17.01.2022

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20.12.03 / 27.12.03 / Landsmannschaftliche Arbeit

© Das Ostpreußenblatt / Preußische Allgemeine Zeitung / Landsmannschaft Ostpreußen e.V. / 20. u. 27. Dezember 2003


Landsmannschaftliche Arbeit

 

Landesgruppe Hamburg

Vors.: Hartmut Klingbeutel, Kippingstraße 13, 20144 Hamburg, Telefon (0 40) 44 49 93, Mobiltelefon (01 70) 3 10 28 15

 

LANDESGRUPPE

Mittwoch, 7. Januar, von 15 bis 17 Uhr, wird im Haus der Heimat, Vor dem Holstentor 2, der Raum Nr. 13 für Interessierte geöffnet sein. Diese Regelung gilt ab Januar 2004 für jeden 1. Mittwoch im Monat.

 

Landesgruppe Bayern

Vors.: Friedrich-Wilhelm Böld, Tel. (08 21) 51 78 26, Fax (08 21) 3 45 14 25, Heilig-Grab-Gasse 3, 86150 Augsburg

Fürstenfeldbruck - Freitag, 2. Januar, 14 Uhr, Treffen der Gruppe im Wirtshaus auf der Lände.

Landshut - Freitag, 2. Januar, 12 Uhr, Neujahrsessen im "Ainmiller-Restaurant", Unter den Bögen, Altstadt.

 

Landesgruppe Hessen

Vors.: Anneliese Franz, geb. Wlottkowski, Telefon und Fax (0 27 71) 26 12 22, Hohl 38, 35683 Dillenburg

Dillenburg - Bei der letzten Versammlung konnte Lothar Hoffmann in Vertretung von Anneliese Franz zahlreiche Mitglieder begrüßen. Nach dem Kaffeetrinken berichtete Ingrid Nowakiewitsch vom Besuch des Klosters Altenburg bei Wetzlar, welches heute von den Königsberger Diakonissen als Feierabendhaus und Tagungsstätte genutzt wird. Schwester Johanna sprach über die Geschichte des Klosters. Es wurde im 12. Jahrhundert als Prämon-stratenserinnen-Abtei gegründet und war immer ein reines Frauenkloster. Die dritte Äbtissin war 50 Jahre lang die Tochter der heiligen Elisabeth, die schon vor ihrer Geburt von ihren Eltern, Ludwig und Elisabeth von Thüringen, dem Kloster geweiht worden war. Um 1260 wurde über der alten Kapelle eine gotische Kirche gebaut, die der Jungfrau Maria und dem Erzengel Michael geweiht war. Die Fresken, die die Kirche schmückten, wurden um 1950 wieder freigelegt und später restauriert. Kaiser Barbarossa verlieh dem Kloster, ebenso wie der Stadt Wetzlar, Reichsunmittelbarkeit. An ihn erinnert ein kleiner Fachwerkbau, im Innenhof, das Barbarossahäuschen, in dem er mehrmals übernachtet haben soll. Die Reformation brachte einschneidende Veränderungen, vor allem für die Nonnen. Im 30jährigen Krieg wurde das Kloster sehr oft geplündert. Im 18. Jahrhundert erlebte Altenburg eine neue Blütezeit. Die Kirche erhielt eine barocke Innenausstattung mit mehreren Altären sowie eine große Orgel, die nach mehreren Renovierungen nun 1179 Orgelpfeifen besitzt. Der alte gotische Flügelaltar wurde auf den "Nonnenchor" hinter der Orgel verbannt, auch das geschnitzte Nonnengestühl. Der mittlere Teil des Altars befindet sich jetzt im Schloß Braunfels, die Flügel im Städel-Museum in Frankfurt. Im Jahre 1803 wurde das Kloster aufgelöst und gehört seitdem dem Fürsten zu Solms-Braunfels. Von 1946 bis 1952, bis zu dem großen Brand, der fast die ganze Klosteranlage vernichtete, dienten die Klostergebäude als Kinder- und Mütter-Erholungsheim. Der landwirtschaftliche Besitz wurde zum Hofgut Altenburg. Nach diesem ausführlichen Bericht las Gundborg Hoffmann eine Geschichte, passend zum Erntedankfest. Zum Abschluß sangen alle noch das schöne Lied "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land". Zwischendurch wurde viel plachandert.

