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07.12.02 / Aus den Heimatkreisen

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 07. Dezember 2002


Aus den Heimatkreisen

Allenstein-Land

Kreisvertreter: Leo Michalski, Adolf-Westen-Straße 12, 42855 Remscheid, Telefon und Fax (0 21 91) 2 45 50. Geschäftsstelle: Gemeindeverwaltung Hagen a. T. W., Postfach 12 09, 49170 Hagen a. T. W., Tel. (0 54 01) 97 70

Der Kreisvertreter beim Landratsamt in Allenstein und bei Bürgermeistern in der Heimat - Leo Michalski nutzte die Zeit seines Aufenthalts in Allenstein zu Gesprächen mit Kommunalverwaltungen. Er wurde vom Landrat Adam Sierzputowski und dem Ersten Sekretär (OKD) Andrej Szeniawski empfangen. Im Kreisgebiet galt sein Besuch insbesondere den Bürgermeistern der zum Landkreis neu hinzugekommenen Städte und Gemeinden, so in Hohenstein, Bischofsburg, Seeburg und Groß Köllen. Aber auch Wartenburg, Diwitten, Groß Purden und Jonkendorf standen auf seinem Plan. Hauptbesprechungspunkte waren Partnerschaft, Schulen, Lazarusstationen und Feuerwehren, beim Landrat auch die Wegkapellen im Kreisgebiet. In Sachen Partnerschaft bestehen konkrete Absprachen zwischen Hohenstein und Bad Iburg, zwischen Bischofsburg und Bramsche sowie zwischen Purden und Bissendorf. Weitere Partnerschaften sind in Aussicht genommen zwischen Diwitten und Dissen, zwischen Seeburg und Bad Laer sowie zwischen Groß Köllen und Belm. Wartenburg, Guttstadt, Jonkendorf und Stabigotten haben bereits Partnerschaftsverträge abgeschlossen. Aus dem Schulbereich ist zu vermelden, daß im Landkreis in nahe- zu allen weiterführenden Schulen Deutsch als zweite Fremdsprache unterrichtet wird. Das neu erbaute Gymnasium in Wartenburg wird voraussichtlich im Februar des kommenden Jahres mit 700 Schülern den Schulbetrieb voll und ganz aufnehmen. Die Kreisgemeinschaft hat ihre Unterstützung angeboten bei der Beschaffung von Mitteln des Bundesinnenministeriums zur Finanzierung eines multimedialen Bibliothekzentrums für die Schüler des Wartenburger Gymnasiums. Der Osnabrücker Landrat hat signalisiert, daß er die Kosten für die Einrichtung eines Physikraumes übernehmen werde. In Sachen Sozialstationen besteht in Hohenstein eine solche des Johanniterordens. Lazarusstationen gibt es im Kreisgebiet in Groß Kleeberg in der Gemeinde Purden und in Bischofsburg. Großes Interesse an der Errichtung einer Lazarusstation besteht derzeit in Wartenburg, Seeburg und Diwitten. Die Kreisgemeinschaft bot ihre Unterstützung in der Planung an. In Wartenburg suchten die Vorstandsmitglieder Leo Michalski, Kanonikus Johannes Gehrmann und Horst Tuguntke sowie Elli Michalski als Protokollführerin den Bürgermeister im Rathaus auf und dann zusammen mit ihm die Feuerwache auf dem einstigen Viehmarkt. In Anwesenheit städtischer Feuerwehrführer und des Kreisbrandmeisters aus Allenstein wurde das kürzlich von der Patengemeinde Hagen a.T.W. überstellte Feuerwehrauto auf den Namen "Leo" getauft. Der Kreisbrandmeister berichtete, daß die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wartenburg mit fünf Feuerwehrfahrzeugen am besten im Kreisgebiet ausgerüstet sei, gefolgt von Hohenstein mit vier und Guttstadt mit drei Feuerwehrautos. Der Kreisvertreter machte der Wartenburger Feuerwehr aus Mitteln der Kreisgemeinschaft ein Geldgeschenk von 250 Euro zum Ankauf von neuen Feuerwehrschläuchen (70 Meter). Auch unter den übrigen Feuerwehren im Landkreis Allenstein bestehen gute Kontakte zu Feuerwehren im Landkreis Osnabrück. Die Gemeinde Jonkendorf kann im kommenden Jahr mit der Überstellung eines gebrauchten Feuerwehrfahrzeuges aus ihrer Osnabrücker Patengemeinde Badbergen rechnen. Elli Michalski hatte von allen Begegnungen Aktenvermerke niedergelegt oder, soweit sie zugegen war, über die Verhandlungen Protokolle erstellt. Diese sind den Mitgliedern des Kreisausschusses inzwischen zugegangen.

Ebenrode (Stallupönen)

Kreisvertreter: Paul Heina­cher, Telefon (0 41 83) 22 74, Fax (0 41 83) 23 68, Lindenstraße 14, 21266 Jesteburg. Geschäftsstelle: Brigitta Heyser, Telefon (0 51 91) 97 89 32, Billungstraße 29, 29614 Soltau

Ida Britt, geborene Gerber, begeht am 3. Dezember ihren 100. Geburtstag - Seit eineinhalb Jahren wohnt Ida Britt in Alsfeld im Haus Stephanus. Sie hat auf eigenem Wunsch das Heim ausgewählt und dankbar angenommen, fühlt sich dort wohl und wird liebevoll betreut. Im Altwerden folgt sie ihrer Mutter, die ebenfalls vor 25 Jahren ihren 100. Geburtstag feiern konnte. Ida Britt stammt aus einer ostpreußischen Bauernfamilie und lebte bis zur Flucht in Baringen (Bareischkehmen). In Gumbinnen besuchte sie die Handelsschule, um später in der Manufaktur - Weberei Lodz (Königsberg) - Schnittzeichnerin zu werden. Ihr Lebensweg war schwer, ihre einzige Tochter starb schon in jungen Jahren und wurde in ihrer geliebten Heimat Ostpreußen zur letzten Ruhe gebettet. Ihr Ehemann starb an den Folgen des Ersten Weltkrieges, im Zweiten Weltkrieg verlor sie das Letzte. Unter härtesten Fluchtbedingungen im Königsberger Kampfgebiet gelang ihr durch Schützengräben das Entkommen in allerletzter Minute und erreichte über Haff und Ostsee den Westen. In Sylt baute sie sich eine neue Existenz auf, übernahm eine Pension mit 65 Betten und führte diese bis zu ihrer Pensionierung in Eigenregie. Ida Britt ist mit ihren 100 Jahren eine durchaus reaktionsfähige Gesprächspartnerin und hält mit ihrer Meinung über Politik, Kultur und Tagesgeschehen nicht zurück. Ihre Gesundheit ist zufriedenstellend, nur die Augen machen ihr Schwierigkeiten. Vom Feiern hält sie nicht viel und so soll auch der 100. Geburtstag in aller Bescheidenheit begangen werden. Die Angehörigen der Kreisgemeinschaft Ebenrode (Stallupönen) wünschen der Jubilarin auch von dieser Stelle einen zufriedenstellenden Lebensabend und gratulieren sehr herzlich zum besonderen Ehrentag.

Mitgliederversammlung der Kreisgemeinschaft Ebenrode (Stallupönen) - Nach der Eröffnung der Sitzung berichtete Kreisvertreter Paul Heinacher über die Arbeit der Kreisvertretung seit der letzten Mitgliederversammlung, um dann in einem weiteren Tagesordnungspunkt die Ehrung verdienter Landsleute vorzunehmen. Einleitend erläuterte er den Text der Ehrenordnung der Kreisgemeinschaft Ebenrode (Stallupönen), die im 50. Jahr des Bestehens der Landsmannschaft Ostpreußen am 12. September 1998 gestiftet wurde. Mit der Verleihung des Ehrenzeichens würdigt die Kreisgemeinschaft seitdem das langjährige Eintreten für Ziele der Kreisgemeinschaft. Dazu gehören unter anderem besondere Verdienste im organisatorischen Bereich, der vorbildliche Einsatz in der kulturellen Arbeit und das völkerverbindende Wirken im Heimatkreis. Die Verleihung des Ehrenzeichens erfolgt auf Vorschlag des Ehrenausschusses - geschäftsführender Vorstand und Kreisgeschäftsführerin oder Kreisgeschäftsführer - der Kreisgemeinschaft. Die Aushändigung des Ehrenzeichens und der dazu gehörenden Urkunde hat bei einem Heimattreffen oder einem besonderen Anlaß zu erfolgen..

Der Kreisvertreter erinnerte daran, daß die Vorstellung der Ehrenordnung Ebenrode (Stallupönen) und die Verleihung der ersten Ehrenzeichen im Protokoll der Mitgliederversammlung vom 12. September 1998 veröffentlicht worden ist. Inge Höft, Dr. phil. Dieter Grau und Martin Jordan erhielten während der diesjährigen Mitgliederversammlung das Ehrenzeichen der Kreisgemeinschaft in Silber und die dazugehörenden Urkunden. Darüber wird im 39. Heimatbrief ausführlich berichtet.

