15.06.2024

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07.12.02 / Blick nach Osten

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 07. Dezember 2002


Blick nach Osten

Keine Direktwahl

Prag - Das tschechische Abgeordnetenhaus sprach sich am 27. November gegen zwei Gesetzesvorlagen aus, die eine Direktwahl des Nachfolgers von Präsident Havel vorsehen. Das neue Staatsoberhaupt wird somit Anfang nächsten Jahres von den beiden Kammern des Parlaments bestimmt.

 

Zusätzliche EU-Beamte

Budapest - Bereits im kommenden Jahr soll die Bürokratie der Europäischen Union um annähernd 500 Beamte aus den neuen Mitgliedsländern wachsen. Diese Pläne aus Brüssel gab im November der deutsche EU-Botschafter in Ungarn, Jürgen Köppen, bei einem Geschäftsessen mit österreichischen und schweizerischen Wirtschaftsverbänden bekannt.

 

Bevölkerungs-Zuwachs

Warschau - In der Republik Polen leben zur Zeit 38,3 Millionen Menschen. Diese Zahl gehört zu den kürzlich bekannt gewordenen ersten Ergebnissen der Volkszählung vom 21. Mai bis 8. Juni. Sie liegt um 420 000 höher als beim letzten Zensus von 1988.

 

Historische Eröffnung

Budapest - Die deutschsprachige Andrássy-Universität in Budapest wurde am vergangenen Wochenende in Anwesenheit des ungarischen Präsidenten Mádl und seines deutschen Amtskollegen Rau offiziell eröffnet. Die erste deutschsprachige Hochschule außerhalb des geschlossenen deutschen Sprachraums seit dem Zweiten Weltkrieg hat ihren Lehrbetrieb bereits zum Herbstbeginn aufgenommen (siehe auch den Artikel "Konservative Kaderschmiede" in OB 24/02, S. 6).

 

Paßvergabe gebremst

Bukarest - Die Bewohner der Republik Moldawien ( Bessarabien) müssen für zunächst sechs Monate auf die Möglichkeit zum Wiedererwerb der rumänischen Staatsangehörigkeit verzichten. Das entschied Ende November die Bukarester Regierung und wies auf den sprunghaften Anstieg entsprechender Gesuche hin. Offiziellen Angaben zufolge haben allein zwischen August und November dieses Jahres über 13 000 Moldawier den Paß des "großen Bruders" beantragt, der ihnen Reise- und Arbeitsmöglichkeiten nicht nur in Rumänien, sondern im gesamten EU-Raum eröffnet (siehe auch den Artikel "Risse an der Peripherie" in OB 48/02, S. 6).