21.04.2024

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21.09.02 / Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. September 2002


Die ostpreußische Familie
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Ruth Geede

Lewe Landslied,

es fällt mir wirklich leicht, mit Erfolgsmeldungen zu beginnen, denn unsere Ostpreußische Familie hat wieder großartig gespurt. Gedichte haben sich eingefunden wie "Des Schiffsjungen Weihnacht", das Jochen Wiedemann suchte, und auch das von Waltraut Bayer gewünschte Gedicht "Mit dem alten Förster heut bin ich durch den Wald gegangen ..." von Emanuel Geibel. Ganz besonders gefreut haben sich Käthe Wittke und ihre Klassenkameradin, für deren 80jährigen Mann sie ein Lied suchten, von dem sie nur noch den Refrain wußten: "Mutter, hör, die Glocken läuten, der Vater kommt nach Hause!" Jetzt halten sie den vollständigen Text des Gedichtes "Das Bergmannskind" von Hans Bastyr in den Händen. Zugesandt von unserer immer hilfsbereiten Erika Herzberg aus Namibia! Frau Wittke schreibt: "Man sieht immer wieder, unser Ostpreußenblatt wird in der ganzen Welt gelesen. Habe kaum geglaubt, daß es möglich sein wird, dieses Lied zu finden." Ich übrigens auch nicht!

Und auch daran hatte ich nicht so recht geglaubt: Die von Ilse A. Bannick entdeckte Ansichtskarte "Gruß aus Schönwiese" konnte nun richtig eingeordnet werden. Man bedenke: Es gab allein in unserer Heimat 27 Orte mit diesem Namen, und es war fraglich, ob es sich überhaupt um ein ostpreußisches Dorf handelte. Stimmte aber, denn unser Landsmann Siegfried Teubler aus Neu Wulmstorf durchforstete sein umfangreiches Ostpreußenarchiv und fand im Deutschen Reichs-Adreßbuch für Industrie, Gewerbe und Handel, Stand 1905, folgende Eintragung: "Schönwiese, Dorf im Kreis Pr. Eylau, 526 Einwohner, Gasthöfe: C. Reinhardt." Und eben dieser Gasthof ist auch auf der sehr alten Postkarte abgebildet. Frau Bannick freut sich natürlich sehr und - hat wieder einen Wunsch: Sie sucht für sich und ihre Heimatfreundin das Lied "Mein Vater war ein Jägersmann ...", das sie vor Jahren im Radio hörte. Die angeschriebenen Rundfunkanstalten mußten passen. Aber wohl nicht unsere Familie, wie ich nach den vielen Erfolgen glaube! (Ilse A. Bannick, Marienhofweg 29 in 25813 Husum.)

Wobei ich endlich bei den neuen Wünschen bin, und die werden nun wirklich nicht leicht zu erfüllen sein. Auf einer Heimatreise besuchten Mathilde Möck und Sohn Klaus auch ihr Heimatdorf Weißenstein und das benachbarte Uderwangen. Sie stellten fest, daß dort die Meierei wieder aufgebaut wurde und ein sehr gut schmeckender Käse hergestellt wird. Die jetzigen Betreiber, ein russisches Ehepaar, sind mit großer Begeisterung dabei und möchten wissen, ob es noch alte Baupläne oder Lagezeichnungen gibt. Gesucht wird vor allem die Stelle, wo sich der bisher nicht entdeckte Brunnen befindet. Frau Möck fragt nun, ob der ehemalige Besitzer der Meierei, seine Nachkommen oder ehemalige Mitarbeiter Angaben hierüber machen können. Sie möchte so gerne dem netten und fleißigen Ehepaar behilflich sein. (Mathilde Möck, Jahnstraße 52 in 22869 Schenefeld.)

Zum Thema Ahnenforschung Johanna Ambrosius: Herr Poeppel hat sich sofort mit dem Urenkel der Dichterin in Verbindung gesetzt, aber dieser besitzt leider keine Angaben über die 1876 geborene Tochter von Johanna Ambrosius, verehelichte Voigt. Diese Tochter Marie Voigt soll mit einem Königsberger Kaufmann verheiratet gewesen und 1906 bei der Geburt ihres zweiten Kindes verstorben sein. Der Ehename von Marie Voigt ist unbekannt. Wer kann hier weiterhelfen? (Herbert Poeppel, Hirtenweg 20 in 30163 Hannover.)

Und ich sage noch ein herzliches Dankeschön an alle, die mir die gesuchten Gedichte zugesandt haben.

Eure

Ruth Geede