19.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
24.05.03 / Aus den Heimatkreisen

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 24. Mai 2003


Aus den Heimatkreisen

Angerapp (Darkehmen)

Kreisvertreter: Fritz Pau-luhn, Osterbruchweg 3, 30966 Hemmingen, Telefon und Fax (0 51 01) 29 34

Busreise vom 18. bis 28. September nach Angerapp - Das Interesse für unsere geplante Busreise zum Stadtfest nach Angerapp ist so groß, daß bereits ein zweiter Bus eingesetzt werden mußte. In diesem zweiten Bus stehen nun noch ein paar Plätze zur Verfügung. Wer an dieser Reise noch teilnehmen möchte, melde sich bitte kurzfristig bei unserer stellvertretenden Kreisvertreterin, Edeltraut Mai, Telefon (0 41 02) 82 33 00.

Unser Programm sieht wie folgt aus - Grenzübergang Kietz/Küstrin über Landsberg, Deutsche Krone zum Ort der Zwischenübernachtung Schneidemühl. Weiterfahrt über Graudenz, Wormditt zum Grenzübergang Heiligenbeil. Von hier an Königsberg, Tapiau vorbei, durch Insterburg nach Gumbinnen. Im Hotel "Kaiserhof" werden wir für fünf Übernachtungen Quartier beziehen. Sonnabend und Sonntag sind wir anläßlich des Stadtfestes Ehrengäste der Stadt Angerapp. Während des Aufenthaltes in Gumbinnen werden Fahrten nach Trakehnen, Tagesfahrten zur Kurischen Nehrung, Besichtigung der Vogelwarte Rossitten, Rauschen und so weiter durchgeführt. In aller Ruhe können die einzelnen Heimatorte besucht werden. Die Abreise von Gumbinnen erfolgt am Mittwoch über Goldap, Lötzen nach Sensburg. Hier sind zwei Übernachtungen vorgesehen. Es ist unter anderem eine Schiffahrt auf den masurischen Seen, Staken auf der Kruttinna geplant. Danach erfolgt die Reise Richtung Danzig mit Fahrt auf dem Oberländer Kanal (Rollberge) von Buchenwalde nach Elbing - dem technischen "Weltwunder" der Ostpreußen. In Danzig erfolgt eine Stadtbesichtigung mit Führung. Übernachtung erfolgt im Raum Danzig oder Zoppot. Die Weiterreise geht zur letzten Übernachtung nach Landsberg (größte Stadt der Neumark, 40 Kilometer vor dem Grenz-übergang nach Deutschland. Am nächsten Tag erfolgt die Heimfahrt in Richtung Grenzübergang Küstrin.

 

Angerburg

Kreisvertreter: Kurt-Werner Sadowski. Geschäftsstelle und Archiv: Bärbel Lehmann, Telefon (0 42 61) 80 14, Gerberstraße 12, 27356 Rotenburg (Wümme)

7. Angerburger Heimattreffen in Güstrow - Die Angerburger Treffen sich am 21./22. Juni 2003 in Güstrow im Bürgerhaus, Sonnenplatz 1, nahe dem Stadtzentrum. Dazu sind alle Angerburger und Freunde der Angerburger herzlich eingeladen. An beiden Tagen ist der Saal ab 10 Uhr geöffnet und es werden kleine Speisen und Getränke angeboten. Im Rahmen des Treffens besteht die Möglichkeit zum Besuch der IGA 2003 (Gartenbausausstellung) in Rostock. Der Bus zur IGA fährt um 13 Uhr pünktlich vom Bürgerhaus ab. Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige schriftliche Anmeldung mit Anzahl der teilnehmenden Personen bis zum 13. Juni an Karin und Günther Büttner, Pustekowstraße 29, 18273 Güstrow, erforderlich. Um 19.30 Uhr findet im Bürgerhaus ein Heimatabend "Ostpreußisch Platt" statt. Am Sonntag, 22. Juni, 10 Uhr, findet im Dom zu Güstrow ein evangelischer Gottesdienst statt. Um 11.30 Uhr treffen sich alle Teilnehmer im Bürgerhaus zu einer Feierstunde. Anschließend geselliges Beisammensein und Mittagessen im Bürgerhaus. Zimmer vermittelt der Fremdenverkehrsverein Güstrow, Domstraße 9, 18273 Güstrow, Telefon (0 38 43) 68 10 23, Fax (0 38 43) 68 29 79. Alle Angerburger und deren Freunde aus nah und fern sind herzlich eingeladen. Gäste sind ebenfalls willkommen.

