21.01.2022

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15.02.03 / Im Schmollwinkel

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 15. Februar 2003


Michels Stammtisch: 
Im Schmollwinkel

"Die spinnen, die Liberalen", hieß es am Stammtisch im Deutschen Haus. Immerhin sei die hessische FDP die erste Partei, "die sich erfolgreich aus der Regierung gesiegt hat", wie eine nordhessische Zeitung die Verweigerung der Mitarbeit in der neuen Koch-Regierung bezeichnete.

Der Stammtisch befand, in den letzten vier Jahren hätte die FDP zwei gute Minister in der CDU-FDP-Koalition gehabt. Nun aber störe die beiden die neue "absolute Mehrheit" der CDU. Deswegen zögen sie sich zurück in den Schmollwinkel, um der CDU "genau auf die Finger zu schauen", wie einer der beiden erklärte.

Am Stammtisch hieß es dazu, wahrscheinlich werde es dem Ex-minister dabei sehr schnell sehr langweilig werden und die FDP landespolitisch in fünf Jahren vergessen sein.

Die CDU habe diesmal nur 48,9 Prozent der Wählerstimmen gehabt und die "absolute Mehrheit" im Landtag mit nur einer einzigen Stimme allein wegen des Wahlrechts erhalten, stellte der Stammtisch fest. Viele Wähler hätten eine erfolgreiche Koalition gewählt und seien nun sauer auf die FDP. "Drei Prozent sind wir bestimmt", meinte ein CDU-Mann, der diesmal FDP gewählt hatte, um den Koalitionspartner zu stärken. Das werde er nie wieder tun, sagte er und fügte bedeutsam hinzu: "Diesmal hatte die FDP 7,9 Prozent ..."