 

Landesgruppe Niedersachsen

Vors.: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Telefon (0 41 31) 4 26 84. Schriftführer und Schatzmeister: Gerhard Schulz, Bahnhofstraße 30 b, 31275 Lehrte, Telefon (0 51 32) 49 20

Bezirksgruppe Lüneburg: Manfred Kirrinnis, Kreuzgarten 4, 29223 Celle, Telefon (0 51 41) 93 17 70. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Telefon (05 31) 2 50 93 77. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto von Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Telefon (0 59 01) 29 68. Bezirksgruppe Hannover: Christine Gawronski, Zilleweg 104, 31303 Burgdorf, Telefon 0 51 36/43 84.

Braunschweig - Bei der letzten Versammlung sprach Horst Michalowski zunächst über die Vorgeschichte Masurens, welches bis ins 13. Jahrhundert eine Wildnis war. Die sich dann entwickelnde Kultur blieb bis 1945 erhalten. Weil das Land im Laufe seiner Geschichte viele Völkergruppen aufnahm, könne man es als "Vorläufer" Europas ansehen. Der Referent war bis 1968 in seiner Heimat geblieben. Er mußte die polnische Schule besuchen und durfte seine Muttersprache nicht mehr sprechen. Inzwi-schen lebt Horst Michalowski in Bad Zwischenahn, verbringt aber jedes Jahr mehrere Monate in Masuren, wo er oft Touristengruppen führt, denen er die Geschichte der Heimat näher bringt. Er wird auch von polnischen Schulklassen eingeladen, denen er vom Leben in Deutschland erzählen muß. Da die zweite Fremdsprache in den Schulen Deutsch ist, kann er auch deutsche Literatur verbreiten. Er hat bis jetzt drei Bücher herausgebracht und viele Gedichte geschrieben, die die Heimat als Thema haben. Die Titel seiner Bücher sind: "Die Silberstraße", "Mondlicht auf den Gewässern der Heimat" und "Masurische Nächte".

Osnabrück - "Das neue Bernsteinzimmer - St. Petersburg und das achte Weltwunder", so nannte Helmut Peitsch seinen Vortrag, mit dem er in der Stadthalle eine große Anzahl von Mitgliedern und Gästen überraschte. Es war eine brisante aktuelle Schau mit vielen guten Fotos von der großartigen Neuschöpfung des seit Kriegsende verschwundenen Bernsteinzimmers. Komplettiert wurde der faszinierende Bildbericht mit Aufnahmen von Palmnicken, wo das "Gold der Ostsee" für dieses einzigartige Kunstwerk gewonnen wurde. Auch viele Fotos aus der einstigen Zarenresidenz St. Petersburg mit ihren prunkvollen Palästen, Kirchen, Prachtbauten, Brücken und Kanälen wurden gezeigt. Das alte Bernsteinzimmer ist seit April 1945 bis heute verschwunden. Bekannt ist nur, daß der Kunstschatz im Jahre 1941 von Rußland in 27 Kisten nach Königsberg geschafft wurde, dort verliert sich seine Spur. Trotz verschiedener kursierender Gerüchte wurde an 300 Orten vergeblich nach dem alten Zimmer gesucht. Der Vorsitzende Alfred Sell dankte Helmut Peitsch für diesen einzigartigen Vortrag, und die Mitglieder und Gäste zollten großen Beifall.

 

Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

Vors.: Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak. Geschäftsstelle: Werstener Dorfstraße 187, 40591 Düsseldorf, Tel. (02 11) 39 57 63. Postanschrift: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel. (0 29 64) 10 37, Fax (0 29 64) 94 54 59

