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21.09.02 / Minderheit im eigenen Land

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. September 2002


Minderheit im eigenen Land
Zuwanderung - erst kurz vor Schluß ein Wahlkampfthema

Deutschland im Jahre 2050: Etwa jeder fünfte Einwohner ist Ausländer; in Großstädten wie Hamburg, München oder Frankfurt liegt der Anteil sogar über 50 Prozent. Eine Entwicklung übrigens, die sich schon Jahrzehnte vorher deutlich abgezeichnet hatte - in den Metropolen an Elbe, Isar und Main wird schon im Jahre 2010 bei den unter 40jährigen jeder zweite nicht mehr deutscher Abstammung sein. In den Schulen ist der Zuwandereranteil noch höher anzusetzen. In vielen Regionen werden die Deutschen zur Minder- heit im eigenen Land.

Es handelt sich hier nicht um "Horrorzahlen" im Zuge einer Angstkampagne und erst recht nicht um "ausländerfeindliche" Zahlenmanipulationen. Die Hoch- rechnungen wurden, mit sauberen wissenschaftlichen Methoden, erstellt von renommierten Forschern wie Prof. Herwig Birg (Universität Bielefeld) oder Prof. Rainer Münz (Humboldt-Universität Berlin). Sie beschreiben, wie sich das neue rot-grüne Zuwanderungsgesetz auf die Struktur der Bevölkerung in Deutschland mittel- und langfristig auswirken wird. Bleibt es unverändert in Kraft (was die derzeitige Opposition ja verhindern will), dann muß bereits ab 2004 mit 100.000 zusätzlichen Zuwanderern pro Jahr gerechnet werden; insgesamt wird die Nettozuwanderung dann bei 300.000 liegen.

Es wird sich, so ist zu befürchten, dabei in erheblichem Umfang um eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme handeln. So sehen die aktuellen Zahlen aus: die sogenannte Bezugsquote beträgt bei der Arbeits- losenhilfe für Deutsche 9,9 Prozent, für Ausländer 18,4 Prozent. Die entsprechenden Zahlen bei der Sozialhilfe: Deutsche 2,8 Prozent, Ausländer 8,1 Prozent.

Das ifo-Institut und das Max-Planck-Institut für ausländisches Sozialrecht haben auf der Basis dieses Zahlenmaterials eine besorgniserregende Rechnung aufgemacht: Bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu zehn Jahren kostet die Zuwanderung in die Sozialsysteme pro Kopf und Jahr über 2.300 €, zahlbar vom deutschen Steuerzahler. Und erst nach 25 Jahren Aufenthalt gleichen sich beim Durchschnitts-Zuwanderer Leistungen und Einzahlungen aus. Die Behauptung, wir bräuchten Zuwanderung, um unser Rentensystem zu stabilisieren, erweist sich also als verlogene Multikulti-Propaganda.

Zudem haben wir uns nicht nur auf massenhafte Zuwanderung in unser Sozialsystem einzustellen, sondern auch auf verstärkte "Zuwanderung" in Gerichtssäle und Haftanstalten. Der Anteil an den Tatverdächtigen ist bei Ausländern zweieinhalbfach so hoch wie bei Deutschen; dabei sind "ausländerspezifische Delikte" (Paßvergehen, illegale Einwanderung usw.) bereits ausgeklammert.

Sowohl dieser extrem hohen Kriminalitätsquote als auch dem Sozialmißbrauch energischer entgegenzutreten liegt übrigens nicht nur im berechtigten Interesse der Deutschen, sondern auch der Mehrheit der hier lebenden fleißigen, integrationswilligen und gesetzestreuen Zuwanderer. Schon aus diesem Grunde ist es lächerlich, das Öffentlichmachen dieser Fakten als "ausländerfeindlich" und "populistisch" zu diffamieren.

Wundern muß man sich allerdings auch, warum dieses Thema erst jetzt, wenige Tage vor der Wahl, von den Politikern wiederentdeckt wird. Durfte der "mündige Bürger" vorher nicht erfahren, wer hier noch deutsche Interessen vertritt - und wer unser Land zur Multikulti-Gesellschaft umbauen will? Die endlich in Gang gekommene Diskussion über das Zuwanderungsrecht erzeugt keine Ängste - sie ist nötig, um Ängste abzubauen. H.J.M.