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14.02.04 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 14. Februar 2004

Aus den Heimatkreisen

Allenstein-Land 

Fortsetzung aus Folge 6 - Evangelische Gotteshäuser im alten Landkreis - Die evangelische Pfarrkirche in Wartenburg, Taufkirche des Schriftleiters und vieler seiner Landsleute sowie die evangelische Kapelle in Stabigotten, die beide immer noch als Magazine dienen, sollen endlich würdigen - kulturellen - Zwecken zugeführt werden. Wie zu vernehmen, soll die evangelische Pfarrkirche in Wartenburg, die einer Allensteiner Kulturgesellschaft untersteht, demnächst in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Wartenburg übergehen. Das neben der Kirche stehende Pfarr- und Gemeindehaus, das sich in einem sehr guten Zustand befindet, wird schon seit Jahrzehnten von der Stadt Wartenburg als Kulturhaus genutzt. Hingegen ist es beabsichtigt, die evangelische Kapelle Stabigotten, die schon heute von der Großgemeinde Stabigotten verwaltet wird, dank der Initiative des katholischen Pfarrers Johannes Henschel, Lehrersohn aus dem benachbarten Plautzig und Sombien bei Kurken, in ein regionales "Heimatmuseum" umzuwandeln. Hierfür sucht Pfarrer Henschel, der bereits eine "Dorfchronik über Grieslienen, Plautzig, Sombien, Stabigotten" erstellt hat, Dorflieder und Dorfgedichte aus der Zeit vor der Flucht, betreffend den südlichen Altkreis, insbesondere aus den Dörfern Stabigotten, Wemitten, Grieslienen, Grünau, Plautzig, Nußtal und Sombien. Die Lieder und Gedichte sollten die Wälder und Seen nach Art einer Hymne preisen und das Heimatgefühl der damals deutschen Bewohner widerspiegeln. Einsendungen nehmen entgegen: Pfarrer Johannes Henschel, Reutershäger Weg 4, 18069 Rostock, oder die Redaktion Heimatjahrbuch. Die Post im Landkreis Allenstein: Nach der Veröffentlichung der Abhandlung "Die Post in Ostpreußen" im letzten Heimatjahrbuch Weihnachten 2003 und nach dem dortigen Hinweis, daß der Artikel "Die Post im Landkreis Allenstein" im kommenden Heimatjahrbuch erscheinen werde, verfaßte der Allensteiner Leser Dr. Ernst Vogelsang (Postexperte) eigens für unser künftiges Heimatjahrbuch die Abhandlung "Die Kraftpost im Landkreis Allenstein". Dem Schriftleiter, der aus einer Postfamilie stammt, liegen zahlreiche alte Fotos und Berichte über das Postamt Wartenburg und die Postagenturen Tollack und Gillau vor. Wer von den Lesern über Bilder von einst über Postgebäude oder Postbeamte aus dem Altkreis Allenstein oder gar über Postberichte verfügt oder aber solche aus der Zeit vor 1945 anfertigen kann, wird gebeten, diese der Redaktion Heimatjahrbuch zu überlassen.

 