Fischhausen

Kreisvertreter: Louis-Ferdinand Schwarz. Geschäftsstelle: Telefon (0 41 01) 2 20 37 (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 9-12 Uhr), Postfach 17 32, 25407 Pinneberg

Pobethener und Kirchspiel-Bewohner - Unseren verstorbenen Ortsvertreter, Ernst Wittrien, werden wir in dankbarer Erinnerung behalten. Seine Frau und seine Tochter bleiben weiter mit uns in Verbindung. Ebenso denken wir an alle, die bereits von uns gegangen sind. Ich führe die Arbeit von Ernst Wittrien weiter und werde die nicht vertretenen Kirchspiel-Bewohner mit einbeziehen.

Ich bin Dietmar (Schlimmermann) Wrage, geb. am 17. September 1938 in Pobethen in der Schloßstraße. Dort wohnten wir zusammen mit den Familien Schlicht und Fentzau. Mein Vater war Kraftfahrer in der Meierei, später Soldat. In letzter Minute verließen wir unter der Obhut von Vater Schlicht die Heimat und gelangten über Neukuren-Pillau-Danzig-Weichselniederung und Hela im April 45 nach Aarhus/Dänemark. Meine Mutter Olga und wir drei Kinder wurden von den großen Schlicht-Töchtern unterstützt, bis wir nach Dänemark kamen. Ich lernte bei der Post, wechselte aber später zur Polizei in Schleswig-Holstein. 1998 wurde ich in den Ruhestand versetzt. Seit 1992 bin ich mehrmals in Pobethen gewesen. Kontakte zur dortigen Miliz erleichtern mir die Reisen in die Heimat. Bereits 1994, während eines gemeinsamen Pobethen-Besuchs - bat mich Ernst Wittrien, seine Arbeit einmal fortzusetzen. Jetzt bin ich mit der Aufarbeitung der mir überlassenen Unterlagen beschäftigt. Ich möchte die Chronik des Kirchspiels fortschreiben. Dazu benötige ich Eure Unterstützung. Auch die Jüngeren - Jahrgang 35 bis zur Vertreibung /Flucht - haben die Heimat gewiß wieder gesehen. Macht bitte mit und gebt die Anschriften für die Geburtstagsliste bekannt. Gerade diejenigen, die bis zur Vereibung/Flucht dort waren, sollten ihre Erinnerungen aufschreiben und zur Verfügung stellen.

Als Zeichen unseres Daseins sollten wir in Pobethen/Romanowo unser Ehrenmal renovieren und eine Gedenktafel anbringen. Ich bitte um Vorschläge und Anregungen. Ich freu mich über jeden Brief, auch von denen, die aus den Orten Perteltnicken, Gardwingen und Woytnicken stammen.

Gerdauen

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (0171) 5 27 27 14. Geschäftsstelle: Karin Leon, Am Stadtgraben 33, 31515 Wunstorf, Telefon und Fax (0 50 31) 25 89

Heimatliteratur - Das Jahr neigt sich dem Ende zu und mit Riesenschritten geht es dem Weihnachtsfest entgegen, an dem wir unseren Freunden, Verwandten und Bekannten gern mit einem kleinen Geschenk eine Freude bereiten. Wie wäre es diesmal mit etwas Heimatlichem unterm Weihnachtsbaum? Wir empfehlen besonders unseren großen Bildband "Kreis Gerdauen - unvergessen" (22,50 Euro), in dem auf 440 Seiten 870 Fotos aus allen 12 Kirchspielen unseres Kreises enthalten sind und der somit das kulturelle und wirtschaftliche Leben im Kreis Gerdauen vor 1945 hervorragend dokumentiert, sowie das Kreisbuch "Der Kreis Gerdauen" (17,50 Euro) mit einer 484 Seiten umfassenden Dokumentation der Geschichte des Kreises, seiner Städte und Gemeinden, interessanter Fakten zum Schul-, Kirchen- und Vereinswesen, zu Wirtschaft, Verwaltung, Volkskunde sowie bedeutenden Persönlichkeiten unseres Heimatkreises. Außerdem möchten wir Ihnen die umfangreiche Dokumentation "Kirchspiel Nordenburg - eine verlorene Kultur" ans Herz legen, die als CD-ROM (10 Euro) und gebundener Computerausdruck (25 Euro) erhältlich ist. Die Preise verstehen sich zuzüglich Versandkosten. Bestellungen richten Sie bitte an Hans Eckart Meyer, Oberstraße 28 a, 24977 Langballigholz, Telefon und Fax (0 46 36) 84 08 (Faxe bitte vorher telefonisch ankündigen !) oder per E-Mail an walter.mogk@t-online.de.

Trauer um Heinrich Hingst - Am 13. Oktober 2002 verstarb ganz plötzlich im Alter von 78 Jahren Heinrich Hingst, bis zuletzt Vorsitzender der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen, Region Rendsburg. Nach dem Mauerfall gewann er seine Vorstandsmitglieder für die zusätzliche Betreuung der 30 Wolfskinder, die alle aus dem Kreis Gerdauen stammen. Zusammen mit seiner Ehefrau Waltraud Hingst und dem jetzigen Ehrenvorsitzenden Hans Ulrich Gettkant besuchten sie 1995 alle Gerdauener Wolfskinder und richteten drei Kontaktstellen in Kaunas, Tauroggen und Schaulen ein, wie wir vielfach im Heimatbrief und im Ostpreußenblatt erwähnten. Heinrich Hingst, geboren in Stafstedt, Kr. Rendsburg, war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1987 über 40 Jahre bei der Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde im Bereich der Kommunalaufsicht tätig. Er hat mit ausgesprochenem Pflichtbewußtsein, großer Tatkraft und Energie seine Aufgaben für den Kreis Rendsburg-Eckernförde wahrgenommen, wie es im Nachruf des Kreises zu lesen ist. Der CDU-Ortsverband Osterrönfeld verliert sein Gründungsmitglied und langjährigen Vorsitzenden, der mit seiner ehrenamtlichen Arbeit Maßstäbe für die kommende Generation gesetzt hat. Ebenfalls erfolgreich hat sich Herr Hingst für die Belange der Gemeinde Osterrönfeld eingesetzt. Er war mehrere Jahre Mitglied in der Gemeindevertretung und in mehreren Ausschüssen tätig. Gleichzeitig fungierte er mehr als 24 Jahre als Schiedsmann des Amtes Osterrönfeld. Wir alle trauern um Heinrich Hingst und sind ihm zu größtem Dank verpflichtet. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Gumbinnen

Kreisvertreter: Arthur Klementz, Siebenbürgener Weg 34, 34613 Schwalmstadt, Telefon und Fax (0 66 91) 91 86 98 (Büro) und (0 66 91) 2 01 93

Regionaltreffen Hamburg - Das diesjährige überregionale Treffen der Gumbinner fand wieder in Hamburg im Hotel Tomfort statt. Der Festsaal war von Landsleuten heimatlich dekoriert. Petrus meinte es wohl auch gut mit uns, und somit waren alle Voraussetzungen für einen gemütlichen Heimattag erfüllt. Zur Eröffnung sprach, in Vertretung für Herrn Fritz Rau, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war, Herr Hans H. Balk- Rothgänger und beschrieb den weiteren geplanten Tagesablauf. Danach hielt Frau Rau ein kurzes Referat über das diesjährige Bundestreffen der Ostpreußen in Leipzig. Als Ehrengäste konnten wir den neuen Vorsitzenden der Landesgruppe Hamburg, Herrn Helmut Klingbeutel (Nachfolger von Herrn Stahnke) sowie unseren neu gewählten Vorsitzenden der Kreisgemeinschaft Gumbinnen in Bielefeld, Herrn Eckhart Steiner (Nachfolger von Herrn Klementz) begrüßen. Beide Herren stellten sich den Gästen vor und gaben uns einen kleinen Einblick über ihren zukünftigen Wirkungskreis. Aus den Reihen der ehemaligen Friedrichschüler konnten wir Herrn Harald Tanck und Herrn Dieter Dziobaka begrüßen. Herr Tanck ist wohl auch heute noch bei vielen Gumbinnern als ehemaliger Eissportler bekannt; er war damals Mitglied der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und gehörte 1942 zur Mannschaft im Spiel Deutschland-Tschechoslowakei. Herr Tanck hat also kräftig mitgeschoben, und somit gewannen wir 3:2. Herr Dieter Dziobaka, dessen Vater Sportlehrer in der Schule Mehlbeckstraße war, hat uns mit seinem von ihm in Hamburg gegründeten LAB-Chor (LAB heißt "Lange Aktiv Bleiben") sehr viel Freude bereitet und hat seinen Chor und auch uns mit seinen frohen Klängen und seinem schwungvollen Dirigieren so mitgerissen, daß alle kräftig mitsangen, nach LAB. Der im Programm angezeigte Videofilm "Rominten", von Herrn Gaudszuhn vorgeführt, fand allgemein Zustimmung, konnte aber leider nur verkürzt abgespielt werden, da wir im Programmablauf unter Zeitdruck standen. Frau Geede hatte uns ihren Besuch zugesagt und traf nach einer strapaziösen siebenstündigen Autofahrt, von Bad Pyrmont kommend, endlich bei uns ein. Frau Geede war schon im vergangenen Jahr unser Gast und ist als Schriftstellerin und Mitarbeiterin des Ostpreußenblattes wohl bekannt, zum Beispiel die "Ostpreußische Familie", und hat uns erneut einiges aus ihren Büchern vorgelesen, und wie erwartet, gab es auch wieder etwas zum Schmunzeln. Wir bedanken uns, auch auf diesem Wege, ganz herzlich. Eine Zusage für das nächste Jahr erhielten wir schon heute. Der Heimattag endete gegen 16 Uhr, und wir laden schon heute unsere Landsleute zum nächsten Heimattreffen der Gumbinner u. V. am Sonnabend, dem 27. September 2003, wieder im Hotel Tomfort in Hamburg, ein. Unser Informations- und Verkaufsstand wird auch im nächsten Jahr eröffnet. Landsleute aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind gern gesehene Gäste, und Hamburg ist immer eine Reise wert. Wir beraten Sie auch gerne telefonisch. Den Mitgestaltern, Herrn Gaudszuhn und Herrn Marchel, sei herzlichst gedankt.

