21.04.2024

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22.06.02 / Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 22. Juni 2002


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Lesern
Ruth Geede

Lewe Landslied,

diejenigen, die als treue Leserschaft zu unserer "Ostpreußischen Familie" gehören, wissen, daß ich mit dieser plattdeutschen Anrede meine "lieben Landsleute" anspreche. Aber inzwischen hat sich der Kreis so erweitert, daß ich auf unseren Extra-Familien-Seiten, die mir mehr Platz gewähren als diese Wochenspalte, noch hinzusetzen muß: "... und Freunde unserer Ostpreußischen Familie". Und sicher dürfte an diesem Wochenende in Leipzig auch unsere Ostpreußische Familie neue "Landlied" wie "Freunde" gewinnen, wenn diese - vielleicht zum ersten Mal - Das Ostpreußenblatt in Händen halten.

Deshalb eine Kurzinformation über das Aufgabengebiet unserer Ostpreußischen Familie im Rahmen der Redaktionsarbeit. Sie ist weitaus mehr als ein Leserbriefkasten, sondern eine Art Schaltstelle für Wünsche, Fragen und Antworten, die Verbindungen zwischen Menschen in aller Welt bezweckt. Vor genau 30 Jahren gegründet, galt sie zuerst den vertriebenen Landsleuten, die sich einsam und vergessen fühlten. Sie sollten wissen, daß wir für ihre Fragen und Wünsche nicht nur ein Ohr hatten, sondern diese auch weitergaben und so durch unsere Leserschaft zur Erfüllung beitrugen. So ist aus bescheidenen Anfängen unsere Ostpreußische Familie eine Art Institution geworden, die aufgrund der vielen Erfolge im deutschen Blätterwald als einmalig gilt. Vor allem aufgrund der Zusammenführung von Menschen, die vor mehr als einem halben Jahrhundert auseinandergerissen wurden, der Aufklärung von Schicksalen, des Auffindens von unersetzbaren Relikten aus der Vergangenheit unserer Heimat und damit der Erhaltung ostdeutschen Kulturgutes.

Vermißtenschicksale greifen wir dann auf, wenn alle Nachforschungen ergebnislos blieben. Die Suchfragen, die detailliert geschildert werden müssen und dadurch viel Platz benötigen, werden in den unregelmäßig erscheinenden Extra-Familien-Seiten behandelt. In der Wochenspalte, die ihren ständigen Platz auf dieser Seite hat, sind die Wünsche zu finden, für die nur wenige Zeilen benötigt werden. So wie diese:

"Ich suche die Geschwister meiner Großeltern und deren Nachkommen bzw. Landsleute, die Hinweise geben könnten", schreibt Simone Penner aus Berlin. Ihre Großeltern waren Josef Penner, * 15. 10. 1902 in Braunswalde. Kreis Stuhm, gefallen 1944, und Therese, geb. Burkowski, * 13. 12. 1903 in Seubersdorf, † 26. 12. 1977 in Bützow. Das Ehepaar wohnte bis zur Vertreibung auf einem Bauernhof in Groß Rosainen und hatte fünf Kinder: Hildegard, Horst, Georg, Lieselotte und Sigfried. (Simone Penner, Rudolf-Seiffert-Straße 64 in 10369 Berlin.)

Wer kann etwas aussagen über den Bildhauer und Kunsthandwerker Alfred Jorende aus Insterburg? Seine Enkelin Gisela Malik aus Kanada und Hella Leuchert-Altena aus Berlin - Nichte der Bildhauer Otto und Erich Drengwitz - würden gerne mehr über Leben und Wirken des Künstlers wissen. Zuschriften bitte an uns.

Waltraut Braklow sucht für eine gute Bekannte das Buch "Wenn alle Dämme brechen" von Edwin Erich Dwinger, auch als Leihgabe. Sie selber wünscht sich den Text von dem Lied "Gefangen in maurischer Wüste ..." (Waltraut Bracklow, Reinbeker Redder 208 in 21031 Hamburg.)

So, das wären drei sehr unterschiedliche Anliegen. Übrigens: Die Extra-Familie in dieser Ausgabe erbringt den Beweis, wie groß und erfolgreich das Echo auf die in un- serer Kolumne veröffentlichten Wünsche ist. Lest und staunt!

Eure

Ruth Geede