15.04.2024

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05.10.02 / Gestochene Fotos / Historischer Bildband über Königsberg

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 05. Oktober 2002


Gestochene Fotos
Historischer Bildband über Königsberg

Dieses Buch ist ein Nachtrag und eine Ergänzung zum einseitig auf Berlin-Brandenburg ausgerichteten "Preußenjahr" 2001. Von den deutschen Städten wurde Königsberg, die Wiege Preußens, wohl am schwersten zerstört.

Was bleibt, sind alte Bilder, Fotos, Stiche, Land- und kolorierte Postkarten. Die Preußische Staatsbibliothek in Berlin hat aus ihren Archiven eine repräsentative Auswahl getroffen. Manches ist schon aus diversen Veröffentlichungen bekannt, am exklusiven Charakter dieses Bandes ändert das nichts. Dazu trägt auch seine gestochen scharfe Druck-qualität bei. Er enthält sogar einen Königsberger Stadtplan von 1928, zum Herausnehmen und Auseinanderfalten. Berücksichtigt wurde auch die Königsberger Umgebung mit ihren Kirchen, Gutshäusern und Ordens- burgen.

Das Geleitwort von Marion Gräfin Dönhoff ist einer der letzten Texte aus der Feder der vor einigen Monaten verstorbenen Herausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit. Sie hat betont, daß das Königsberger Kapitel "noch nicht abgeschlossen" sei, denn als Kaliningrad "lebe die Stadt weiter", und die heutigen Bewohner suchten nach den Königsberger Wurzeln. Peter Wörster hat diesen Hinweis in seinem Essay "Gedanken zur Geschichte Ostpreußens" aufgenommen. Er schreibt: "Geographie und Geschichte des Landes, die über fast fünf Jahrzehnte verdrängt, ja geleugnet wurden, werden, wenn nicht weitere Eingriffe von außen stattfinden, die Entwicklung bestimmen. Historische Grundlagen und Verbindungen werden in zunehmendem Maße wieder aktuelle politische Bedeutung bekommen." So möge es sein. Thorsten Hinz

Antonius Jammers (Hg.): "Königsberg und sein Umland in Ansichten und Plänen aus der Staatsbibliothek zu Berlin", Henschel-Verlag, Berlin 2002, 248 Seiten, 175 Abb., geb., 29,90 Euro