Heiligenbeil

Kreisvertreter: Siegfried Dreher, Telefon (0 41 02) 6 13 15, Fax (0 41 02) 69 77 94, Papenwisch 11, 22927 Großhansdorf

Reisen nach Ostpreußen 2003 - Aus unserer Kreisgemeinschaft werden auch im nächsten Jahr wieder mehrere Gruppen nach Ostpreußen in verschiedene schöne Landschaften fahren und natürlich speziell den Kreis Heiligenbeil an mehreren Tagen besuchen. Da die Hotelkapazitäten in Ostpreußen sehr rechtzeitig reserviert werden müssen, haben sich einige Organisatoren bereits jetzt mit dem Thema Reise intensiv beschäftigt. Die daran arbeitenden Landsleute bitten deshalb um Vormerkungen oder feste Buchungen der Interessierten. Fest geplante Reisen bieten an: Stadt Heiligenbeil: Ursula Kunkel, Guts-Muths-Straße 31, 30165 Hannover, Telefon (05 11) 3 50 55 31. Die Stadtvertreterin wird eine Reise per Bus organisieren vom 26. Mai bis 3. Juni 2003. Fragen zu weiteren Einzelheiten beantwortet gerne Ursula Kunkel und nimmt Buchungen entgegen. Stadt Zinten: Franz Korsch, Gaensefurther Straße 3, 39418 Staßfurt, Telefon (0 39 25) 62 24 06, Fax (0 39 25) 93 02 22. Die Planung des Stadtvertreters für eine Busreise in die Heimat ist terminlich für Ende Juli 2003 vorgesehen. Zinten wird an mindestens 2 Tagen besucht werden. Die Absprache über den genauen Zeitpunkt wird noch mit dem russischen Bürgermeister Igor Rik in Zinten abgestimmt. Feste Buchungen sind aber bereits jetzt sehr erwünscht, um einen Überblick der Teilnehmerzahl zu erhalten. Zu Auskünften ist Franz Korsch (nach Feierabend und am Wochenende) gerne bereit. Kirchspiel Balga: Günter Neumann-Holbeck, Neugrabener Bahnhofstraße 71, 21149 Hamburg, Telefon (0 40) 7 01 68 62, fährt vom 22. April bis 1. Mai auf zwei verschiedenen Wegen nach Ostpreußen. Mit dem Flugzeug und mit dem Schiff. In Memel besteigen dann alle den Bus zur Fahrt in die Heimat. Informationen können beim Kirchspielvertreter Neumann-Holbeck eingeholt werden. Bitte nehmen Sie zu den genannten Landsleuten bald Kontakt auf, wenn Sie an einer der genannten drei Reisen interessiert sind. Weitere Reisen, organisiert durch andere Landsleute, sind ebenfalls noch im Gespräch.

Insterburg Stadt und Land

Geschäftsstelle: Telefon (0 21 51) 4 89 91, Fax (0 21 51) 49 11 41. Besuche nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Altes Rathaus, Am Marktplatz 10, 47829 Krefeld

Weihnachtsfeier der Insterburger in Darmstadt - Die vorweihnachtliche Zusammenkunft der Heimatgruppe der Insterburger in Darmstadt findet am Freitag, 6. Dezember, im Bürgermeister-Pohl-Haus, Im Appensee 26, Darmstadt-Wixhausen, statt. Landsleute mit ihren Angehörigen und Freunden sind herzlich willkommen.

Seniorenfreizeit - Die Insterburger und Freunde der Heimatgruppe Darmstadt belegen vom 23. März bis 30 März zum vierten Mal gemeinsam mit ihrer Patenschafts-Kirchspielgemeinschaft Puschdorf eine Seniorenfreizeit im Ostheim der Landsmannschaft Ostpreußen in Bad Pyrmont zu günstigen Bedingungen.

Busreise - Elftägige Fahrt von Posen, nach Nikolaiken, Insterburg, Danzig und Stettin vom 15. Juni bis 25. Juni 2003 mit Halbpension. Von Darmstadt über die BAB 5/7 nach Kassel und Braunschweig zu den vereinbarten Zustiegsmöglichkeiten an den Autobahn-Raststätten. Über die BAB 2 nach Magdeburg-Berlin zum deutsch-polnischen Grenzübergang. Dann nach Posen zur Übernachtung. Weiter nach Masuren und Nordostpreußen zum russischen Teil der Kurischen Nehrung. Weitere Übernachtungen in Nikolaiken (dreimal), Insterburg (viermal), Danzig (einmal), Stettin (einmal). Auf der gesamten Reiseroute sind zahlreiche interessante Stadtrundfahrten, Besichtigung, Schiffs- und Bootsfahrten vorgesehen.

Kombireise - Reise mit Flugzeug und Bus vom 9. August bis 16. August mit sieben Übernachtungen bei Halbpension nach Polangen über Memel, Insterburg, Nidden und zurück nach Polangen. Flug von Frankfurt/Main (oder anderen Flughäfen nach Rücksprache) nach Polangen und Litauen. Nach Memel zur Übernachtung. Weiter nach Masuren und Nordostpreußen zum russischen-litauischen Teil der Kurischen Nehrung. Weitere Übernachtungen in Insterburg (dreimal), Nidden (dreimal), wobei hier die Möglichkeit auf eine Verlängerungswoche besteht. Auf der gesamten Reiseroute sind zahlreiche interessan- te Stadtrundfahrten, Besichtigung, Schiffs- und Bootsfahrten vorgesehen. Auskünfte und Informationen zu den oben genannten Veranstaltungen erteilt der Vorsitzende, Herbert Stoepel, Riedelstraße 43a, 64283 Darmstadt, Telefon/Fax (0 61 51) 66 61 67.

Königsberg-Stadt

Stadtvorsitzender: Klaus Weigelt. Geschäftsstelle: Annelies Kelch, Luise-Hensel-Straße 50, 52066 Aachen. Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Tel. (02 03) 2 83-21 51

Gruppe Dortmund - Vorweihnachtliche Begegnungen am Montag, 9. Dezember, 15 Uhr, Reinoldinum, Schwanenwall 34, und Mittwoch, 11. Dezember, 18 Uhr, in der Ostdeutschen Heimatstube, Märkische-Ecke Landgrafenstraße in der Landgrafenschule. In der gewohnten, dem Christfest angemessenen Art wird auch in diesem Jahr die Zusammenkunft gestaltet von Landsmann Werner Riemann. Es wird aber auch für persönliche Erinnerungsgespräche an das Gestern, bevor völkerrechtswidrige und menschenunwürdige Vertreibung den Menschen aus Ostdeutschland ihre Heimat nahm, Zeit sein. Obwohl bereits für die beiden zehntägigen Heimatreisen erste Anmeldungen erfolgt sind, (bis 15. Januar ist ein Frühbucherrabatt möglich) wird auch über die Fahrten gesprochen. Während die erste Reise vom 13. bis 22. Juni nur nach Königsberg führt, wird bei der Fahrt "Ostpreußen komplett" mit dem Schiff von Kiel nach Memel gereist, um von dort über die Kurische Nehrung nach Königsberg zu gelangen. Danach geht es nach Masuren und von dort über Posen wieder in die Bundesrepublik. Unterlagen für beide Reisen werden bei den Treffen ausliegen. An den Fahrten können auch Königsberger und Ostpreußen teilnehmen, die nicht der Dortmunder Gruppe angehören. Auskünfte zu den Zusammenkünften und den Reisen bei Horst Glaß, Hörder Straße 55, 44309 Dortmund, Telefax (02 31) 25 52 18.