Bad Godesberg - Die Vorsitzende Gisela Noll freute sich, mehr als 110 Besucher, die zum Diavortrag "Spurensuche im Baltikum - Litauen-Lettland-Estland" von Marianne Neumann gekommen waren, begrüßen zu können. In der Begrüßungsansprache ging Gisela Noll auf das Herbstbrauchtum, insbesondere auf das Halloween-Fest, ein. So berichtete sie, daß überall in den Geschäften Halloweenmasken und andere Verkleidungen und natürlich ausgehöhlte Kürbisse zu sehen sind. Dieses Fest ist besonders auch in Deutschland, dies vor allem bei der Jugend, populär geworden. Der Begriff "Halloween" wird abgeleitet von "hallowed", das ist das alte Wort für "holy" = "saint", welches übersetzt "heilig" bedeutet. Sprachgeschichtlich ist die älteste Variante dazu "All Saints Day" also der "Tag vor Allerheiligen". Die wissenschaftliche Erklärung, die allerdings teilweise umstritten ist, laute meist so: In Irland wurde in vorchristlicher Zeit das Ende des Sommers gefeiert - "Sanhain". Für die keltischen Druiden war dieses das gefeierte Fest der Toten. Da der Gott des Totenreiches die Geister der Verstorbenen zu einem Treffen in ihre ehemalige irdische Heimat rief, schützten sich die Menschen damals vor den Streichen der gespenstigen Gäste durch besänftigende Gaben. Die keltischen Priester besänftigten an diesem Tag den Todesfürsten "Sanhain", der in dieser Nacht Seelen einsammelte. Wieder andere nehmen an, die Seelen der Toten suchten sich am 31. Oktober neue Körper unter den Lebenden, um sie für ein Jahr in Besitz zu nehmen. Dagegen könne man sich nur schützen, wenn man das Licht auslösche und sich selbst als Geist gruselig verkleide. Dieses heidnische Erbe hat sich insbesondere in Irland und Schottland erhalten und wurde durch die Auswanderer im 19. Jahrhundert nach Amerika exportiert. In des USA machte der Kürbis dann schnell Karriere. - Mit Marianne Neumann ging es auf "Spurensuche im Baltikum". Zunächst ging sie auf den Deutschen Orden, die Geschichte des Baltikums und auf die Besiedlung/Christianisierung der Länder ein. 1991 erklärten die baltischen Länder als erste der ehemaligen Sowjetrepublik ihre Unabhängigkeit, und bereits 2004 werden sie Mitglieder der Europäischen Union sein. Der Begriff Baltikum deutet auf eine Einheit hin, die politisch und geographisch zutreffen mag, kulturell und historisch ab nur teilweise gegeben ist. Die unterschiedliche historische Entwicklung der drei Länder waren auch immer ein Schmelztiegel verschiedener Völker: Deutsche, Juden, Polen und Russen fanden hier eine neue Heimat und hinterließen Spuren und Zeugnisse. Diese Spuren zeigte Marianne Neumann anhand der Dias von Wilna - die "Stadt der Türme" und Weltkulturerbe der Unesco. Im Anschluß an diesen Vortrag beantwortete sie noch einige Fragen. Nun war die Zeit gekommen für den St. Martin. St. Martin begrüßte die Gäste und freute sich auch in diesem Jahr wieder eingeladen worden zu sein. Jeder Besucher bekam, aus der seiner Hand, beim Verlassen der Stadthalle einen Weckmann geschenkt.

Gütersloh - Die Vorbereitungen für den Silvesterball bei Mütherthies-Wittag haben begonnen. Kartenreservierungen und weitere Informationen dazu sind direkt beim Vorsitzenden, Eckard Jagalla, Telefon 40 38 72, erhältlich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Minden - Mittwoch, 14. Januar, Treffen der Kreisgruppe Minden um 14.30 Uhr im Preußen-Museum am Simeonsplatz. Wir besichtigen die Bernsteinausstellung "Schätze aus nordischem Gold".

 

Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Vors.: Dr. Wolfgang Thüne, Wormser Straße 22, 55276 Oppenheim

Kaiserslautern - Sonnabend, 3. Januar, 14.30 Uhr, Heimatnachmittag in der Heimatstube, Lutzerstraße 20.

 

Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Vors.: Bruno Trimkowski, Hans-Löscher-Straße 28, 39108 Magdeburg, Telefon (03 91) 7 33 11 29

Aschersleben - Mittwoch, 7. Januar, 14 Uhr, Treffen der Frauengruppe im "Bestehornhaus". - Der 1990 gegründeten Gruppe gehören 75 Mitglieder an. Die monatlichen Treffen werden abwechslungsreich gestaltet. So gab es in diesem Jahr einen Arztvortrag, Informationen über das Recht für ältere Menschen, eine Stadtführung, einen Diavortrag über Litauen, eine Tagesfahrt nach Berlin. Höhepunkte waren unter anderem das Erntedankfest und die Weihnachtsfeier. Gern gehört wurden literarische Beiträge von ost- und westpreußischen Autoren. Auf der Jahreshauptversammlung dankte die Vorsitzende Dora Schneider dem alten Vorstand für die geleistete Arbeit. Mitgliedern, die sich sehr für ihre kranken oder pflegebedürftigen Partner einsetzen, wurde als Dank ein kleines Geschenk überreicht. Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden in der Gruppe sehr gepflegt. Da alle den Verlust der Heimat erfahren haben, war es eine Selbstverständlichkeit, sich bei der Sammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu beteiligen, bei der 122 Euro gespendet wurden. Nach der Wahl des neuen Vorstandes klang der Nachmittag bei einem gemütlichen Kaffeetrinken aus.

