19.01.2022

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11.01.03 / Die ostpreußische Familie

© Das Ostpreußenblatt Ausgabe / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 11. Januar 2003


Die ostpreußische Familie
Leser helfen Leser
Ruth Geede

Lewe Landslied,

es ist immer schön, wenn mir aus dem Leserkreis Mut zugesprochen wird. Zwar steht in den meisten Briefen ein zustimmenes "Macht weiter so!", aber wenn dann ein Schreiben kommt wie das von dem Kreisvertreter von Bartenstein, Wolfgang Wever, dann freue ich mich besonders. Denn seinen Schlußsatz: "Ich schreibe Ihnen dieses, um Ihnen Mut zu machen für Ihre weitere Arbeit!", kann ich getrost an unsere ganze Familie weitergeben, damit das kleine Pflänzchen Hoffnung, das in jedem Wunsch keimt, weiter wächst und vielleicht einmal Früchte trägt.

Herr Wever hatte im vergangenen Jahr durch unsere Familie das letzte Hausmädchen aus dem Bartensteiner Haushalt seiner Eltern gefunden - und für ihn war das wirklich ein "Wunder". Nun hat er ein zweites erlebt, das allerdings nicht durch unsere Ostpreußische Familie zustande kam, sondern durch einen Bericht im Gumbinner Heimatbrief über die Arbeit an einem Kriegsgräberfriedhof in Mattischkehmen. Herr We-ver war wie elektrisiert, denn sein Vater wird seit den Kämpfen um diesen Ort im Oktober 1944 vermißt. Alle Versuche, etwas über das Schicksal seines Vaters zu erfahren, waren bisher vergeblich gewesen. Herr Wever schrieb an den Autor des Berichtes und bekam eine Dokumentation, aus der hervorgeht, daß sein Vater bei den Kämpfen gefallen ist. Nun hat er die Gewißheit, daß sein Vater nicht den Russen in die Hände fiel und es ihm auch erspart geblieben ist, zu erfahren, was mit seiner Frau und den vier Kindern ab Ja-nuar 1945 geschah. "Unglaublich, nach 58 vergeblichen Jahren nun die Gewißheit zu bekommen!" schreibt Herr Wever, und dem kann man nur zustimmen.

Das Mitfühlen, Mitdenken, Mit-arbeiten ist eben das Geheimnis des Erfolges unserer Ostpreußischen Familie. Auch ein kleiner Beweis dafür ist die E-Mail von Ina Pakusch aus Berlin. Sie hatte vor einigen Monaten in unserer Kolumne den Namen Wally Striewski gelesen. Inzwischen besteht eine gute Verbindung zwischen den Frauen, denn beide gehören zu einem Stammbaumzweig des großen Clans "Pakusch". Übrigens auch der Name Schwesig, der bei uns auch schon einmal genannt wurde. Nun schreibt Frau Pakusch: "Vielleicht kann ich als kleines Dankeschön anderen Suchenden helfen. Ich habe eine umfangreiche Datenbank im Verlauf meiner Recherchen zusammengetragen und kann even-tuell behilflich sein, wenn es um gesuchte Personen aus Osterode und dem umliegenden Gebiet geht." Als Ortsnamen nennt sie Locken, Falkenstein, Plichten, Hohenstein, Thomareinen (-scheinen), Manchen- gut und Döhringen. Aber auch über Personen aus Allenstein, Mohrungen und umliegenden Ortschaften besitzt Frau Pakusch Unterlagen. Das sind sicher gute Hinweise für manche Stammbaumforscher. (Ina K. Pakusch, Schillerstraße 97 in 10625 Berlin.)

Für eine Frage des Bearbeiters der Altpreußischen Biographie, Klaus Bürger, habe ich versucht, auf eigene Faust zu recherchieren, kam aber nicht weiter. Also bitte: Familie hilf! Gesucht werden für die von der Historischen Kommission für ost- und westpreußische Landesforschung herausgegebene Biographie sämtliche Unterlagen über den 1919 geborenen Schau-spieler Gerd Ribatis. (Klaus Bürger, Heinrich-Heine-Straße 16 in 25813 Husum.)

Eure

Ruth Geede