Johanna-Ambrosius-Schule - Schon zum 8. Mal unternahm unsere Gruppe unter der Leitung von Christa Pfeiler-Iwohn ihre gemeinsame Fahrt in die Heimat. Leider konnten nicht alle, die es gewollt hatten, mitfahren. Um so erfreulicher war es daher, daß zwei Vertreter der jüngeren Generation teilnahmen, die die Heimat ihrer Mütter kennenlernen wollten. Außerdem sahen sich Helmut Dommasch und Helga van de Loo, die 1946/48 zusammen im Kinderhaus Nr. 4 in Juditten gewesen waren, nach 55 Jahren wieder. Wir fuhren über Hannover und Berlin, wo weitere Mitreisende zustiegen, nach Küstrin und bis Schneidemühl, wo wir übernachteten.

Der 2. Tag führte uns zunächst nach Thorn, wo wir einen Stadtrundgang unternahmen, und dann über Allenstein und Sensburg nach Nikolaiken. Die Endmoränenlandschaft mit ihren Hügeln und vielen Seen fasziniert immer wieder. Die Getreide- und Kartoffelernte war im vollem Gange. Außerdem sahen wir noch viele Störche. Am nächsten Tag fuhren wir zunächst nach Lötzen. Unterwegs besuchten wir den Soldatenfriedhof in Bartossen und dann hinter Lyck das Dorf Rundfliess, wo der Vater einer Mitreisenden 1937, als sie geboren wurde, Zollbeamter an der damaligen deutsch-polnischen Grenze war. Zum Vergleich zeigte sie den jetzigen Bewohnern des Hauses ein Foto von damals. Von Lötzen aus fuhren wir mit einem Ausflugsschiff über den Löwenthinsee, Kanäle und den Spirdingsee zurück nach Nikolaiken. Natürlich wurde auch der sagenhafte Stinthengst fotografiert. Einige unternahmen vor dem Abendbrot noch einen Helikopterrundflug. Am nächsten Morgen, nachdem wir über den See herüber vom Glockenspiel der Nikolaiker Kirche geweckt wurden, ging es früh los Richtung Königsberg. Am Grenzübergang Preußisch Eylau ging es ziemlich schnell, und so waren wir schon am frühen Nachmittag am Hotel Moskwa gegenüber vom Tiergarten. Nach dem Abendbrot schwärmten die meisten noch aus, teils zu russischen Freunden, teils um die altvertrauten Straßen abzulaufen. Der 2. Tag in Königsberg brachte dann die obligatorische Stadtrundfahrt, am Schillerdenkmal, Schauspielhaus und Nordbahnhof vorbei zum Dom mit Kantgrab und Museum. Wir besuchten natürlich auch die Straßenkinder-Anlaufstelle "Janlonka" und das Kinderhaus im Maraunenhof, wo wir Kleidung, Süßigkeiten und Spielsachen ablieferten. Am Abend hörten wir ein Konzert der "Kaliningrader Philharmonie" im Dom.

Der 3. Tag in Nordostpreußen brachte uns eine wunderschöne, fast vier stündige Fahrt auf einem kleinen Boot auf dem Großen Friedrichsgraben, der Lauke und Arge bis hinter Kreuzingen. Den Abend nutzte dann wieder jeder nach seinen Wünschen. Am nächsten Tag starteten wir zur Fahrt auf der Kurischen Nehrung. Zunächst besuchten wir die Fangstation der Vogelwarte Rossitten. Es gab aber auch Gelegenheit zum baden in der Ostsee oder zur Wanderung durch die Dünen bis oberhalb von Pillkoppen. Bei der Fahrt zurück bis Rauschen, wo es auch einen Badeaufenthalt gab, fiel uns auf, wie trocken die Vegetation auf der Nehrung war. Es hatte drei Monate nicht geregnet. Am nächsten Tag wurde die Nehrung dann auch für alle Besucher wegen akuter Waldbrandgefahr total gesperrt. Am letzten Tag in Königsberg gingen alle wieder ihre eigenen Wege, entweder in der Stadt oder in der Umgebung. Jeder hat ja seine eigenen Erinnerungen. Für uns ging es zuerst in den Tiergarten, danach durch den Hintereingang weiter zur Mozartstraße, wo wir früher wohnten. Am Nordbahnhof vorbei bummelte man über den großen Markt bis zur Stadthalle am Schloßteich. Dort sah man sich zunächst die archäologische Abteilung an. Bei den ostpreußischen Tieren stellte sich heraus, daß es zwar Wölfe und Elche, aber keine Störche gab. Der Teil des Museums mit den Resten und Zeugnissen der deutschen Zeit in Königsberg war leider zugunsten einer Ausstellung Kaliningrader Malerinnen geräumt worden. Wir besuchten dann noch einmal das Kantdenkmal an der Universität und schlenderten dann langsam zurück zum Hotel an der Hufenallee.

Am Sonntag hieß es dann früh aufstehen, denn gegen 8 Uhr sollte es Richtung Westdeutschland gehen. Der Grenzübergang bei Heiligenbeil/Braunsberg dauerte insgesamt nur eineinhalb Stunden, sodaß wir auf der Reichsstraße 1, an Elbing vorbei und mit Fotostop an der Marienburg, gegen 17 Uhr in Stettin eintrafen. Nach dem Abendbrot bummelten einige noch durch den Park zur Hakenterrasse über dem Hafen. Am letzten Tag waren wir schon um 8 Uhr morgens in Pomellen am Grenzübergang, und gegen 11 Uhr stiegen in Berlin die ersten Mitreisenden aus. Die anderen fuhren bis Hannover oder Hamburg durch. Es war wieder mal eine sehr informative Reise. Wir sahen, daß sich in Königsberg einiges geändert hat, auch zum Besseren. Viele Straßen waren seit dem letzten Mal instand gesetzt worden, auch eine Menge Häuser renoviert oder umgebaut. Auch der Verkehr hat stark zugenommen. Auf dem flachen Land sahen wir wieder öfter größere Rinderherden, es gab mehr abgeerntete Getreidefelder und gemähte Wiesen als früher. Allerdings liegt auch noch sehr viel brach.

Klassentreffen 2002 - Ein Jahr zuvor ahnte niemand von uns, daß das Klassentreffen 2002 in Bad Pyrmont ohne Günter Fischer, unseren Vorsitzenden, stattfinden würde. Denn dieser erkrankte zwischenzeitlich schwer. Kurz entschlossen ergriffen daraufhin Ilse Schmidt (Simon-Dach-Schule) und Dietrich Szeglies (Kantschule) die Initiative und organisierten statt seiner das Treffen. Bald nach der Begrüßung erfuhren wir, daß dieses Mal drei Hochzeitspaare unter uns weilten (einmal Silber, zweimal Gold). Ilse Schmidt fand für die Betreffenden recht heitere Worte und übergab je ein "Überraschungsgeschenk". Dietrich Szeglies vervollständigte die Prozedur mit je einer Flasche "Pyrmonter Sekt". Die so Geehrten bedankten sich während des Treffens - den Jubiläen angemessen - natürlich mit Sekt und dem nicht wegzudenkenden Bärenfang. Ein Problem bereitete allen gemeinsam die fast subtropische Wärme während dieser Tage, so daß viele Gespräche im Vorgarten des Ostheims stattfanden. Dennoch lockte ein von Christel Grimm mitgebrachter "Königsberg-Film" in den Vorführraum. So heiß kann es also scheinbar gar nicht werden, als daß man sich Aufnahmen über unsere Heimatstadt entgehen lassen würde. Der dritte Tag entwickelte sich zum Höhepunkt dieses Treffens. Auf den von Günter Fischer vor Jahren veranlaßten Gottesdienst am Abreisetag (wurde um einen Tag vorverlegt) brauchte auch diesmal niemand zu verzichten. Am Nachmittag wurde dann, nach einem vorangegangenen Besuch der Hämelschenburg, das Trakehnergestüt auf dem zur Burg gehörenden Gelände besucht. Auch wer sich nur bedingt für Pferde interessiert: Die Vorführung dieser edlen Tiere - die Eleganz, Kraft, Selbstbewußtsein und Stolz in hohem Maße in sich vereinen - begeisterte bis zur letzten Minute. Einmal mehr wurde hier deutlich, was wir mit Ostpreußen unwiederbringlich verloren haben. Der Abend gehörte wieder einmal den heiteren Vorträgen, dem Plachandern und endete mit dem Ostpreußenlied. Am Abreisetag, direkt nach dem Frühstück, bestieg eine Gruppe aus unserer Gemeinschaft ihre Wagen, um Günter Fischer zu Hause mit einem nur vage angedeuteten Besuch zu überraschen. Andere starteten in den Urlaub oder kehrten im Laufe des Tages in ihre Heimatorte zurück. Alle gemeinsam aber hoffen wir sehr, Günter - die Seele unserer Schulgemeinschaft - im nächsten Jahr wieder unter uns zu haben. Kontaktadresse: Ulrich Grailich, Gungstraße 154, 46238 Bottrop.

Königsberg-Land

Kreisvertreter: Helmut Bor- kow­­ski, Ellernweg 7, 49525 Lengerich, Tel. (0 54 81) 25 98. Geschäftsstelle: Simeonsplatz 12, im Preußen-Museum, 32427 Minden

Verlorene Geborgenheit - Unter diesem Titel schilderte K. Wulff die Erlebnisse des Gerhard Witt, früher Fuchsberg, Ortsteil Dichtenwalde, der im Januar 1945, damals zehn Jahre alt, mit seiner Mutter und drei jüngeren Geschwistern von den Sowjets in wochenlangen Märschen bis hinter Insterburg getrieben wurde. Von hier aus folgte heimlich die Flucht zurück nach Fuchsberg. Dort starb dann die Mutter Anfang Januar 1946. In der bebilderten Broschüre "Verlorene Geborgenheit" wurden die Erlebnisse des G. Witt und seinen Geschwistern als Vollwaisen bis zur Ausweisung im November 1947 in die DDR nachvollzogen. Das zwanzigseitige Exemplar, DIN A 4, ist von G. Witt, Mendelsohnweg 22, 07545 Gera, für 2,40 Euro + Versandkosten zu beziehen.

Bildband "Fuchsberg heute" - Dem Fleiß des G. Witt ist auch der dreißigseitige Farbbildband "Erinnerungen an Fuchsberg - heute" zuzuschreiben. Hier sind alle im Ort noch vorhandenen Gebäude aufgeführt und kommentiert. Dieser Bildband dürfte besonders für diejenigen Landsleute interessant sein, die ihren Heimatort bisher nicht besuchen konnten. Der Preis beträgt 5 Euro, da Farbdrucke bekanntlich teuer sind.

Ostpreußisches Wörterbuch - Dieses sehr unorthodox im DIN-A4-Format hergestellte Wörterbuch ist einem "Sammler" ostpreußischer Mundart zu verdanken. Es umfaßt über 2.000 Worte und Redewendungen, die Pfarrer Felix Arnd, früher Gumbinnen, in jahrelanger Kleinarbeit zusammengetragen hat. Ihm lag die Überlieferung und die Pflege ostpreußischer Mundart besonders am Herzen. Der Leser wird sich häufiges Schmunzeln nicht verkneifen können. Diese "Einfachausgabe" ermöglicht den günstigen Preis von 3,50 Euro zuzüglich Versandkosten. Bildband und Wörterbuch sind über Klaus Wulff, Kulmer Straße 20a, 32602 Vlotho, zu beziehen.

Umzug der Heimatstube - Unsere Heimatstube in Minden mußte wegen Bauarbeiten geräumt werden. Wir sind umgezogen und bekamen die einmalige Chance, im Preußenmuseum in Minden einige Räumlichkeiten zu erhalten. Wir bitten alle Landsleute uns zu unterstützen. Gewünscht werden Bilder, Dokumente, Bücher von Ostpreußen, Karten, Katasterpläne und so weiter. Bei Wohnungsaufgaben werden diese Dinge oft als Müll beseitigt. Helfen Sie uns. Unsere neue Anschrift lautet Simeonplatz 12 im Preußenmuseum, 32427 Minden. Anrufe: Sonnabend und Sonntag, 11 bis 12 Uhr an Karl Mückenberger, Telefon (05 72) 4 62 97.

Ostpreußenfahrt 2003 - Der Landkreis plant mit der Firma Kipp eine Ostpreußenfahrt im Jahr 2003. Die Reise geht vom 19. bis 28. Juni 2003: Donnerstag,19. Juni, Lengerich-Minden-Frankfurt/Oder-Posen (Hotel Polonez). Freitag, 20. Juni, Posen (1. Stunde Besichtigung), Thorn (1. Stunde Besichtigung), Allenstein (1. Stunde Besichtigung), Sensburg, (Hotel Mazuria/HP). Sonntag, 21. Juni, Sensburg - Nikolaiken - Schiffsfahrt von Nikolaiken nach Niedersee. Weiterfahrt mit dem Bus durch die Johannisburger Heide mit Stopp am Fluß Krutynia (eventuelle Bootsfahrt - nicht im Preis). Weiterfahrt über Eckertsdorf (Phillipponen-Kloster, Besichtigung) weiter nach Sensburg (Hotel Mazuria/HP). Sonntag, 22. Juni, Sensburg - Große Masurenrundfahrt: Nikolaiken-Arys-Lyck-Treuburg-Goldap-Angerburg-Lötzen-Rhein-Sensburg (Hotel Mazuria/HP). Montag, 23. Juni, Sensburg - Heiligenlinde (Wallfahrtsbasilika/Eintritt), Rastenburg (Wolfsschanze/Eintritt) - Preußisch Eylau, Grenze Polen/Rußland. Weiter über Königsberg (Stadtrundfahrt) nach Rauschen (Hotel Baltika/HP). Dienstag, 24. Juni, Rauschen - zur freien Verfügung (Hotel Baltika/HP). Mittwoch, 25. Juni, Rauschen - Palmnicken - Eintritt Bernsteintagesbau - Fischhausen - Pillau (Besichtigung Stadt und Hafen - Genehmigung). Am Nachmittag von Pillau - Gr. Heydekrug - Umgebung - Königsberg - Cranz - Rauschen (Hotel Baltika/HP). Donnerstag, 26. Juni, rauschen - Königsberg (Bernsteinmuseum) Eintritt - Heiligenbeil - Grenze Rußland/Polen. Weiter über Braunsberg, Frauenburg, Tolkemit, Elbing, Danzig mit zwei Stunden Stadtführung (Hotel Gdynia/HP). Freitag, 27. Juni, von Danzig nach Leba (Wanderdüne/ Eintritt - Besichtigung und Fahrt mit einer Kutsche). Nach längerem Aufenthalt Weiterfahrt nach Stolp und Stettin (Hotel Neptun/HP). Sonnabend, 28. Juni, Stettin-Minden-Berlin. Fahrtkosten 780 Euro im Doppelzimmer (Einzelzimmerzuschlag 165 Euro). Folgende Leistungen sind im Preis enthalten: neun Mal Halbpension und Übernachtung, Besichtigungen in Posen, Thorn, Allenstein, Königsberg, Palmnicken, Pillau, Danzig, Leba, Masurenrundfahrt, die Eintritte für das Philliponenkloster, Heilige Linde, Wolfsschanze, Bernsteinmuseum in Königsberg, Nationalpark Leba, Kutschenfahrt, Reiseleitung in Polen und Rußland. Schiffsfahrt von Nikolaiken nach Niedersee, Visagebühren, polnische Grenzgebühren. Es wird ein gültiger Reisepaß mit mindestens sechsmonatiger Gültigkeit über den Aufenthalt hinaus verlangt. Nähere Informationen bei der Firma Kipp unter Telefon (0 54 81) 62 36.

Lötzen

Kreisvertreter: Erhard Kawlath, Dorfstraße 48, 24536 Neumün­ster, Telefon (0 43 21) 52 90 27

Hilfe für das Krankenhaus in Lötzen - Anläßlich einer Hospitation zweier Chirurgen aus Lötzen im Krankenhaus in Neumünster im Oktober diesen Jahres wurde mit ihnen ein Gespräch mit dem Kreisausschuß in der Heimatstube geführt. Sie waren von den Schätzen der Heimatstube begeistert. Im Mutterhaus Bethanien fehlt ein neuer Operationstisch, und die beiden Ärzte baten die Kreisgemeinschaft um finanzielle Hilfe. Die Gemeinschaft entschloß sich in einer nachfolgenden Sitzung 2.500 Euro noch in diesem Jahr und 2003 noch einmal 500 Euro zu spenden. Der Kreisvertreter Kawlath und Schatzmeister Klaus Reck werden die Spende Anfang Dezember übergeben. Erhard Kawlath konnte nach einer Rücksprache mit dem Rotary-Club Neumünster außerdem eine Spende von 2.000 Euro entgegennehmen. Die Kreisgemeinschaft Lötzen ist beim Rotary-Club durch ein Referat des Kreisvertreters wohl bekannt. Kawlath hat bereits die Zusage, daß der Club im nächsten Jahr eine weitere Spende für den OP-Tisch, der rund 30.000 Euro kostet, bekommen wird. Das Krankenhaus Neumünster hat über die Johanniter-Unfallhilfe für rund 13.000 Euro Medikamente und Einwegspritzen nach Lötzen geschickt. Das alles ist eine wertvolle Hilfe für unsere Heimatstadt.

Lyck

Kreisvertreter: Gerd Bandilla, Agnes-Miegel-Straße 6, 50374 Erftstadt-Friesheim. Geschäfts­­­führer: Alfred Masuhr, Tel. (0 40) 6 72 47 15, Reinickendorfer Straße 43a, 22149 Hamburg

Ortspläne für unseren Kreis - Endlich können wir die große Nachfrage nach Ortsplänen für unseren Kreis befriedigen. Die komplette Sammlung der Ortspläne ist nun in Buchform erschienen und kann zum Preis von 15 Euro unter folgender Adresse bestellt werden: Reinhard Bethke, Westfalenstraße 41, 58135 Hagen. Der Kaufpreis ist nach Erhalt auf das Konto der Kreisgemeinschaft Lyck bei der Sparkasse Hagen, Konto Nr.: 118 004 875, BLZ: 450 500 01, zu überweisen. Kopien der Ortspläne für einzelne Ortschaften können nach Rücksprache mit unserem Archivwart, Gerhard Lockowandt, Borgenfeldstraße 6, 58099 Hagen, Telefon (0 23 31) 5 63 79, bestellt werden. Der Preis hierfür richtet sich nach dem Umfang und der Größe der Kopie, demnach unterschiedlich.