 

Fischhausen

Kreisvertreter: Louis-Fer-dinand Schwarz. Geschäftsstelle: Telefon (0 41 01) 2 20 37 (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 9-12 Uhr), Postfach 17 32, 25407 Pinneberg

Samlandtreffen in Erfurt am 12. und 13. April 2003 - "Wenn Sie sich zum vierten Mal in Erfurt treffen, muß es Ihnen bei uns ja gefallen haben!" Mit diesen Worten begrüßte der Vertreter des Oberbürgermeisters von Erfurt, Herr Kaiser, die Teilnehmer des Samlandkreises in Erfurt. Er lag richtig mit dieser Beobachtung. Nach drei gelungenen Kreistreffen, zu denen die Kreisgemeinschaften Fischhausen und Königsberg-Land 1995, 1996 und 1998 eingeladen hatten, erwies sich Erfurt auch jetzt wieder als der richtige Standort. Die Samländer fanden eine Stadt vor, die sich zusehends verschönert und sich mit liebevoll restaurierten historischen Bauwerken präsentiert. Ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Gassen bei strahlendem Sonnenschein war für die Ostpreußen eine zusätzliche Freude. Gut 250 Teilnehmer fanden den Weg in "DASDIE Brettl", ein Theater an der Langen Brücke, das hinreichend Platz zum "Schabbern" bot und zu dem ein kleinerer Bühnenraum gehörte, in dem Filme vorgeführt wurden. Die Ausstellung "Ostpreußische Landwirtschaft" von Gerhard Fischer war geschickt in der Bar des Theaters untergebracht, und ein freundliches Team stellte mit der Bewirtschaftung die Gäste zufrieden.

Der Kreisvertreter von Fischhausen, Louis-Ferdinand Schwarz, begrüßte die Samländer am Sonnabend, dem 12. April 2003, und kündigte den er-sten kulturellen Höhepunkt des Treffens an, den Vortrag der Vorsitzenden der Agnes-Miegel-Gesellschaft, Frau Dr. Marianne Kopp, über Leben und Werk Agnes Miegels "Leben - was war ich dir gut". Der einstündige Vortrag führte durch die Lebensstationen Agnes Miegels, zeigte ihr Elternhaus, ihre Schulzeit in Königsberg und Weimar, die langen Jahre, die sie der Pflege ihrer Eltern widmete, und ihre journali-stische Tätigkeit an den Königsberger Zeitungen. Das dichterische Werk wurde vorgestellt von den ersten Balladen-Dichtungen über die "Geschichte aus Altpreußen" bis hin zu den Elegien über die verlorene Heimat. Marianne Kopp hob die Heimatgebundenheit der "Mutter Ostpreußens" hervor, machte aber zugleich deutlich, daß hier ein Werk vorliegt, das über eine "Heimatdichtung" hinausgeht. Das bezeugen die zahlreichen Preise und Ehrungen, die der Dichterin zuteil wurden. Als echte Ostpreußin aber zeichnet sie die Aussöhnung mit ihrem Schicksal aus, die sie nach "später Wanderfahrt" mit den Worten ausdrückt: "Lehrtest mich täglich neu/nichts als den Haß zu hassen." Marianne Kopp ließ die Dichterin selbst zu Wort kommen und rezitierte eindrucksvoll die Balladen "König Manfred", "Die Frauen von Nidden" und "Agnes Bernauerin". Es war für die Zuhörer Freude und Erschütterung, als die Gedichte "Mainacht" und "Abschied von Königsberg" vorgelegt wurden. Ein Ehrengast wohnte dem Vortrag bei, Roswitha Bechthum, Landtagsabgeordnete der SPD. Wie sich bald herausstellte, stammt sie aus Elbing und hat ihre Heimatstadt heute schon mehrmals besucht. Sie nahm interessiert die Informationen über die Arbeit der Vertriebenen zur Kenntnis und führte mit Herrn Schwarz ein lebhaftes Gespräch über den "Faschismus-Vorwurf", der entkräftet werden konnte. In der offiziellen Begrüßung konnte Louis-Ferdinand Schwarz auf zwei Artikel in der Thüringer Landeszeitung und in der Thüringer Allgemeinen verweisen, die aufgrund einer Pressekonferenz am Freitag erschienen waren. Die positive Berichterstattung hob besonders den guten Kontakt zwischen Russen und Deutschen aus dem Samland hervor. So waren auch in Erfurt zwei russische Gäste aus Cranz anwesend, die Historiker Andrej Techerow und Leonid Efremow.

