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21.12.02 / Volkes Meinung / Umfrage im Königsberger Gebiet und in Russland

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. Dezember 2002


Volkes Meinung
Umfrage im Königsberger Gebiet und in Russland

Die Stiftung "Öffentliche Meinung" hat in der Russischen Föderation eine Umfrage zum Brüsseler Kompromiß in der Frage des Transits zwischen Rußland und dem Königsberger Gebiet durchgeführt. Von den 1.500 Teilnehmenden aller Schichten kannten 29 Prozent die Vereinbarung, 31 Prozent hatten immerhin davon gehört. Der überwiegende Teil der informierten Bürger hatte eine höhere Schulbildung; ebenso waren die Bewohner der nordwestlichen und der zentralen Bezirke der Russischen Föderation besser informiert. Diejenigen, die von den Verträgen über die neuen Transitregeln gehört hatten, wurden gebeten, ihre Bewertung hierzu abzugeben. Fast ein Drittel der Befragten, 31 Prozent, hielten die erreichte Lösung für einen Erfolg der russischen Diplomatie. Diese Meinung wurde besonders häufig von Bewohnern der nordwestlichen Bezirke geäußert, zu denen auch das nördliche Ostpreußen zählt. Für 18 Prozent der Befragten war die Vereinbarung von Brüssel ein deutlicher Mißerfolg für die russische Regierung. Dies wurde vor allem von seiten der Kommunisten geäußert. 19 Prozent taten sich schwer damit, überhaupt eine Bewertung zu treffen.

Eine weitere Frage bezog sich auf die persönlichen Vorstellungen für die Zukunft des Königsberger Gebietes. 29 Prozent antworteten, daß das Gebiet weiterhin zur Russischen Föderation gehören solle und den gleichen Status erhalten müsse wie andere Regionen des Staates. Ein Fünftel, genauer gesagt 21 Prozent, schlug vor, daß das nördliche Ostpreußen Territorium der Föderation bleiben solle, allerdings mit einem eigenen Status. 19 Prozent äußerten die Ansicht, daß das Gebiet weiterhin zur Föderation zählen solle, daß jedoch völlig eigene Gesetze gelten sollten. Der Anteil jener, die glauben, daß das Gebiet für die Föderation endgültig verlorengehen werde, liegt wie bei früheren Umfragen zu diesem Thema unverändert bei acht Prozent. MRK