Braunsberg 

Fortsetzung aus Folge 6 - Und so gibt es seit nunmehr zwölf Jahren auch wieder deutsche Gottesdienste - Der Pfarrer der Gemeinde in Allenstein- Jomendorf hat zunächst damit angefangen, einmal im Monat. Und jetzt gibt es eben auch wieder einen deutschen Kaplan ... Für ihre Dienste an der Heimat wurden Johanna von Bülow und Alois Latki vom Beirat und vier besonders treue Mitglieder, Frau Tiedmann, Frau Krause, Frau Hanemann und Frau Bludau, mit der Verdienstmedaille der Kreisgemeinschaft ausgezeichnet. Das Blechbläser- Quartett der Musikhochschule Münster umrahmte die festliche Stunde mit Darbietungen. Das gesellige Zusammensein am Nachmittag wurde aufgelockert von Gesangsdarbietungen des Männerchors aus Münster-Hiltrup. Erwähnt werden sollte auch, daß von Kaplan Schmeier am Rande des Treffens 3.000 Euro als Spende der WDR-Hörfunk-Sendung "Alte und neue Heimat" für die verschleppten Frauen übergeben wurde. In der Sendung über diese Frauen hatten Hörer spontan angefragt, wie sie helfen könnten - und dieses Geld war nun der Rest von dem, was bisher zusammengekommen war und noch verteilt werden kann. Das Treffen im kommenden Jahr 2004 findet anläßlich des Jubiläums 50 Jahre Patenschaft mit der Stadt Münster am 19. und 20. Mai (also am Vortag von Christi Himmelfahrt und an Christi Himmelfahrt) im Haus Münnich in Münster statt. Wir können in diesem Haus auch gleich wohnen. Entsprechende Zimmer sind bis zum 15. Februar reserviert. Da es noch ein Treffen in der Heimat vom 26. Juni bis 6. Juli 2004 gibt und das dann wohl für 2004 ausreichend ist, wird es in diesem Jahr kein Herbsttreffen mehr geben. Heimatliches Kulturgut, und dazu gehören inzwischen auch nicht mehr gebrauchte Heimatbriefe, bitte nicht achtlos vergammeln lassen oder gar wegwerfen! Anläßlich des Patenschaftsjubiläums im Mai 2004 wollen wir auch eine kleine Ausstellung organisieren, haben Sie nicht etwas, was in diese Ausstellung passen könnte? Setzen Sie sich mit dem Kreisvertreter, mit der Patenstelle oder mit dem Webmaster Braunsberg in Verbindung. Jede wichtige persönliche Veränderung - insbesondere Wohnungswechsel - teilen Sie bitte ebenfalls mit. Unsere Aktivität, schöne Anlässe wie besondere Geburtstage, aber auch leidvolle Anlässe in unseren Heimatbrief aufzunehmen, ist angelaufen. Wir bitten um weitere Mitteilung.

 

Heiligenbeil 

Sondertreffen für Ludwigsort und Umgebung im Kirchspiel Pörschken - Ortsvertreterin Ruth Damneyer (geb. Wetzke) veranstaltet wieder in Rotenburg / Wümme. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Sondertreffen findet am Sonnabend und Sonntag, dem 24. und 25. April, in 27356 Rotenburg, Verdener Straße 104, im Helmut-Tietjen-Haus (Jugendherberge) statt. Die Anreise kann auch schon am Freitag geschehen. Am Sonnabend soll dann das Sondertreffen mit dem gemeinsamen Mittagessen beginnen. Anmeldung bitte bis spätestens 12. April an Ruth Damneyer, Zevener Straße 4, 27404 Rhade, Telefon (0 42 85) 14 40. Gemeinde Schönfeld im Kirchspiel Tiefensee - Viele Jahre hat diese Gemeinde als Ortsvertreterin Lieselotte Schwerm, geb. Neumann, vertreten. Schon vor längerer Zeit mußte sie sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Seit dem 1. Januar 2004 hat sich deshalb ihr Kirchspielvertreter, Landsmann Kurt Woike, entschlossen, die Gemeinde als Ortsvertreter zu betreuen. Sehr erfolgreicher Ortsvertreter für seinen Heimatort Arnstein ist er sowieso schon seit Jahrzehnten. Seine Anschrift: Graue- Burg-Straße 117, 53332 Bornheim, Telefon (0 22 27) 90 85 70.