Fortsetzung folgt

 

Gerdauen

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (0171) 5 27 27 14. Geschäftsstelle: Karin Leon, Am Stadtgraben 33, 31515 Wunstorf, Telefon und Fax (0 50 31) 25 89

Das Gerdauener Stadttreffen in Bad Pyrmont (Teil 2) - Unser Landsmann Jörg Beißel berichtet über das Gerdauener Stadttreffen vom 7.-10. April im Ostheim in Bad Pyrmont: "In diesem Jahr hatten wir ganz auf auswärtige Kräfte verzichtet und so wurde aus den eigenen Reihen erstaunlich viel vorgetragen. So viel, daß - an den Zeigern der Uhr leicht zu erkennen, - auch dieser tolle Abend einfach viel zu kurz war. Um Mitternacht hatte unser Landsmann Joachim Nagel Geburtstag, er feierte seinen 66. im Kreise seiner ehemaligen Gerdauener Mitbürger. Renate Leu hatte schon vorgesorgt, eine entsprechende Glückwunschkarte hergestellt und von allen unterschreiben lassen. Eine Flasche selbstgemachter Aufgesetzter wurde von den Gratulanten zu später Stunde noch geleert. Beim Frühstück am nächsten Morgen gab es ein Glas Sekt zur Begrüßung. Joachim Nagel bedankte sich für die Glückwünsche in der Nacht und an diesem Morgen. Wir brachten ihm dafür noch ein Geburtstagsständchen (auf nüchternen Magen) dar. Nach dem Frühstück gingen viele noch mal in die Stadt, andere saßen noch bei einem gemütlichen Plausch in der Raucherecke des Ostheims zusammen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Doch wer wollte, konnte nach Kaffee und Kuchen, einen Film über Gerdauen von Herbert Schirrmacher sehen. Im Anschluß daran wurde noch ein Film über die "Wilhelm Gustloff" gezeigt. Die Zeit verging wie im Fluge und das Abendessen wartete schon auf uns. Selbstverständlich trafen wir uns an diesem (letzten) Abend wieder im Kantsaal. Jörg Beißel gab den Termin für das nächste Treffen bekannt. Das 10. Stadt-Gerdauener Treffen findet im Jahre 2004 vom 29. März bis 1. April statt.

Alles weitere beim ersten Anschreiben zum Treffen 2004. Eine Überraschung hatten Hildegard Brockmöller und Joachim Nagel parat. Die beiden kamen als Brautpaar in den Saal und vollzogen unter großem Gelächter die Trauung. Ein Riesenspaß, wenn man bedenkt, daß ich immer noch nicht weiß, welchen Namen die beiden jetzt führen! Der Abend endete ebenfalls spät, weil hier noch ein Witz, dort eine Anekdote und ..... weißt Du noch? Dann wollen noch einige in diesem Jahr nach Gerdauen, auch hier Fragen über Fragen ... Einfach zu kurz diese drei Tage ....! So war denn dieses 9. Treffen nach dem gemeinsamen Frühstück schon wieder zu Ende. Rührende Abschiedsszenen bestätigten das gelungene Treffen und alle wünschten ein freudiges und gesundes Wiedersehen im Jahr 2004." Sollte es Gerdauener geben, die noch nie bei diesem Treffen dabei waren, aber Interesse hätten, daran teilzunehmen, bitte kurz anrufen unter der Telefon (0 22 25) 28 56 oder eine E-Mail: joerg.beissel@web.de schicken.