Umbettungsfriedhof Bartendorf - In Bartendorf, besser bekannt als Bartossen, entsteht bei den drei Kreuzen, dem "Masruischen Golgatha", auf einer Fläche von insgesamt vier Hektar ein großer Umbettungsfriedhof für die gefallenen deutschen Soldaten des II. Weltkrieges. Dorthin werden alle Gefallene aus dem polnisch verwalteten Teil Ostpreußens und der Wojewodschaft Podlasie (Bialystok), deren Grablage bekannt ist, umgebettet. Die bisherige Umbettung erfolgte in drei Abschnitten, die letzte mit 3.000 Beisetzungen wurde am 10. Oktober 2002 abgeschlossen. Insgesamt ruhen auf dem Friedhof bereits 10.000 Tote. Nach Abschluß der Umbettungen eines jeden Abschnittes erfolgt eine Einsegnung durch einen Geistlichen. Am 10. Oktober 2002 zelebrierte Pfarrer Marian Sontowski von der evangelisch-methodistischen Kirche in Lyck. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schätzt, daß die Umbettungsarbeiten noch fünf Jahre andauern werden. Dennoch erfolgt die feierliche Einweihung des Friedhofes bereits am 9. August 2003. die Kreisgemeinschaft Lyck wird bei dieser Feierlichkeit dabei sein. Der Omnibus für diese Reise ist allerdings bereits ausgebucht. Für Landsleute, die zu diesem Termin eventuell individuell anreisen wollen, ist Kreisvertreter Gerd Bandilla gern bereit, organisatorische Hilfe zu leisten. Darüber hinaus bittet der Volksbund alle, die Kenntnis über Grablagen von Kriegsopfern im südlichen Ostpreußen haben, dieses ihm mitzuteilen. Die Anschrift lautet: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Abteilung Gräbernachweis - Werner-Hilpert-Straße 2, 34112 Kassel.

Ortelsburg

Kreisvertreter: Edelfried Ba­ginski, Tel. (02 09) 7 20 07, Schweidnitzer Straße 21, 45891 Gelsenkirchen. Geschäftsführer: Manfred Katzmarzik, Tel. (02 31) 37 37 77, Am Kirchenfeld 22, 44357 Dortmund

Die Kunstmalerin Vera Macht schenkt ihrer Heimatstadt Ortelsburg 24 Gemälde - Seit der Eröffnung der Gemäldeausstellung im Ortelsburger Heimatmuseum am 5. April 2002 gab es Verhandlungen auf beiden Seiten über eine Schenkung. Beim Besuch von Vera Macht und dem Kreisvorsitzenden Edelfried Baginski in Ortelsburg wurde diese Absicht konkretisiert und der Notar Edmund Kucinski mit den juristischen Formalitäten beauftragt. Vera Macht erklärte dazu, daß ausschlaggebend für diese Schenkung das gute Verhältnis zwischen dem jetzigen Bürgermeister der Stadt, Henryk Zuchowski, und dem Kreisvertreter der Kreisgemeinschaft Ortelsburg Edelfried Baginski und der Kreisgemeinschaft insgesamt war.

Am 30. September erfolgte die feierliche Unterzeichnung der Verträge über die Schenkung der Gemälde von Vera Macht an die Stadt Ortelsburg (Szczytno) vertreten durch den Bürgermeister Zuchowski. Gleichzeitig wurde ein Vertrag zwischen der Stadt und dem Heimatmuseum über die Leihgabe der Bilder an das Museum und der Ausstellung in deren Räumen durch den Bürgermeister und die Geschäftsführerin des Museums, Monika Ostaszewska, unterzeichnet. Anwesend waren etwa 50 geladene Gäste, unter ihnen Bürgermeister Zuchowski mit Gattin, der Direktor des Museums in Allenstein, Herr Zyganski, Ewald Grzanna als Vertreter der Kreisgemeinschaft Ortelsburg und weitere Persönlichkeiten. Monika Ostaszewska begrüßte die Gäste in ihren Räumen und trug eine Biographie der Künstlerin vor, wofür diese sich herzlich bedankte. Anschließend sprach der Bürgermeister Zuchowski über den hohen Wert der Gemäldeausstellung als ein Zeichen für das freundschaftliche Miteinander von Deutschen und Polen sowie über das Zustandekommen des Vertrages. Ewald Grzanna überbrachte die Grüße des Kreisvertreters und würdigte in seiner Rede den Anlaß für diese herausragende Veranstaltung. Vera Macht erhob sich danach aus ihrem Ehrenstuhl und bedankte sich herzlich bei allen Rednern. In einer längeren Ansprache führte sie besonders aus, was die Gründe für diese Schenkung waren. Wie sehr sie sich ihrer Heimatstadt verbunden fühlt, in der sie ihre Jugendjahre verlebt hat. Beeindruckt sei sie von der Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit von Bürgermeister Zuchowski, von seiner Arbeit für die Weiterentwicklung der Stadt und seinem freundschaftlichen Verhältnis zur Kreisgemeinschaft Ortelsburg. Sie gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Schenkung das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen weiter fördern möge, wie das in einer intakten Familie der Fall ist. Für diese Rede erhielt sie langen und herzlichen Beifall.

Im Rahmen der Unterzeichnung der Verträge wurden diese vorher von Notar Kucinski in polnisch und von Ewald Grzanna in deutsch vorgelesen und anschließend von Vera Macht, Bürgermeister Zuchowski und Frau Ostaszewska unterschrieben. Gemäß dem Schenkungsvertrag beträgt der Gesamtwert der Gemälde 82.000 Euro. Der § 7 lautet: Die Schenkende erklärt: "Mit der Schenkung des Zyklus meiner Bilder ‚Gemalte Erinnerung an meine Heimatstadt Ortelsburg - Szczytno' will ich nicht nur meine Liebe zu meiner alten Heimat ausdrücken, sondern auch die bereits im Jahre 1980 geknüpften freundschaftlichen Bande mit den Bewohnern von Szczytno erweitern. Somit werden gemeinsam mit der Kreisgemeinschaft Ortelsburg immer neue Brücken zum Segen beider Völker gebaut."

Nach diesem feierlichen Akt der Unterzeichnung wurden die Gäste in die unteren Räume gebeten, wo der polnische Chor "Kantata" einige Lieder vortrug und wo ein reichhaltiges Buffet vorbereitet war.

Preußisch Eylau

Kreisvertreter: Albrecht Wolf, Telefon (0 41 01) 7 18 45, Buchenstraße 25, 25421 Pinneberg. Geschäftsstelle: Kreishaus, Lindhooper Straße 67, 27283 Verden

Wahlbekanntmachung Nr. 1 (Der Wahlausschuß) - Liebe Mitglieder der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau. Die Wahlperiode der im Jahre 1999 gewählten Bezirksvertrauensleute, die wiederum den Vorstand der Kreisgemeinschaft gewählt haben, läuft satzungsgemäß nach einer Amtszeit von vier Jahren im September 2003 ab. Bezirksvertrauensleute und Vorstand sind demzufolge im Jahre 2003 neu zu wählen.

Gemäß § 2 der Wahlordnung für die Wahl der Bezirksvertrauensleute und Beisitzer rufe ich hiermit alle Angehörigen der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau auf, bis zum 31. Januar 2003 dem Wahlausschuß Landsleute oder deren Nachkommen zu benennen, die in den folgenden vier Jahren als Delegierte und somit als Vertreter ihrer Städte und Amtsbezirke die Interessen gegenüber dem Vorstand der Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau wahrnehmen sollen. Wählbar als Vertrauensleute oder Beisitzer sind alle Einwohner des ehemaligen Kreises Preußisch Eylau und deren Nachkommen soweit sie das 18. Lebensjahr vollendet und ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Die Wahlvorschläge müssen enthalten den Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und den Geburtsort, den Beruf, die Heimatanschrift bis 1945 (gegebenenfalls der Eltern, Großeltern und so weiter), die jetzige vollständige Anschrift, Angaben für welchen Bezirk oder ob als Beisitzer der Wahlvorschlag erfolgt soweit die schriftliche Zustimmung des Vorgeschlagenen zu einer Kandidatur. Vorschläge zu einer Wiederwahl sind ebenso zulässig wie Vorschläge zur eigenen Person (Selbstvorschläge).

Es sind Bezirksvertrauensleute zu wählen für Stadt Preußisch Eylau (drei), für Stadt Landsberg (zwei), für Stadt Kreuzburg (einen) und 27 Amtsbezirke jeweils einen, sowie drei Beisitzer ohne Funktion. Die Wahlvorschläge müssen - wie bereits erwähnt - bis zum 31. Januar 2003 beim Wahlleiter unter der Anschrift Christoph Gürlich, Fuhrkamp 8, 27283 Verden/A. eingegangen sein. Nach diesem Zeitpunkt eingehende Wahlvorschläge können leider nicht berücksichtig werden.