 

Insterburg 

Stadt und Land Heimatgruppe Darmstadt - Busreise vom 13. bis 24. Juni (12 Tage / 11 Übernachtungen/ HP): Nordostpreußen - Masuren - Insterburg - Kurische Nehrung und so weiter. Übernachtungen: Posen (1x), Elbing (1x), Nikolaiken (1x), Insterburg (6x), Danzig (1x), Stettin (1x). Anmeldeschluß ist der 12. März 2004. Flugreise vom 24. bis 31 Juli (8 Tage / 7 Übernachtungen/HP). Nordostpreußen - Insterburg - Kurische Nehrung und so weiter. Flug von Frankfurt nach Polangen. Übernachtungen: Memel (1x), Insterburg (3x), Nidden (3x). Alternativ: Flug von Frankfurt über Warschau nach Königsberg, dann mit Übernachtungen in Insterburg (4x) und Nidden (4x). bei dieser Reise besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Aufenthaltes in Nidden um eine Woche. Anmeldeschluß ist der 23. April 2004. Auf beiden Reisen sind zahlreiche interessante Stadtrundfahrten, Besichtigungen und so weiter vorgesehen. Die Unterbringung unterwegs und am Zielort erfolgt in guten bis sehr guten Hotels im DZ mit Bad oder Dusche/WC. Für die Busreisen stehen komfortable Fernreisebusse zur Verfügung. Die Flugreise erfolgt entweder mit der "Lithuanian-Airlines" oder mit der "LOT Polish Airlines". Der Service an Bord und die Sicherheit der Flugzeuge entsprechen internationalen Standards, wie zum Beispiel bei der Lufthansa. Weitere Auskünfte und Informationen erhalten Sie bei der Heimatgruppe Darmstadt, Vorsitzender Herbert Stoepel, Riedeselstraße 43 a, 64283 Darmstadt, schriftlich, per Fax oder Telefon (0 61 51) 66 61 67.

 

Königberg-Land 

Die Kämpfe um Ostpreußen und das Samland - von H. Borkowski, Großformat, 177 Seiten, 15 Euro inklusive Versandkosten, zu beziehen über die Kreisgemeinschaft Königsberg- Land, Simeonsplatz 12, im Preußen-Museum NRW, 32427 Minden, Telefon (05 71) 4 62 97. Auftritt im Internet - Zur Zeit wird unser Auftritt im Internet vorbereitet. Die Kreisgemeinschaft Königsberg- Land ist bereits auf der Homepage unseres Patenkreises, des Landkreises Minden-Lübbecke, vertreten. Hier der Pfad für Interessierte: www.minden-luebbecke.de  (dort unter Kreisverwatung - Partnerschaften - Städte - Kreispatenschaften). Diamantene Konfirmation in Arnau - Die Reise zur Diamantenen Konfirmation in Arnau in Verbindung mit dem Samlandtreffen findet vom 14. bis 23. August 2004 statt. Abfahrt ab Lüdenscheid, 6 Uhr, über Dortmund und weitere Haltestellen an der A 2, Richtung Berlin. Die Konfirmation findet am Dienstag, 17. August, in der St. Katharinenkirche in Arnau statt. Weitere Programmpunkte sind eine Fahrt auf die Kurische Nehrung mit Grillabend, eine schöne Schiffsfahrt auf dem Pregel bis Arnau, Busfahrt ins Sperrgebiet Pillau mit Fischhausen und Palmnikken, erweiterte Stadtrundfahrt mit Besichtigung in Königsberg und am Abend Teilnahme am Domkonzert, Kulturveranstaltung in Rauschen und natürlich der Besuch der Heimatorte Waldau, Fuchshöfen, Praddau und so weiter. Nähere Informationen bei Jutta Scholz, geb. Haack, unter Telefon (0 23 51) 1 45 48.

