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21.12.02 / Notiert

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 21. Dezember 2002


Notiert

Werft zum Verkauf

Die Tilsiter Werft steht möglicherweise vor dem Verkauf. Auf der Werftanlage an der Memel waren zu sowjetischen Zeiten 250 Arbeiter beschäftigt. Pro Jahr wurden 18 bis 20 kleine Fischerboote gebaut. Nach der Perestroika ging die Produktion jedoch stark zurück, und das Unternehmen wurde von der Moskauer Firma "Baltstrojkomplekt" aufgekauft. Doch auch der neue Eigentümer konnte die Fabrik nicht aus der Krise ziehen. Jetzt gibt es dort gerade noch 70 Arbeitsplätze, und nur wenige Bestellungen liegen vor. In diesem Jahr gelang es nur, drei Fischerboote zu verkaufen. Ein Boot kostet 750.000 Rubel (23.000 Euro). Lediglich ein kleines Boot wurde über den Winter zur Überholung in die Werft gebracht. Die Fischer benötigen zwar Boote für den küstennahen Fang, jedoch fehlt den Fischereigenossenschaften ebenso wie den Kolchosen das notwendige Geld für Investitionen. Ob sich unter diesen Voraussetzungen ein Käufer für die Werft finden wird, ist ungewiß. Bereits vor zwei Jahren gab es Verkaufspläne, doch die mußten seinerzeit mangels Interessenten wieder fallengelassen werden.

 

Busse aus Italien

50 Autobusse der Marke "Iveco" haben den Militärhafen Pillau über den Seeweg aus Italien erreicht. Die Busse sind für die städtischen Verkehrsbetriebe in Königsberg bestimmt. Sie wurden mit Unterstützung der Mailänder Kommunalverwaltung zu günstigen Konditionen abgegeben. Die Maschinen wurden alle generalüberholt; der Preis für einen Omnibus betrug 125.000 Rubel (zirka 4.000 Euro), wobei die Mailänder die Kosten für 22 Busse vollständig übernommen haben. Auf diese Weise kann der Fuhrpark des ÖPNV in der ostpreußischen Hauptstadt für einen Betrag von 3,5 Millionen Rubel spürbar verjüngt werden. Nach der Erledigung des unvermeidlichen Papierkrieges sollen die neuen Busse ohne Verzug eingesetzt werden.

 

Unfall vor Memel

Vor der Ostseestadt Memel ist der mit 50.000 Tonnen Öl beladene Tanker "Princess Pia" nach dem Verlassen des Hafens auf Grund gelaufen. Nähere Einzelheiten teilte die Sprecherin des staatlichen litauischen Meer-Informationszentrums, Zita Talatkelpsaite, mit. Demzufolge habe es keine Verletzten gegeben, und auch ansonsten halte sich der Schaden in Grenzen. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe das 1979 gebaute und unter panamesischer Flagge fahrende Tankschiff nur zwei kleine Lecks an den mit Wasser gefüllten Ballast-Tanks. Eine unmittelbare Gefahr für die Umwelt bestehe daher nicht.

 

Besuch in Hamburg

Zur "Stärkung der bürgergesellschaftlichen Zusammenarbeit" mit Königsberg war eine sechsköpfige, aus Vertretern von Staat und Gesellschaft bestehende Delegation der Pregelstadt vom 9. bis zum 13. dieses Monats Gast der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf dem Programm standen neben Rathausführung und Stadtrundfahrt auch der Besuch des Senatsamtes für die Gleichstellung der Frau, des Info-Point Europa, der Wirtschaftsjunioren bei der Handelskammer, der Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände (AGfJ), des Umweltzentrums, des Europa-Jugendbüros, des Nutzmüll e.V. sowie eines Bezirksamtes und eines Jugendhauses.