Sensburg

Kreisvertreter: Siegbert Nadolny, Wasserstraße 9, 32602 Vlotho, Te­le­­fon (0 57 33) 55 85. Geschäfts­stelle: In Stadtverwaltung Remscheid, Nordstraße 74, 42849 Remscheid, Tel. (0 21 91) 16 37 18

Zu seiner Herbsttagung traf sich der Kreisausschuß der Kreisgemeinschaft Sensburg in der Patenstadt Remscheid. Beim Rückblick auf die Aktivitäten im zu Ende gehenden Jahr wurde noch einmal über die Wahlen zum Kreistag und das Hauptkreistreffen diskutiert, das Ende August gemeinsam mit der Kreisgemeinschaft Treuburg stattgefunden hatte. Die einstimmige Meinung: Auch dieses Treffen mit 1.500 Besuchern war ein voller Erfolg. Ähnlich positiv wurden die verschiedenen Kirchspiel- und Ortstreffen im Jahr 2002 bewertet, die ebenfalls viel Zuspruch fanden. Für 2003 wurde der Termin für die nächste Kreistagssitzung (3. Mai, 10 Uhr, Remscheider Rathaus) und die Stinthengstwasserung, sie findet ebenfalls 3. Mai 2003, 15 Uhr, am Stadtparkteich in Remscheid statt, festgelegt. Im Mittelpunkt der Arbeitstagung des Kreisausschusses stand ein Referat von Christian Hesselbarth, Mitglied des Redaktionsausschusses mit dem Titel "Betrachtungen zur Situation, Perspektiven und Chancen der Kreisgemeinschaft". Wo liegen die Aufgaben und Möglichkeiten dieser Gemeinschaft, in der die Erlebnisgeneration nach und nach aus der aktiven Arbeit ausscheidet und wie kann man die jüngere Generation dafür interessieren und zur Mitarbeit gewinnen? Diese Fragen wurden in der anschließenden Diskussion eingehend besprochen. Weitere Tagesordnungspunkte waren ein Bericht des für die Sensburger Deutsche Gesellschaft "Bärentatze" Beauftragten Gerhard Terner über die derzeitige personelle und finanzielle Situation der "Bärentatze" und ihre Zukunftssicherung, die Ostpreußenfahrt der Kreisgemeinschaft, die Heimatstube, sowie die Kulturarbeit und der Heimatbrief. Der Heimatbrief 2002 ist zur Zeit in Druck und wird Anfang Dezember ausgeliefert. Kreisvertreter Siegbert Nadolny informierte über die letzte Tagung der ostpreußischen Landesvertretung. Dem Bericht des Schatzmeisters Helmut Tomscheit folgte eine eingehende Diskussion über die Finanzlage für das Jahr 2003 sowie weitere anstehende Fragen.

Tilsit-Ragnit

Kreisvertreter: Hartmut Preuß, Hordenbachstraße 9, 42369 Wuppertal, Telefon (02 02) 4 60 02 34, Fax (02 03) 4 96 69 81. Geschäftsstelle: Helmut Pohlmann, Telefon (0 46 24) 45 05 20, Fax (0 46 24) 29 76, Rosenstraße 11, 24848 Kropp

Humanitäre Hilfe - Keine Überschwemmung, keine Flutopfer wie in Deutschland, und doch tut Hilfe not im nördlichen Teil Ostpreußens. Diese leistet seit nahezu zehn Jahren der "Verein Humanitäre Hilfe Oblast Kaliningrad/Königsberg", in Oberammergau, in dem die Kreisgemeinschaft durch ihre Kreistagsmitglieder Reinhard August vertreten ist. Der zweite Hilfstransport dieses Jahres in die russische Exklave hatte geladen: 44 Krankenhausbetten, Matratzen, Nachttische, Rollstühle, Verbandsmaterial, Schwester- und OP-Kleidung, Bettwäsche und vier neue Dialysegeräte für die Dialysestation. Diese neusten Geräte wurden von der Firma Fresenius zur Verfügung gestellt, ein Gerät wurde gekauft (22.000 Euro), der Rest gespendet. Der Kauf des Gerätes war nur mit Hilfe der Bayerischen Staatsregierung möglich (15.000 Euro), den Rest brachte der Verein auf. Die Kinderklinik N 4 zeigte den Helfern die neue Waschküche, wo die geschenkten Geräte (Waschmaschine, Trockner und eine Heißmangel) vor einigen Wochen ihren Betrieb aufgenommen haben. Die Ärzte freuten sich über die mitgebrachten 600 Baby-Elektroden und weitere 19 Kartons mit medizinischem Material.

Beim Treffen mit den Muko-Müttern (Mukoviszidose) und Kindern bestand ein Ergebnis darin, den Erfahrungsaustausch zwischen den Müttern zu vertiefen und zu verbessern. Inhalationsgeräte, Pakete und Patengeld zum Kauf wichtiger Medikamente wurden dankbar begrüßt. Die ärztliche Versorgung ist nach wie vor schlecht, so wurde der Wunsch nach einem wiederholten Besuch der Krankengymnastin Frau Kieselmann mehrfach geäußert.

Die Gruppe der Diabetikerkinder war froh über 2.000 Insulinspritzen und Zuckertestgeräte sowie über das Patengeld. Was sich bei uns in Westeuropa keiner vorstellen kann, ist unter anderem die ungenügende medikamentöse Versorgung: Mal gibt es im ganzen Gebiet kein Insulin, ein anderes Mal keine Teststreifen. Medikamente müssen sie sich selber kaufen. Deshalb werden, wie bei den Muko-Kindern, noch Paten benötigt.

Die offizielle Einweihung der renovierten Dialysestation im Gebietskrankenhaus mit zur Zeit sieben Behandlungsplätzen, wurde auch im Fernsehen gezeigt. Die Station kann sich sehen lassen, wobei die im Frühjahr aus Prenzlau mitgebrachten Geräte inzwischen installiert waren und das Personal entsprechend eingewiesen wurde. Wenn auch maschinell jetzt ein hoher Standart erreicht wurde, so muß der Verein weiterhin mit Schlauchsystemen und Filter helfen. Die Station müßte dringend erweitert werden. Nähere Informationen über den "Verein Humanitäre Hilfe Oblast Kaliningrad/Königsberg" bekommt man bei der Kreisgemeinschaft.

Hilfe für Lengwethen - Die von Artur Schilm, Kirchspielvertreter von Lengwethen/Hohemsalzburg, organisierte Reise in die Heimat, hatte zum Ziel, die 2001 ins Leben gerufene Partnerschaft zwischen den Neubürgern von Lunino/Hohensalzburg und den Altbürgern vom Kirchspiel Hohensalzburg mit Leben zu erfüllen. Bei dem großartigen Empfang wurden die mitgebrachten Geschenke und gesammelten Gelder der Bürgermeisterin von Lunino, Natalia Marusowa, und der Schuldirektorin, Nadeschda Bulgakowa, übergeben. Es fanden in der Zeit noch mehrere Treffen statt. Es war eine Reise der Völkerverständigung. Die Dankesbriefe ließen nicht lange auf sich warten.

An Artur Schilm - Die Kreisverwaltung Neman (Ragnit) und die Administration Lunino bedanken sich tief und herzlich bei den Bürgern Deutschlands und Ostpreußens, vor allem bei dem Kirchspielvertreter Artur Schilm, für die geleistete Hilfe an die Einwohner der Siedlung Lunino im Kreis Neman, Gebiet Kaliningrad im Rahmen des Vertrages zwischen den Siedler und den Altbürgern aus dem Kirchspiel Hohensalzburg. Landrat von Neman, Sergej Ledenjow und Bürgermeisterin von Lnino, Natalia Marusowa.

Dankesbrief von der Schuldirektorin - die allgemeinbildende Kreisschule aus Lunino bedankt sich recht herzlich für die materielle Hilfe für die Schulreparatur bei Herrn Artur Schilm und den ehemaligen Einwohnern Ostpreußens und Hohensalzburg. Vielen, vielen Dank für ihre Hilfe, so auch für das Verständnis unserer Probleme. Wir hoffen auf weitere Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen beste Gesundheit, Wohlbefinden, unerschöpfliche Energie für weitere Taten. Direktorin der Schule Lunino, Nadeschda Bulgakowa.

50jähriges Jubiläum - Emil Drockner feierte am 6. Oktober 2002 nicht nur seinen 82jährigen Geburtstag, auch 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit. Das ostpreußische Urgestein aus Neu Argeningken im Kreis Tilsit-Ragnit erlernte nach erfolgtem Schulabschluß 1934 das Schmiedehandwerk. Nach der Lehre wechselte er zur Schichau-Werft in Königsberg, 1940 Einberufung zur Luftwaffe, am 10. Mai 1945 geriet er in russische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung im Dezember 1948 wählte er Berlin als neue Heimat. Nach einem schweren Schicksalsschlag in seiner Familie fand er Trost und Zuversicht bei seinen ostpreußischen Landsleuten, die sich 1949 zusammen mit den Nachbarkreisen Tilsit-Stadt und Elchniederung zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen hatte. Mit ganzer Kraft setzte er sich für seine Heimat Ostpreußen und für seine Tilsit-Ragniter ein und war ab 1952 als Kassierer der Kreisgruppe Berlin tätig. Das Vertrauen, das er bei seinen Landsleuten besaß, zeigte sich 1960, als er einstimmig zum Kreisbetreuer unseres Heimatkreises Tilsit-Ragnit gewählt wurde. Er war zu der Zeit auch ständiges Mitglied im Kreisausschuß in der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit in Westdeutschland.