 

Johannisburg 

Wilhelm Czypull, Ehrenmitglied des Kreistages Johannisburg - Ohne großes Aufheben hat Wilhelm Czypull stets seine Pflicht getan. Unsere mit ihren Angehörigen über die gesamte Bundesrepublik zerstreute Gemeinschaft bedarf solcher Persönlichkeiten. Er hat sich seines Kirchspiels Groß Rosen besonders angenommen. Dieses hatte ihn bereits 1973, vor nun 30 Jahren, als Vertreter für 19 Gemeinden in den Kreistag gewählt. Mit den von Wilhelm Czypull gesammelten Daten, nach Gemeindelisten geordnet, hat er eine Chronik herausgegeben, die das Einzelschicksal eines jeden Bewohners seit den ersten Kriegstagen aufzeichnet. Mit der personenbezogenen Feststellung, ob jemand die Flucht und Vertreibung überlebt hat, wo er verschleppt wurde, einen gewaltsamen Tod erlitten hat, wird uns das Gesamtschicksal einer einst überschaubaren Region unserer Heimat vor Augen geführt. Betroffenheit bedarf da keiner weiteren Wertung. Wilhelm Czypull ist am 29. April 1926 in Heldenhöh geboren. Sehr jung Soldat geworden, hat er das Kriegsende als Leutnant erlebt. Bereits 1948 sammelte er in Höxter vertriebene Jugend um sich. Er engagierte sich für die Belange seiner Heimat im Bund der Vertriebenen. Neben der Arbeit für sein Kirchspiel war er im Vorstand des Landesverbandes des BdV und der Ostpreußischen Landesgruppe in Niedersachsen tätig. Er war Mitbegründer des Landesverbandes des BdV in Sachsen-Anhalt und organisierte die ersten Treffen der Johannisburger in Mitteldeutschland. Dort ging er auch mit großem Einsatz den Spuren der Ostpreußenhilfe der Provinz Sachsen nach, die unserem Kreis nach den Zerstörungen durch den Ersten Weltkrieg zuteil wurde. Sein besonderes Anliegen war gleichfalls die Betreuung der Angehörigen des Deutschen Vereins in Johannisburg. Die von ihm durchgeführten Busreisen verband er stets mit der Unterbringung der Reisenden in verbliebenen deutschen Familien. Besonders verdient gemacht hat er sich im Zusammenhang mit der Wiederherrichtung der Friedhofskapelle in Johannisburg zu einer Gedenkstätte. Mit Geschick, Umsicht und Sachverstand leitete er Planung und Ausführung. Er wurde 1996 Nachfolger von Ulrich Haffke im Amt des stellvertretenden Kreisvertreters. Aus gesundheitlichen Gründen und dem Grund der Einarbeitung eines Jüngeren in unsere Arbeit gab er im Jahre 2002 dieses verantwortungsvolle Amt ab. Im Jahr 2001 verlieh ihm die Landsmannschaft der Ostpreußen ihr Goldenes Ehrenzeichen. Er ist einstimmig zum Ehrenmitglied des Kreistages gewählt worden. Sehr bald traf ihn eine schwere Krankheit. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm alles erdenklich Gute.   Osterode Busreisen 2004 in den Heimatkreis Osterode (mit Landsmann Günther Behrendt) - In diesem Jahre sind wiederum zwei Busreisen in unseren Heimatkreis vorgesehen, und zwar mit erweiterten beziehungsweise veränderten Reiseprogrammen. 1. Reise vom 7. bis 16. Juni 2004 mit je einer Zwischenübernachtung auf der Hinund Rückfahrt. Im Rahmen des geselligen und abwechslungsreichen Programms ist unter anderem ein Tagesausflug nach Warschau vorgesehen; mit Stadtrundfahrt, Altstadtführung und Freizeit. Ein weiterer Ausflug führt zum Frischen Haff über Frauenburg und Schiffsfahrt über das Haff zum Badeort Kahlberg auf der Frischen Nehrung. Übernachtet wird im Hotel Anders in Altfinken / Alt Jablonken. 2. Reise vom 30. Juli bis 8. August 2004 ebenfalls mit Zwischenübernachtungen auf der Hin- und Rückfahrt. Vorgesehen sind zwei Übernachtungen in Königsberg im neu renovierten Hotel Baltika. Es folgt ein Tagesausflug über den bekannten Badeort Cranz zur Kurischen Nehrung. Wir fahren unter anderem zu dem alten Fischerdorf Rossitten und weiter nördlich nach Pillkoppen und erleben und besichtigen hier die herrliche Dünenlandschaft. Am zweiten Tag Stadtbesichtigung mit Führung in Königsberg (Bernsteinmuseum, Dombesichtigung, Einkaufsbummel) und Weiterfahrt zum Hotel Anders nach Altfinken / Alt Jablonken. In den Folgetagen wird ein abwechslungsreicher und geselliger Programmablauf geboten. Zum Besuch der Heimatorte sind freie Tage vorgesehen. Landsmann Günther Behrendt mit seinem Akkordeon sorgt wiederum für Stimmung und Fröhlichkeit. Zahlreiche Landsleute haben bereits gebucht; es sind aber noch Restplätze frei. Ausführliche Reiseprogramme mit Angabe der Reisepreise sowie das Anmeldeformular erhalten Sie auf Anforderung vom Reiseveranstalter Firma PLEWKA- Reiseservice, Schützenstraße 91, 45699 Herten, Telefon (0 23 66) 3 56 51, Fax (0 23 66) 8 15 89.