Giersleben - Donnerstag, 8. Januar, 14 Uhr, Treffen der Frauengruppe in der Seniorenbegegnungsstätte Giersleben.

 

Landesgruppe Schleswig-Holstein

Vors.: Günter Petersdorf. Geschäftsstelle: Telefon (04 31) 55 38 11, Wilhelminenstr. 47/49, 24103 Kiel

Kiel - Auch bei der Frauengruppe Kiel-Mitte wurde Erntedank gefeiert. Die Leitung hatte W. Hiort. Mit 55 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht. Helga Baasch hatte in altbewährter Weise den Saal liebevoll geschmückt. Eine kleine Erntekrone, von Frau Dickti gebunden, zierte den Gabentisch, auf dem Obst und Gemüse zunächst als Schmuck dienten und später, am Ende der Veranstaltung, reißenden Absatz fanden. H. Baasch und Dr. Hagen Polster hatten alles von einer gerade stattgefundenen Versorgungsfahrt in den südlichen Teil der Heimat mitgebracht. Die Elmschenhagener Ostpreußen waren erfreulich stark vertreten und trugen wesentlich zum Gelingen des Nachmittags bei, ebenso Hans Bormann mit seinem Akkordeon. Herzlichen Dank den Elmschenhagener Landsleuten für Sketche und andere Vorträge sowie Eckhard Jaursch, dem bewährten "Maitre des Plaisir". In dem mit großer Trockenheit gezeichneten Sommer und auch Herbst wären vergleichs-weise die Menschen vergangener Jahrhunderte großen Hungersnöten ausgeliefert gewesen. Die Felder und Wiesen zum Beispiel im Brandenburger Land waren im August völlig ausgetrocknet und sahen trostlos aus. Die Bauern mußten den Viehherden zufüttern. Es bestand aber keine Gefahr einer Hungersnot, da die Lebensmittel aus aller Welt hier her gelangen. Auch dies sei Grund zu danken.

Uetersen - Viel Wissenswertes konnten 43 Mitglieder und Gäste auf dem Treffen der Gruppe von ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Fiedler über das Wendland erfahren. In diesem Gebiet, das nur 15 Kilometer breit und 25 Kilometer lang ist, hat sich eine Siedlungsform über Jahrhunderte erhalten, die von den Wenden herrührt. Seit dem 8. Jahrhundert siedelten zwischen Elbe, Saale und Oder die Wenden, ein westslawischer Volksstamm. Die Reste davon findet man noch in der Lausitz, wo diese Volksgruppe unter dem Begriff Sorben bekannt ist. Im Spreewald leben noch rund 70.000 in kultureller Autonomie mit eigener slawischer Sprache. Im Wendland wurden die Wenden laut Chronik immer mehr isoliert, und so ging auch ihre Sprache verloren. Wirtschaftlich sei es ihnen nie gut gegangen, so Fiedler. Eine wahre Augenweide seien die jetzt restaurierten Häuser mit ihrem mosaikartigen Fachwerk und ihrer giebelseitigen Stellung zum Dorfplatz hin. Ein wahres "Eldorado" für begeisterte Radler ist diese Gegend mit einladenden Gasthäusern, malerischen Feldkirchen und verkehrsarmen Straßen. Es leben dort zur Zeit nur 37 Personen auf einem Quadratkilometer. Viele Künstler haben sich in dieser Ecke niedergelassen, so daß es das ganze Jahr über Kunstausstellungen zu bewundern gibt. Die Zeit reichte kaum für die vielen Dias, die Lm. Fiedler mitgebracht hatte. Die Versammlung dankte es ihm mit reichem Beifall. Von der Vorsitzenden Rudat erhielt er als Dank einen guten Schluck. Gleichzeitig bedankte sie sich auch bei den Damen, die für die gemütliche Kaffeestunde die Tische dekoriert und gedeckt hatten.