Nach dem Fall der Mauer erleichterte sich die Arbeit für Emil Drockner. Er übernahm zusätzlich seinen Geburtsort, Neu Argeningken/Argenbrück, als Kirchspielvertreter in der Kreisgemeinschaft. Nach der Öffnung und der Reisemöglichkeit in unser Königsberger Gebiet, fährt Emil jedes Jahr in das Kreisgebiet Tilsit-Ragnit und in seinen Geburtsort. Er scheut keine Mühen und Strapazen, um die jetzt dort lebende Bevölkerung mit Hilfsgütern und kleineren Geldzuwendungen zu unterstützen, auch zu der Verwaltung, Kindergärten und Schulen, haben such gute Kontakte entwickelt. Für seinen unermüdlichen und selbstlosen Einsatz wurde ihm das Ehrenzeichen der Landesgruppe Berlin der Landsmannschaft Ostpreußen in Gold verliehen. Außerdem wurde er für seine Verdienste um die Heimatvertriebenen durch den Bund der Vertriebenen mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Emil Drockner ist ein uriger und heimatverbundener Ostpreuße geblieben. Sein Einsatz für die Heimat in seinem Alter ist zu bewundern und verlangt Hochachtung.

Die Berliner Landsleute lieben ihren "Emil" und beweisen ihm ihre Dankbarkeit durch rege Teilnahme bei den Zusammenkünften. Bei Kreistagssitzungen oder anderen Zusammenkünften der Kreisgemeinschaft nehmen wir gerne die Anregungen und Vorschläge, die von Emil in wunderbarem Ostpreußisch vorgetragen werden, an. Die Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit dankt Emil Drockner für seine treue und erfolgreiche Arbeit, mit der Bitte um weitere fruchtbare Mitarbeit.

Treuburg

Kreisvertreter: Dr.-Ing. Hein- rich Matthée, Wilkiensweg 5, 49525 Lengerich, Telefon (0 54 81) 3 12 01 (d), Fax (0 54 81) 8 14 74 (p). Geschäftsstelle: Irmgard Klink, Schlehdornweg 30, 47647 Kerken, Telefon (0 28 33)

39 84, Fax (0 28 33) 39 70. Ansprechpartnerin in Ostpreußen: Michaela Dabrowska, Lesk 8/2, PL-19-400 Olecko, Telefon (0048) 875234336; Fax: 0048-875204875.

Hilfe für unseren ehemaligen Treuburger Friedhof in Treuburg (Olecko) - Seit dem Dezember 1999 bemühen wir uns in Gesprächen mit den polnischen Behörden in Treuburg (Olecko), um die Instandsetzung des Geländes, welches den evangelischen Friedhof in Treuburg umfaßte. Seitdem berichte ich über die Planung und den Fortgang der Verhandlungen regelmäßig im THB. Alle, die den heutigen Zustand unseres Friedhofes aus eigenem Augenschein kennen, wissen, daß etwas für diesen Ort der Ruhe und des Friedens unserer Vorfahren geschehen muß. So soll also aus dem Friedhof eine Grünanlage entstehen, die Hauptwege werden erhalten bleiben, und an zentraler Stelle soll das Kriegerdenkmal von 1866 und 1870/71, das früher auf dem Kirchberg stand, wieder aufgestellt werden. Grabstellen, die noch erkennbar sind, sollen bestehen bleiben. Im nächsten THB wird ausführlich über die Planungsarbeiten zu berichten sein. Die Mittel der Kreisgemeinschaft werden den Teil der Kosten, den wir übernehmen sollten, leidern nicht abdecken können. Jeder, der helfen will oder aber nähere Informationen möchte, wende sich bitte an Irmgard Klink, Schlehdornweg 30, 47647 Kerken, Telefon und Fax (0 28 33) 39 84.

Feier der deutschen Volksgruppe in Olecko (Treuburg) - Im September feierte die deutsche Volksgruppe in Treuburg (Olecko) ihr zehnjähriges Jubiläum. Fast 100 Gäste, die meisten natürlich Deutsche (geboren in Stadt oder Kreis Treuburg), waren der Einladung von Michaela Dabrowska, der Vorsitzenden der deutschen Gruppe in Treuburg, zu diesem Geburtstag gefolgt. Nach der herzlichen Begrüßung durch Michaela Dabrowska folgten Grußworte, die der Vertreter der Kreisgemeinschaft, Dr.-Ing. H. Matthée, einleitete. Er überbrachte herzliche Grüße aus Westdeutschland, gratulierte zum 10. Geburtstag, dankte den in Ostpreußen gebliebenen Treuburgern für ihren Überlebensmut und besonders Michaela Dabrowska mit einem Blumenstrauß für ihr erfolgreiches Wirken für die in der Heimat verbliebenen Deutschen. Der Kreisvertreter dankte dann auch den Vertretern der Stadt Olecko, an der Spitze ihrem Bürgermeister, für die Förderung des Zusammenlebens von Polen und Deutschen. Er erinnerte an die für die Deutschen erfreuliche Entwicklung in der Denkmalfrage am Kirchberg und betonte das gemeinsame Projekt zur Herrichtung des evangelischen alten Treuburger Friedhofes. In seiner Ansprache wandte sich Bürgermeister Olszuster an die in Ostpreußen verbliebenen Deutschen, sagte ihnen seine Anerkennung und Unterstützung als deutsche Minderheit zu. Wie in seiner umfassenden Grußrede zum Kreistreffen der Sensburger und Treuburger, im August diesen Jahres, hob er das freundschaftliche Zusammenleben von Deutschen und Polen hervor und bedankte sich für die offene Diskussion mit den Verantwortlichen der Kreisgemeinschaft Treuburg.

Michaela Dabrowska faßte dann die Entwicklung der deutschen Minderheit in Treuburg, während der letzten zehn Jahre, zusammen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen war Zeit für viele persönliche Gespräche, einer jüngeren Tanzgruppe zwischendurch oder dem Chor aus Bischofsburg zuzuhören, der zum Mitsingen deutscher Volkslieder einlud. Zehn Jahre deutsche Minderheit in Treuburg - was bringen die nächsten zehn Jahre?

Zehn Jahre Gesellschaft der Deutschen Minderheit in Treuburg - Nach der Wende in Polen konnten Bürger deutscher Abstammung sich wieder zu ihrer Herkunft bekennen, in Vereinen treffen, sowie neben der polnischen Staatsbürgerschaft einen deutschen Paß beantragen. So wurde in Olecko (Treuburg) am 30. November 1991 die Gesellschaft der Deutschen Minderheit gegründet. Die Gesellschaft wird von der Kreisgemeinschaft Treuburg und der Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg unterstützt sowie vom Deutschen Konsulat in Danzig durch den Verband in Allenstein. Zu Beginn zählte die Gesellschaft nur 15 Mitglieder; die geringe Zahl erklärt sich aus der Tatsache, daß der Kreis kurz vor Ende des Krieges im Herbst 1944 total geräumt wurde. Erst später kehrten einige wenige Deutsche in unseren Kreis zurück, die alle für Polen stimmen mußten. Das Interesse und die Freude ist sehr groß, und die Mitglieder beteiligten sich lebhaft an den Veranstaltungen wie zum Beispiel Sommerfesten, Ausflügen und an Weihnachtsfeiern, bei der die Kinder stets eine kleine Überraschung erhielten. So steigerte sich die Mitgliederzahl auf 98; seit einigen Jahren haben wir konstant 70 Mitglieder. Und dieses Jahr konnte das zehnjährige Bestehen gefeiert werden.

In den Jahren von 1992 bis Mitte 1995 fand zweimal wöchentlich ein Sprachkurs statt. Aus mangelnder Teilnehmerzahl wurde dieser wieder eingestellt. Gründe hiefür waren die sehr weiten Entfernungen, die zurückgelegt werden mußten, um am Unterricht teilzunehmen, und die angeheirateten Ehepartner, die nur polnisch sprechen. So müssen heute die Versammlungen und Vorstandssitzungen in polnischer Sprache geführt werden, da die Deutschkenntnisse rapide abnehmen. Unsere deutschsprachige Bibliothek, die wir durch Spenden haben aufbauen können, haben wir den Mitgliedern, die noch der deutschen Sprache mächtig sind, zur Verfügung gestellt. Für die Landsleute, die ihre Heimat besuchen, organisieren wir gerne ein gemütliches Zusammentreffen, sei es ein Lagerfeuer am See oder eine Kaffeetafel. Auch laden wir Sie herzlich ein, uns im Büro in der ul. Slowianska 2, 19-400 Olecko zu besuchen. Die Bürozeit ist jeden 2. Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr und jeden letzten Freitag im Monat von 15 bis 18 Uhr und natürlich nach Vereinbarung.