 

Schlossberg (Pillkallen) 

Nachruf - Dr. Martin Steinhausen ist am 20. Januar 2004 verstorben. Seit 1984 gehörte er dem Kreistag an und wurde bald in den Kreisausschuß gewählt. Dr. Steinhausen hat die Arbeit der Kreisgemeinschaft in vielfältiger Weise unterstützt und gefördert. So übernahm er die Korrekturarbeiten bei der Erstellung des Heimatbriefes und für die bisher erschienenen fünf Bände der Schloßberger Chronik. Dr. Steinhausen sorgte auch dafür, daß mit den ersten Hilfstransporten größere Mengen Lebensmittel in unseren Heimatkreis gebracht werden konnten. Ebenfalls konnte er russischen Medizinern Weiterbildungsmöglichkeiten am Hygienischen Institut in Hamburg ermöglichen. Nach der politischen Wende, als Reisen der Kreisgemeinschaft nach Nord-Ostpreußen durchgeführt werden konnten, nahm Dr. Steinhausen mit seiner Frau an einer Reise teil. Nach einer schweren Erkrankung erholte er sich so gut, daß er eine zweite Reise in den Heimatkreis an seinen Geburtsort Willuhnen unternehmen konnte. Von seinem Elternhaus konnte er leider nur Fundamente entdecken. Auch die Kirche, die Wirkungsstätte seines Vaters Eberhard Steinhausen, des Pastors von Willuhnen, konnte er nur an Mauerresten identifizieren. Martin Steinhausen wurde am 30. November 1930 geboren. Nach vier Jahren Volksschule besuchte er von 1941 bis 1944 die Friedrich-Wilhelm-Oberschule in Schloßberg. Nach der Flucht gelangte Martin Steinhausen nach Thüringen und schloß dort in Bad Frankenhausen 1950 die Schule mit Abitur ab. 1951 begann er das Studium der Veterinärmedizin an der Humboldt- Universität in Berlin-Ost. Als Sprecher der Evangelischen Studentengemeinde drohte ihm die Verhaftung, so daß er 1953 nach Westberlin fliehen mußte. Dort setzte er an der Freien Universität und später an der Tierärztlichen Hochschule Hannover sein Studium fort. 1959 erfolgte die Approbation als Tierarzt und die Promotion zum Dr. med. vet. Nach Tätigkeiten in Lübeck und bei der Gesundheitsbehörde in Hamburg ging Dr. Steinhausen als Veterinär-Direktor 1994 in den Ruhestand. 1958 heiratete er die aus Königsberg stammende Marianne Simoleit. Für seine vielseitigen Aktivitäten für Heimat und Vaterland wurde Dr. Martin Steinhausen 1996 von der Landsmannschaft Ostpreußen das Silberne Ehrenzeichen verliehen. Die Kreisgemeinschaft dankt Dr. Martin Steinhausen für seinen steten Einsatz für völkerverbindende Aktionen in seiner früheren Heimat. Wir nehmen Abschied von einem aufrechten Ostpreußen und werden Dr. Martin Steinhausen ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Tilsit-Ragnit 