 

Goldap

Kreisvertreter: Stephan Grigat, Tel. (0 52 31) 3 71 46, Fax (0 52 31) 2 48 20, Sachsenstraße 10, 32756 Detmold. Geschäfts­stelle: Waltraud Schmidt, Telefon (0 41 93) 52 42, Fax (0 41 93) 9 76 80, Höllenhorst 5, 24558 Henstedt/Ulzburg

Deutsches Sommerfest in Goldap - Reiseverlauf: Ab Mönkhagen über Lübeck, Hamburg, Hannover, Berliner Ring, Frankfurt Oder, Zwischenübernachtung in Posen mit HP. Weiterreise ins Hotel "Wodnik" in Lötzen für sechs Nächte. 3. Tag nach Goldap, 4. Tag Nikolaiken, nachmittags nach Goldap, 5. Tag nach Szitlkehmen und zum Sommerfest, 6. Tag Abendgrill mit Musik, 7. Tag "Heilige Linde" und "Christel" zum Kaffeetrinken, 8. und 9. Tag Heimreise. Termin 8. bis 16. Juli 2003. Abfahrtsorte: Mönkhagen 5.15 Uhr (Parkmöglichkeiten der Pkw), Lübeck-ZOB 5.45 Uhr, Hamburg-ZOB 6.45 Uhr, Harburg-Hbf. 7.15 Uhr, Hannover-ZOB 9 Uhr, Raststätte Michendorf bei Berlin/Potsdam 12 Uhr. Reisepreis pro Person 538 Euro, Einzelzimmerzuschlag 55 Euro. Anmeldungen bitte an: Familie Relmar und Astrid Meier, Telefon (04 51) 80 67 13 oder Anna-Ellse Faerber, Telefon (04 51) 79 30 03. Durchführung und Veranstalter: Mittermayers Komfort-Reisen GmbH, 23619 Mönkhagen. Buchungen und Sitzplatzverteilung erfolgt in der Reihenfolge des Anmeldeeingangs. Leistungen: Busreise mit Fernreisebus mit Vier-Sterne-Ausstattung, acht Übernachtungen mit HP, alle Zimmer DU/WC, sämtliche Ausflüge, Schiffahrt und Kaffeetrinken sind im Reisepreis bereits enthalten. Anzahlung 75 Euro auf das Konto 114 472 111, Kontoinhaber, Astrid Meier, bei der Sparkasse Lübeck, BLZ 230 50 101. Die Restzahlung ist fällig bis zum 21. Juni 2003.

 

Johannisburg

Kreisvertreter: Gerhard Wip-pich, Karteistelle: Waitz-straße 1, 24937 Flensburg. Schrift­führerin: Sieglinde Falkenstein, Mackensenweg 7, 28832 Achim

Maitreffen der Kreisgemeinschaft -Es ist zur Tradition geworden, daß die Kreisgemeinschaft Johannisburg sich schon seit Anfang der 50er Jahre am 1. Mai in Düsseldorf trifft, um mit Freunden, Nachbarn und Bekannten einen schönen Tag in heimatlicher Atmo-sphäre zu verleben. So konnte auch in diesem Jahr lm. Kurt Zwikla eine große Anzahl Johannisburger Landsleute willkommen heißen. Mit viel Beifall wurde der langjährige Kreisvorsitzende Gerhard Wippich begrüßt. Ein besonderer Gruß galt den Drigelsdorfern, die in großer Zahl erschienen waren. Die Feierstunde begann mit der Totenehrung. Dann folgte ein Gedicht über Masuren, vorgetragen von Traute Ivanczik, geb. Willutzki. Das Sänger-Ehepaar erfreute die Landsleute mit schönen Frühlingsliedern und einem Gedicht, so wurde man auf den schönsten Monat des Jahres eingestimmt. Gerhard Wippich gab in seiner Ansprache unter anderem einen ausführlichen Bericht über die Aktivitäten des Deutschen Vereins in Johannisburg und von der Einweihung der restaurierten Friedhofskapelle, was die Landsleute natürlich sehr interessierte. Zum Schluß der Feierstunde wurde gemeinsam gesungen. Nach dem Mittagessen blieb man noch lange in geselliger Runde zusammen, es wurden viele Erinnerungen an die Jugendzeit in der Heimat ausgetauscht.

 

Königsberg-Land

Kreisvertreter: Helmut Bor- kow­­ski, Ellernweg 7, 49525 Lengerich, Tel. (0 54 81) 25 98. Geschäftsstelle: Simeonsplatz 12, im Preußen-Museum, 32427 Minden

