16.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
13.03.04 / Blick nach Osten

© Preußische Allgemeine Zeitung / 13. März 2004

Blick nach Osten

US-Militärpläne

Berlin - Die USA planen keine neuen Militärbasen in Ostmitteleuropa und wollen ihre bisherige Truppenpräsenz auf bundesdeutschem Gebiet beibehalten. Dies erklärte Anfang März General Charles Wald als stellvertretender Kommandant der amerikanischen Streitkräfte in Euro. Zu den Spekulationen über eine Truppenverlagerung nach Polen oder Rumänien sagte er, daß lediglich vorübergehende US-Militärstützpunkte in den neuen NATO-Mitgliedsländern im Osten denkbar seien.

 

Tschechien: Querdenker

Prag - Drei bekannte tschechische Vertreter einer umfassenden Aussöhnung mit Deutschland veröffentlichten im Vorfeld des EU-Beitritts einen "Aufruf an die tschechische Bevölkerung". In dem von der "Bürgervereinigung Deutsch-Tschechische Gemeinsamkeit" verantworteten und von Viktor Dobal, Emanuel Mandler und Jan Mlynarik unterzeichneten Appell wird bedauert, daß Tschechien ab 1. Mai der EU angehört, ohne zuvor die Benesch-Dekrete aufgehoben zu haben. Diese schadeten der eigenen Bevölkerung moralisch, heißt es, und führten zu einer "Entwicklungsverzögerung". Die Prager Regierung, der Präsident und das Parlament würden sich nach Meinung der Verfasser "um die Zukunft des tschechischen Volkes verdient machen", wenn sie die Dekrete beseitigten und Verbindungen zu den Vertretern der vertriebenen Deutschen aufnähmen.

 

Mercedes in Böhmen

Stuttgart - Der deutsche Autohersteller Mercedes hat letzte Woche mit dem Bau eines Technologiezentrums im westböhmischen Pilsen begonnen. Ein erster Teil des Zentrums soll am 1. Juni eröffnet werden. Insgesamt will Mercedes an dem neuen Standort, wo unter anderem Motorenteile und Spezialanfertigungen für Prototypen entwickelt werden, bis 2007 rund 6,25 Millionen Euro investieren.

 

Großer Schlesier

Breslau - Am 14. März wird an den 150. Geburtstag des Schlesiers Paul Ehrlich erinnert. Ehrlich gilt als Begründer der Chemotherapie und der Immunologie. Außerdem erlangte der am 14. März 1854 in Strehlen bei Breslau geborene Mediziner weltweite Berühmtheit durch seine Forschungen über die Verwendung von Arsenverbindungen als wirksame Heilmittel gegen die Syphilis. Im Jahre 1908 erhielt Ehrlich für seine Theorie zur Immunitätslehre den Nobelpreis für Medizin. Am 20. August 1915 starb der bedeutende Schlesier in Bad Homburg und wurde auf dem israelitischen Friedhof in Frankfurt am Main begraben.


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren