22.01.2022

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15.06.02 / Die ostprteußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 15. Juni 2002


Die ostprteußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

es geht wieder einmal um Familienforschung. Da übersendet mir eine Schreiberin, die durch eine Leserin von unserer Ostpreußischen Familie gehört hat, ihren bis 1731 zurückgehenden Stammbaum mit der Bitte, die Namen der noch fehlenden Vorfahren einzusetzen - alle-samt aus dem 18. Jahrhundert! Nun pflegen mich liebe Landsleute mitunter als "wandelndes Ostpreußenarchiv" zu bezeichnen, aber Stammbäume kann ich nicht komplettieren, da muß ich nun wirklich passen. Das ist auch nicht Sinn und Zweck unserer ostpreußischen Familie, die ja eine Lesergemeinschaft ist, die hilft, Wünsche zu erfüllen, wenn diese im Bereich des Möglichen liegen. So können wir auf dem Gebiet der Familienforschung nur nach vermutlichen Verwandten oder Vorfahren unserer Leser suchen, auch wenn diese das "siebente Wasser vom Kissehl" sind, wie man bei uns sagt - wenn es sich also um sehr weitläufige Verwandschaft handelt.

Wie in diesem Fall, wo es um die Familien Wernien und Stadie geht, die aus Friedland, Kreis Bartenstein, stammen, wobei der Schwerpunkt der Suche auf der letztgenannten Familie liegt. Der Urgroßvater der Schreiberin Brigitte Ammon war Otto Wernien, Polizeiassessor in Friedland. Kurz vor seinem Tode 1935 vermachte ihm ein nach Amerika ausgewanderter Cousin eine Erbschaft, die er allerdings mit anderen Verwandten teilen mußte. Der Erblasser war Robert Stadie aus Los Angeles, der kinderlos verstarb. Einen Teil seines Vermögens erhielten auch die Armen der Stadt Friedland, die wahrscheinlich sein Geburtsort war. Da Frau Ammon aber diese Verwandschaft nicht ganz klären kann, fragt sie also nach möglichen Nachkommen dieser Friedländer Familien und bittet auch um eventuelle Auszüge aus Kirchenbüchern. (Zuschriften an Brigitte Ammon, Heinestraße 67 in 47179 Duisburg/ Walsum.)

Unsere Leserin Minna Weiher, deren Suchwünsche ich vor einigen Monaten veröffentlichte, konnte mir einen Teilerfolg mitteilen, der allerdings nicht durch unsere Familie zustande kam, sondern durch den Heimatbrief der Kreisgemeinschaft Mohrungen. Frau Weiher hatte nach dem Verbleib der Familie Klautke aus Seegertswalde gefragt und bekam nun die Gewißheit, daß die Gesuchten die Flucht überstanden hatten und vor einigen Jahren in Thüringen verstorben sind. Nun hofft Frau Weiher, daß sich auch noch ihre andere Suchfrage klärt, nämlich die nach der Fammilie Buchholz aus Königsberg, Sternwartstraße 5. Fritz Buchholz heiratete 1941 Lydia Wendland, die bei Pflegeeltern in Seegertswalde aufgewachsen war. Von dieser ehemaligen Brieffreundin möchte Frau Weiher etwas erfahren. (Minna Weiher, Kasseler Straße 5 in 34613 Schwalmstadt.)

Familienforschung betreibt auch unser 1922 in Weißenstein, Kreis Samland, geborener Landsmann Werner Reglitzki. Die väterliche Linie kann er bis 1780 zurückverfolgen, aber mit der mütterlichen hat er Schwierigkeiten. Seine Mutter Auguste, geb. Eisenblätter, wurde am 14. Januar 1897 in Groß Randenau geboren. Dieser Ort liegt mit großer Wahrscheinlichkeit im Kreis Preußisch Eylau, denn sein Großvater Julius Eisenblätter und seine Großmutter wurden 1891 in der Kirche von Almenhausen getraut. Kann jemand über Groß Randenau etwas aussagen - war es ein Gut, wurde es später eingemeindet, und zu welchem Standesamt gehörte der Ort? Herr Reglitzki wäre sehr froh, wenn er seinen Kindern einmal eine vollständige Ahnentafel hinterlassen könnte: "... damit sie sehen, wo ihre Wurzeln sind!" (Werner Reglitzki, Krandelstraße 4 B in 27793 Wildeshausen.)

Eure

Ruth Geede