Nachruf zum Tode Gustav Jacob -Am 3. April diesen Jahres verstarb Gustav Jacob im 87. Lebensjahr. Der Verstorbene hat sich insbesondere beim Aufbau um das nördliche Ostpreußen verdient gemacht. Es entsprach dem Wunsch und Drängen seiner ostpreußischen Mitstreiter, als der Sprecher der LO dem damals 82-Jährigen in Würdigung seiner Leistungen und seines Einsatzes in Ostpreußen mit dem Goldenen Ehrenzeichen auszeichnete. Diese hohe Auszeichnung, die in der Regel nur an Ostpreußen verliehen wird, rechtfertigte die Ausnahme gegenüber seiner Person. Schon zwei Jahre später würdigte der Bundespräsident sein soziales Engagement mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Kurze Zeit nach Öffnung des Königsberger Gebietes für westliche Besucher war der Industrielle G. Jacob, obwohl kein Ostpreuße, von dem Wunsch erfüllt, den mittellosen deutschstämmigen Zuwanderern dort eine bleibende Existenz und neue Heimat zu schaffen. So entstand unter anderem die Mustersiedlung Sternau bei Ludwigsort (Laduschkin) auf sumpfigen Wiesengelände, nach aufwendigen Entwässerungsmaßnahmen, großflächigen Erdaufschüttungen, Kanalisation, Straßen- und Brunnenbau als völlig neuer Ort. Für die 44 Einfamilienhäuser wurde zu deren Beheizung eigens eine Fernwärmeleitung herangeführt. Mit asphaltierten Straßen, Bürgersteigen, Straßenbeleuchtung, Müllabfuhr, moderner Abwasseraufbereitung und einem Kinderspielplatz ist dieser Ort zum Vorzeigeobjekt geworden. An der Finanzierung war der Gustav-Jacob-Fond mit einem Anteil von sechs Millionen Mark beteiligt. Den Rest von rund einer Million Mark brachten engagierte Ostpreußen auf, und nicht zu vergessen Zuschüsse der Bundesrepublik Deutschland. Dieser neuentstandene Ort an der früheren Reichsstraße 1, rund 28 Kilometer südlich von Königsberg gelegen, wird immer häufiger nach dem Hauptsponsor benannt. Ihm zu Ehren und zum Gedenken soll er als "Gustav-Jacob-Siedlung" in den allgemeinen Sprachgebrauch Eingang finden.

Erwähnenswert ist schließlich die finanzielle Förderung von landwirtschaftlichen Richtbetrieben deutschstämmiger Neusiedler im Unfang von rund vier Millionen Mark. Deren Vorbildfunktion ermöglichte später die flächendeckende Entstehung mittel-bäuerlicher Betriebe nach dem Zusammenbruch der "Kolchos-Sowchos-Wirtschaft". K.Wulff

 

Memel, Heydekrug,Pogegen

Kreisvertreter Stadt: Peter Pflug. Land: Ewald Rugullis, Heydekrug: Irene Blankenheim. Pogegen: Kreisvertreter: Hans-Paul Karallus, Ge- schäftsstelle für alle vier Kreise: Uwe Jurgsties, Kirschblütenstr. 13, 68542 Heddesheim, Tele-fon (06 21) 72 36 36 (d), Fax 72 36 37

Ostseetreffen der Memelländer - Die Arbeitsgemeinschaft der Memellandkreise führt wie in jedem Jahr ein Heimattreffen an der Ostseeküste durch, das sogenannte "Ostseetreffen der Memelländer". Es findet diesmal am 15. Juni statt. Veranstaltungsort ist das Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand. Bitte beachten Sie, daß es hier ein weiteres Maritim-Hotel, das Golf-Hotel gibt. Vor dem Hotel gibt es einige Parkplätze, ein großer Parkplatz ist in der Nähe. Busreisende können vor dem Hotel aussteigen. Der Saal ist ab 10 Uhr geöffnet. Die Veranstaltung beginnt ab 11 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Nach der Begrüßung wird der Ostpreußen-Chor Hamburg einige Lieder singen, bevor Uwe Greve, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages, den Festvortrag hält. Nach der Mittagspause gibt es weitere Darbietungen des Ostpreußen-Chores, dem dann die Darbietungen der Jungen Hanseaten, einer Gesangsgruppe aus Lübeck, folgen, die auch bei schönstem Strandwetter mit Sicherheit alle Teilnehmer im Saal halten werden. Das Treffen wird gegen 16 Uhr zu Ende sein, so daß noch ausreichend Zeit für einen Spaziergang an unserer geliebten Ostsee sein wird. Im Vorraum des Hotels sollen Bücher und Andenken angeboten werden. Übernachtungsgäste buchen bitte direkt im Hotel beim Service Center Ostsee unter der Telefonnummer (0 45 03) 6 05 24 52 unter dem Stichwort "Ostseetreffen". Es werden dann Sonderkonditionen eingeräumt. Mittags werden ein Eintopf für 5 Euro oder belegte Brote für 6 Euro angeboten. Das Kaffeegedeck für 5 Euro beinhaltet ein Kännchen Kaffee oder Tee und ein Stück Kuchen. Alle, die ostpreußisch fühlen und denken sind herzlich eingeladen. Bitte kommen Sie zahlreich zu diesem Treffen, um Bekannte und Verwandte wiederzusehen und einige schöne Stunden in unserer Gemeinschaft der Memelländer zu erleben. Ich freue mich, Sie am 15. Juni zu sehen.

