert sein äußeres Bild und die Erscheinungsweise. Der Informationsdienst des Bundes der Vertriebenen kommt ab 18. April nicht mehr wöchentlich heraus, sondern als Monatsmagazin.

 

Nein zu Staatenbund

Belgrad - Zwei aktuelle Meinungsumfragen zeigen, daß eine Mehrheit der Serben den neuen Staatenbund mit Montenegro offenbar ablehnt und eine totale Trennung bevorzugen würde. Eine Telefonumfrage des Staatsfernsehens ergab 4100 Stimmen für die Loslösung und 637 für den gemeinsamen Staat. Eine Erhebung des Marten Board International ermittelte eine 65prozentige Ablehnung der Union.

 

Königlicher Kandidat

Sofia - Bulgariens Ministerpräsident Simeon Saxecoburggotski (Ex-Zar Simeon II. von Sachsen-Coburg) hat am 1. April überraschend angekündigt, sich für den Vorsitz der regierenden "Nationalen Bewegung für Simeon II." zu bewerben. Die Umformierung des Wahlbündnisses zu einer Partei erfolgte am 6. April.