Vom 3. bis 12. Juni 2004 findet unsere Heimatreise - in Verbindung mit der Einweihung des Vereins "Altes Tilsit" am 5. Juni ab 10 Uhr - statt. Der Verein "Altes Tilsit" wurde als Regionalorganisation der Rußlanddeutschen am 5. Februar 2002 durch Viktor Albert, wohnhaft in Ragnit, gegründet und mit der Registriernummer 1603 in der Königsberger Gebietsverwaltung des Justizministeriums eingetragen. Die Räumlichkeiten sind in Tilsit in der ehemaligen Stolbecker Straße 4, jetzt Newskistraße. Wir, die Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit, die Stadtgemeinschaft Tilsit, die Kreisgemeinschaft Elchniederung und die Landsmannschaft Ostpreußen waren an den Renovierungskosten der Räumlichkeiten beteiligt. Die Räume des Vereins dienen als Begegnungsstätte und für kirchliche Zwecke (Andachten, Trauungen, Taufen etc.) für die dort lebenden Rußlanddeutschen und auch unseren Heimat-Kreisgemeinschaften. Sie sollen auch Anlaufstelle für die Heimatreisenden sein und Hilfe für in Not geratene Touristen bieten. Zu unserer Einweihungsfeier am 5. Juni wird der dortige Propst Heye Osterwald die Andacht halten, hochrangige Politiker werden anwesend sein, ich rechne mit vielen Landsleuten aus der Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit, der Elchniederung und der Stadtgemeinschaft Tilsit. Willkommen sind natürlich alle, die an Ostpreußen interessiert sind. Reisetermin: 3. bis 12. Juni 2004, 10 Tage, 9 Übernachtungen. Reiseleitung: Klaus- Dieter Metschulat. Übernachtungen: Schneidemühl, Hotel Rodlo (einmal); Ragnit, Tilsit, Großbaum oder Insterburg (fünfmal); Königsberg, Hotel Moskwa (zweimal); Stettin, Hotel Panorama (einmal). Zimmer: Doppelzimmer, Einzelzimmer, mit Bad oder Dusche/ WC. Verpflegung: Halbpension (Frühstück und Abendessen). Buchungen, Abfahrtszeiten und Preise bitte erfragen bei Greif Reisen Manthey GmbH, Universitätsstraße 2, 58455 Witten-Heven, Telefon (0 23 02) 2 40 44, Fax (0 23 02) 2 50 50. Geplant sind drei Busse: Bus 1 ab Köln, Bochum, Hannover, Berlin. Bus 2 ab Osnabrück, Bremen, Hamburg. Bus 3 ab Ulm, Nürnberg, Hof, Raststätte Hermsdorfer Kreuz, Leipzig, Berlin. 3. Juni: Abfahrt zum deutsch/polnischen Grenzübergang nach Schneidemühl; Abendessen und Übernachtung im Hotel Rodlo. 4. Juni: Weiterreise über Schlochau, Pr. Stargard, Marienburg, Elbing zum polnisch/ russischen Grenzübergang nach Ragnit, Tilsit, Großbaum oder Insterburg, Einquartierung im gebuchten Hotel, Abendessen und Übernachtung. 5. Juni: Einweihung der gemeinsamen Begeg- nungsstätte "Altes Tilsit"; auf der Rückfahrt zu den Hotels eventuell Besuch des Museums in Breitenstein. 6. Juni: Tagesausflug in die Heimatdörfer. 7. Juni: Tagesausflug nach Tilsit, Gumbinnen, Trakehnen, Besuch des renovierten Gestüts Georgenburg. 8. Juni: Tag zur freien Verfügung, wahlweise (gegen Mehrkosten) Schiffsfahrt Labiau - Deime - Haff - Gilge - Gr. Friedrichsgraben - Labiau; Rückfahrt zum gebuchten Hotel. 9. Juni: Nach dem Frühstück Auschecken aus den Hotels, Ausflug zur Kurischen Nehrung, Besichtigung der berühmten Vogelwarte in Rossitten, Weiterreise über Cranz nach Königsberg, Einquartierung im Hotel, Abendessen und Übernachtung. 10. Juni: Nach dem Frühstück Stadtrundfahrt Königsberg mit Besichtigung des Doms und des Immanuel- Kant-Museums, anschließend Ausflug zum Ostseestrand nach Rauschen und Palmnicken, Rückfahrt nach Königsberg. 11. Juni: Frühstück, Rükkreise zum russisch/polnischen Grenzübergang; Weiterreise über Frauenburg, Elbing, Danzig, Stolp, Köslin nach Stettin; Abendessen und Übernachtung im Hotel Panorama. 12. Juni: Rückreise über polnisch/deutschen Grenzübergang; Heimreise auf der Strecke wie Hinreise.