 

Osterode

Kreisvertreter: Dieter Gasser, Friedrich-Lamp-Str. 8, 24306 Plön, Telefon (0 45 22) 59 35 80. Geschäftsstelle: Kreisgemeinschaft Oste-rode Ostpr. e. V., Martin-

Luther-Platz 2, Postfach 15 49, 37505 Osterode am Harz, Tel. u. Fax: (0 55 22) 91 98 70, E-Mail: KGOeV@t-online.de. Sprechstunden: Dienstag 9.00-12.00, Donnerstag 14.00-17.00 Uhr.

Busreise in den Heimatkreis Oste-rode - Für die Busfahrten vom 4. bis 13. Juli und vom 25. Juli bis 3. August 2003 sind noch einige Restplätze frei! Anmeldungen werden noch angenommen. Wir übernachten im Hotel Anders in Altfinken/Alt Jablonken und haben auf der Hin- und Rückfahrt je eine Zwischenübernachtung in Polen, rund 70 Kilometer vom Grenzübergang Frankfurt/Oder entfernt. Geboten wird ein geselliges und abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen, Besichtigungen, Kutschfahrten und Folkloreauftritten. Wir fahren unter anderem an die Ostsee nach Zoppot und nach Danzig, ferner zu der masurischen Seenplatte mit Schiffsfahrten auf den naturbelassenen Seen und auf dem Oberlandkanal. Weiterhin ist eine Busfahrt durch unser schönes Oberland vorgesehen. Für den Besuch der Heimatdörfer steht den Reisegästen ein freier Tag zur Verfügung. Wir besuchen unter anderem die Deutschen Vereine in Hohenstein und Osterode. Mit unseren Landsleuten verbringen wir in Osterode im "Deutschen Haus" einen geselligen Nachmittag an einer Kaffeetafel und danach einen lustigen Grillabend. Wir singen unsere deutschen Volks- und Heimatlieder. Dazu begleitet uns Lm. Günther Behrendt auf seinem Akkordeon. Die Teilnehmer an der Fahrt vom 25. Juli bis 3. August erleben unter anderem das große Sommerfest der deutschen Vereine, Sonntag, 27. Juli, auf dem Gelände des Freilichtmuseums Skansen am Stadtrand von Hohenstein. Das ausführliche Reiseprogramm mit Angabe des Reisepreises sowie ein Anmeldeformular erhalten Sie auf Anforderung von der Firma Plewka-Reiseservice, Schützenstraße 91, 45699 Herten, Telefon (0 23 66) 3 56 51, Fax (0 23 66) 8 15 89.

 

Schloßberg (Pillkallen)

Kreisvertreter: Arno Litty, Telefon (0 30) 7 03 72 62 Britzer Straße 81, 12109 Berlin. Ge­schäftsstelle: Marie-Luise Steinzen, Tel. (0 41 71) 24 00, Fax (0 41 71) 24 24, Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen (Luhe)v

