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30.08.03 / Dramatischer Genossenschwund bei Ex-SED - auch SPD, CDU und FDP schrumpfen

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 30. August 2003


Berliner PDS droht auszusterben
Dramatischer Genossenschwund bei Ex-SED - auch SPD, CDU und FDP schrumpfen

Die Berliner Landesparteien, insbesondere die PDS, verzeichnen einen zum Teil dramatischen Mitgliederschwund. Die umgetaufte SED verlor in der Hauptstadt seit 2000 pro Jahr im Schnitt 1.500 Genossen und zählt derzeit vermutlich unter 11.000 Häupter. 1997 waren es noch 17.300, wie die Welt in ihrer Berlin-Ausgabe jetzt berichtete.

Vor allem macht den Postkommunisten ihre Überalterung Sorgen. Das Durchschnittsalter liege bereits weit über 60. Junge Mitglieder seien kaum zu bekommen. Und selbst hartgesottene Junglinke kehren der Partei angesichts des altkommunistischen Muffs in den Untergliederungen nach nur ein oder zwei Jahren oft den Rücken. Hält der Trend an, müßte die PDS auf Berliner Landesebene in einigen Jahren praktisch verschwunden sein.

Auch dem PDS-Koalitionspartner SPD sterben die Parteibuchinhaber weg, ohne daß genügend Nachwuchs käme. Von 20.400 Berliner Sozialdemokraten 1999 sind derzeit noch 18.300 übrig, allein im ersten Halbjahr 2003 verrringerte sich ihre Zahl um 760. Rund 7.000 SPDler an der Spree sind über 65 Jahre alt.

Die Hauptstadt-CDU führte 2001 noch 15.600 Mitglieder in ihren Listen. Nach einer Karteibereinigung im vergangenen Jahr sind davon heute nur noch 14.000 übrig.

Auf entsprechend geringerem Niveau plagen die Liberalen ähnliche Sorgen: Ihre Mitgliederschar verringerte sich allein seit Jahresbeginn 2003 von damals 2.896 auf nur mehr 2.755, ein Minus von fast fünf Prozent.

Allein die Grünen konnten die Menge ihrer beitragzahlenden Anhänger in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres nach 258 Eintritten bei 3.432 stabilisieren. Sie legen Wert darauf, daß vor allem Menschen unter 35 Jahren beigetreten seien. Hans Heckel