 

Wehlau 

Wehlauer Kreistag - Der Wehlau-er Kreistag, dessen Neuwahl im vergangenen Herbst erfolgte, kam zu seiner konstituierenden Sit-zung in Syke, der Patenstadt von Wehlau, zusammen. Der Beginn der Sitzung fand im Rathaus der Stadt statt, im Beisein von Ver-tretern der drei Patenstädte und des Patenkreises, die Grußworte an die Versammelten richteten. Der Kreisvertreter, der Redakteur des Wehlauer Heimatbriefes und Leiter des Heimatort- Ausschusses berichteten den Anwesenden über die Tätigkeit der Kreisge- meinschaft in der vergangenen Legislaturperiode. Diese Berichte, die durch entsprechende Dias verdeutlicht wurden, fanden ein lebhaftes Interesse. Im nächsten Jahr, am 27. August 2005, jährt sich zum 50. Mal die Übernahme der Patenschaft durch den Land-kreis Grafschaft Hoya, dem späte- ren Landkreis Diepholz für unse-ren Heimatkreis Wehlau. Dieses Jubiläum soll in Syke gemeinsam mit unseren Paten gefeiert wer-den. die Fortsetzung der Kreis-tagssitzung fand dann in Wessels Hotel in Syke statt. Nach Erledi- gung der üblichen Regularien wurde der alte Kreistag durch den Vorsitzenden des Kreistages Wilhelm Witt verabschiedet. Zum neuen Vorsitzenden des Kreista-ges wurde Klaus Schröter ge-wählt, der dann die weiteren Wahlgänge leitete. Zum fünften Mal in Folge wurde wieder Joa-chim Rudat zum Kreisvertreter und 1. Vorsitzenden gewählt. Hans Schlender wurde 1. Stell-vertreter des Kreisvertreters und zum 2. Stellvertreter und Schatzmeister erhielt Hans-Peter Mintel wieder das Mandat für die kommenden vier Jahre. Weitere Vor-standsmitglieder wurden: Klaus Schröter, Ilse Rudat (Schriftführe-rin), Uwe Koch und René Nehring. Harry Schlisio wird auch weiterhin den Heimatortsaus-schuß leiten, und Otto Daniel bleibt Organisationsleiter der Kreistreffen. Sehr erfreulich war, daß sich eine Reihe jüngerer Kreistagsmitglieder den Vorgenannten als aktive Helfer bereitwillig zur Verfügung stellten. Mit dieser Besetzung des Vorstandes und der Verjüngung des Kreista-ges, allein sieben Mitglieder sind nicht älter als 45 Jahre, kann die Kreisgemeinschaft die Aufgaben der nächsten vier Jahre sicherlich gut bewältigen.