Hauptkreistreffen am 21./22. Juni 2003 in der Stadthalle Winsen (Luhe) - Schon am Freitag, dem 20. Juni, treffen sich ab 11 Uhr die ehemaligen Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule in der Stadthalle. Um 19.30 Uhr beginnt das "Schulfest" - 75 Jahre Friedrich-Wilhelm-Schule. In einer Feierstunde werden die Sexta-Jahrgänge 1933, 1943 und die Abiturienten von 1943 geehrt. Am Sonnabend findet dann im Traditionsraum des Winsener Gymnasiums ab 10 Uhr eine Begegnung der Ehemaligen statt. Das eigentliche Hauptkreistreffen beginnt dann am Sonnabend, 21. Juni, 11 Uhr mit der Goldenen und Diamantenen Konfirmation in der St. Marien-Kirche in Winsen. Pfarrer Besch wird den Gottesdienst halten. Interessenten haben noch Gelegenheit, sich bis zum 6. Juni in der Geschäftsstelle zu melden. Um 13.30 Uhr wird die Gemäldeausstellung des Ehepaares Bockhold eröffnet. Erna Bockhold, geb. Ungereit, stammt aus Ostfurt. Wir werden bei dieser Ausstellung vor allem ostpreußische Motive zu sehen bekommen. Um 14 Uhr beginnt die öffentliche Kreistagssitzung. Liebe Schloßberger, zeigen Sie durch Ihre Anwesenheit und Ihre Diskussionsbeiträge Ihr Interesse an der Arbeit der Kreisgemeinschaft. Ab 16 Uhr haben Sie Gelegenheit, auf Einladung der Stadt Winsen an einer Busfahrt durch Winsen und Umgebung teilzunehmen. Um 19.30 Uhr treffen sich die Schloßberger und ihre Gäste zum "Heimatlichen Gemeinschafts-abend" in der Stadthalle. Bei flotter Musik kann das Tanzbein geschwungen werden. Die Schloßberger Heimatstube und die Geschäftsstelle in der Rote-Kreuz-Straße 6 sind am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsführerin, Frau Steinzen, oder andere sachkundige Personen zur Verfügung. Für Kaffee und Kuchen sowie andere Erfrischungen ist gesorgt.

Am Sonntag, 22. Juni, 9.30 Uhr findet die feierliche Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Winsener Friedhof, Lüneburger Straße, statt. Die Feierstunde beginnt um 11 Uhr in der Stadthalle. Der Publizist und Verleger René Nehring, "Bund Junges Ostpreußen", wird den Festvortrag zum Thema "Ostpreußen auf dem Wege nach Europa" halten. Nehring hat in Königsberg ein Jahr studiert und durch seinen Aufenthalt im Königsberger Gebiet umfangreiche Sachkenntnisse erworben. Musikalisch wird die Feierstunde von einem Posaunenchor und einem Chor umrahmt. Auch konnten wir René Nehring dazu gewinnen, einen Diavortrag in der Dienststelle des Roten Kreuzes gegenüber unserer Heimatstube und Geschäftsstelle zum Thema "Reise durch Ostpreußen" zu halten. Der Vortrag wird um 14 Uhr beginnen. Verbinden Sie am besten einen Besuch der Heimatstube mit dem des Lichtbildervortrages. Sie werden ausgezeichnete Bilder zu sehen bekommen. Liebe Landsleute, tragen Sie durch Ihren Besuch des Hauptkreistreffens dazu bei, daß unser Treffen auch 59 Jahre nach Flucht und Vertreibung wieder ein Erfolg wird und unser Heimatkreis nicht in Vergessenheit gerät. Auf ein frohes Wiedersehen in Gesundheit in Winsen.

 

Tilsit-Ragnit

Kreisvertreter: Hartmut Preuß, Hordenbachstraße 9, 42369 Wuppertal, Telefon (02 02) 4 60 02 34, Fax (02 02) 4 96 69 81. Geschäftsstelle: Helmut Pohlmann, Telefon (0 46 24) 45 05 20, Fax (0 46 24) 29 76, Rosenstraße 11, 24848 Kropp

Sachkundiger Reiseleiter - Neben den offiziellen Sonder-Heimatreisen, die im Heimatbrief "Land an der Memel" und im "Ostpreußenblatt" angeboten werden, fahren viele Ostpreußen und/oder Leser der "Preußische Allgemeinen Zeitung" privat, mit dem Schiff, per Bahn oder Flugzeug in die Heimat. In Ragnit (Neman) - und drüber hinaus - wird uns nun ein neuer zusätzlicher Service angeboten. Und zwar: Wenn Sie ein Taxi oder Kleinbus dort benötigen, so stehen Ihnen nicht nur für das Kreisgebiet, sondern im ganzen Königsberger Gebiet - und darüber hinaus - Fahrer, Dolmetscher und sachkundiger Reiseleiter, alles in einer Person, zur Verfügung. Abholen aus Litauen oder Polen, zu günstigen Preisen - ist auch möglich. Rufen Sie an, Sie erhal- ten dann detaillierte Informationen, Telefon und Fax 0 07 (0 11 62) 2 28 88 oder E-Mail: neman_cd@baltnet.ru .