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11.01.03 / Singen, Musizieren und Tanzen / Der Arbeitskreis Nordostdeutsche Musik e.V. informiert und lädt ein

© Das Ostpreußenblatt Ausgabe / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 11. Januar 2003


Singen, Musizieren und Tanzen
Der Arbeitskreis Nordostdeutsche Musik e.V. informiert und lädt ein

Wollt ihr wissen, ob ein Land wohl regiert und gut gesittet ist, hört seine Musik." Diesen weisen Spruch des Konfuzius hat Eike Funck in den Mittelpunkt seines Vorworts zu den neuen Mitteilungen des Arbeitskreises Nordostdeutsche Musik e.V. gestellt. Mit Heft 7 (Dezember 2002; 52 Seiten, 4 Euro; zu beziehen über den Arbeitskreis, Hansdorfer Landstraße 113, 22927 Großhansdorf) liegt wieder eine äußerst informative Publikation vor, die nicht nur über die vielfältigen Aktivitäten des Arbeitskreises unterrichtet, die vielmehr auch einführt in die Musiklandschaft Ostpreußen. So hat Eike Funck, der Vorsitzende des Arbeitskreises, sich der mühevollen Aufgabe angenommen und Daten zur Musikgeschichte Ostpreußens zusammengestellt. Von den Kultgesängen der Prussen über die geistlichen Lieder der Ordensbrüder, die Konzerte zu den Krönungsfeierlichkeiten Friedrichs I. in Königsberg bis hin zur Gründung des Bundes für Neue Tonkunst und dem 23. Deutschen Bachfest in Königsberg führt die Reise durch die Musiklandschaft, die 1945 keineswegs untergegangen ist. So setzt Funck seine Auflistung fort, indem er die Stiftung des Ostpreußischen Kulturpreises 1957 nennt, der immerhin bereits zehnmal im Bereich Musik verliehen wurde, nennt Komponisten wie Siegfried Matthus, der mit seinen Werken die Musikwelt heute begeistert. Die Gründung des Arbeitskreises für Nordostdeutsche Musik 1982 gehört ebenso zum lebendigen Musikleben wie die Sommerfeste der deutschen Vereine im südlichen Ostpreußen, die auch das Chorsingen pflegen. Eine besondere Erwähnung findet natürlich auch der 250. Geburtstag des Komponisten und Kapellmeisters Johann Friedrich Reichardt. Ein Interview mit dem Kulturreferenten der Landsmannschaft Ostpreußen, Sebastian Husen, informiert über die Arbeit des Referats, darunter auch über die grenzübergreifenden Aktivitäten. Ein Bericht über musikalische Eindrücke auf einer Reise ins nördliche Ostpreußen und ein Aufsatz über die Erforschung des Masurischen Volksliedes von Joseph Müller-Blattau runden das neue Mitteilungsheft ab und machen neugierig auf weitere Aktivitäten. So ist dieses Mal eine Einladung zur 25. Nordostdeutschen Musikwoche beigelegt, die vom 22. bis 27. April in Duderstadt am Eichsfeld stattfindet und das Motto "Musiklandschaft Ostpreußen" trägt.

Singen, Musizieren, Tanzen und Zuhören stehen wieder auf dem reichen Programm, für das erneut bewährte und namhafte Kräfte gewonnen werden konnten. In Arbeitsgruppen werden Werke verschiedener Komponisten einge- übt, während das Tanzatelier für Fortgeschrittene sich mit der Ausführung von ostpreußischen Ernte- und Fischertänzen beschäftigt. Als besonderer Schwerpunkt wird diesmal die musikalische Früherziehung angeboten. Kinder, Enkel, Nichten und Neffen sind also besonders herzlich eingeladen (zu ermäßigten Preisen). Unterkunft und Verpflegung sowie Kursgebühr 230 Euro (Mitglieder), 250 Euro (Nichtmitglieder). Anmeldung bitte bis 17. März an Gisela Tesdorff, Opitzstraße 6 a, 22301 Hamburg, Telefon 040/ 2 70 02 29. man