17.01.2022

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08.05.04 / Aus den Heimatkreisen

© Preußische Allgemeine Zeitung / 08. Mai 2004


Aus den Heimatkreisen

Elchniederung

Kreisvertreter: Hans-Dieter Sudau, Osnabrück. Geschäftsführer: Reinhold Taudien, Fichtenweg 11, 49356 Diepholz, Telefon (0 54 41) 92 89 06 und 79 3.

Karl-Heinz Jakobs wurde 75 - Vor 75 Jahren wurde in Kiauken im Kreis Elchniederung Karl-Heinz Jakobs geboren. In den Weiten zwischen Rußstrom und Gilge verlebte er eine sorgenfreie Kindheit, bis er, 15jährig, seine Heimat verlassen mußte. In Mitteldeutschland fand er eine neue Bleibe, versuchte als Bauarbeiter einen neuen Anfang. Er lernte Maurer, belegte Abendkurse an einer Ingenieurschule und wurde Bautechniker. Seine Lust und Liebe aber galt dem Schreiben. Mit interessanten Geschichten machte er von sich reden. Auf der Baustelle des Kraftwerkes Trattendorf erkannten Kulturfunktionäre sein Talent und delegierten ihn im Jahre 1956 an das Leipziger Literaturinstitut. Hier konnte er sich in einem mehrjährigen Studium das Rüstzeug für seine Entwicklung zum Schriftsteller erwerben. Sein erster großer Roman hieß "Beschreibung eines Sommers". Die Liebesromanze junger Menschen in der stürmischen Aufbruchatmosphäre fand großen Anklang. Eine Erstauflage wurde mit einer halben Millionen Stück gedruckt und wurde zum Bestseller. Die DEFA verfilmte das Buch mit Manfred Krug in der Hauptrolle. Der Film sorgte monatelang für volle Häuser. Jahr für Jahr folgten nun weitere Bücher. In einer Zeit von 1961 bis 1976 wurden es 14 an der Zahl. Sie machten Jakobs zu einem bekannten und beliebten Autor in der DDR. 1972 ehrte man ihn mit dem Heinrich-Heine-Preis. Das Jahr 1976 brachte den Bruch in seinem Schaffen. Jakobs protestierte gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann und gehörte zu den Unterzeichnern einer Petition. Der Schriftstellerverband reagierte prompt auf diesen aufmüpfigen Künstler und schloß ihn aus. Sein Verlag stellte die Zusammenarbeit mit ihm ein. Literarisches Schaffen in der DDR war nicht mehr möglich. Er beantragte ein Dauervisum zur Ausreise in den Westen. Die DDR-Behörden waren froh, daß sie den unbequemen Querulanten los waren. Der Neubeginn im Westen war nicht einfach. Mit neuem Schwung ging er an die Arbeit. Mit seinen Büchern "Wilhelmsburg", "Die Frau im Strom" und "Das andere Jahr" wurde er auch in der Bundesrepublik bekannt. Sein 1999 erschienener Roman "Leben und Sterben der Rubina" zeugt von seiner spannungsgeladenen Erzählkunst und stellt einen vorläufigen Höhepunkt in seiner künstlerischen Entwicklung dar. Die Kreisgemeinschaft Elchniederung hat ihrem heimattreuen Landsmann, der heute in Velbert im Bergischen Land lebt, anläßlich seines 75. Geburtstages alles Gute gewünscht.

 

Gerdauen

Kreisvertreter: Dirk Bannick, Tel. (01 71) 5 27 27 14. Gst.: Karin Leon, Am Stadtgraben 33, 31515 Wunstorf, Tel. und Fax (0 50 31) 25 89

Nachruf auf Gerhard Briese - Am 11. Dezember 2003 starb im Alter von fast 89 Jahren unser langjähriger Kirchspielvertreter von Löwenstein, Gerhard Briese. Er wurde am 23. März 1915 in Löwenstein geboren, besuchte dort die Schule und machte anschließend eine kaufmännische Lehre in Bartenstein. Nach dem Abschluß arbeitete er als Gehilfe in Gerdauen, Trempen und im väterlichen Betrieb in Löwenstein. 1935 war Gerhard Briese kurzfristig beim Reichsarbeitsdienst und dann bei der Wehrmacht. Dort wurde er vorzeitig entlassen, weil ihm ein Unfall aus der Lehrzeit Probleme bereitete. Er arbeitete bis zum Tod seines Vaters Anfang 1938 als Geschäftsführer in dem Hotel seines Onkels in Schippenbeil. Danach übernahm er als Miteigentümer und Geschäftsführer den elterlichen Betrieb (Gemischtwaren, Gast- und Landwirtschaft). 1941 wurde Gerhard Briese eingezogen, bis zu seiner Verwundung 1943 war er Soldat im Osten. Er kam in englische und amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung 1945 arbeitete er, wie viele Deutsche zu der Zeit, in unterschiedlichen Stellungen, um zu überleben. Gerhard Briese mußte mehrere Operationen über sich ergehen lassen, unter anderem auch die Entfernung einer Niere. 1952 heiratete er seine Frau Else, die aus dem Kreis Lötzen (Ostpreußen) stammt. Mit ihr zog er 1959 nach Heinbockel, Kreis Stade, wo er sich eine Existenz aufbaute und eine neue Heimat fand. Seit 1948 war Gerhard Briese Mitglied in der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen. 1971 wurde er Kirchspielvertreter von Löwenstein. Er schrieb eine Chronik über sein Heimatdorf und kümmerte sich aufopferungsvoll um seine Landsleute. 1984 bekam er für seine unermüdliche Mitarbeit das Silberne Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen. Obwohl er durch seine Krankheit schon sehr geschwächt war, hat er bis zu seinem Tode die Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft mit Anteilnahme verfolgt und sich mit Lob und Tadel zu Wort gemeldet. Wir werden ihn in sehr guter Erinnerung behalten und ihm für seinen großen Einsatz im Dienste der Heimat ewig dankbar sein. Unser Dank gilt auch seiner Frau, die ihn bei seiner Arbeit für Ostpreußen tatkräftig unterstützte.

 

Königsberg-Stadt

Stadtvorsitzender: Klaus Weigelt. Geschäftsstelle: Annelies Kelch, Luise-Hensel-Straße 50, 52066 Aachen. Patenschaftsbüro: Karmelplatz 5, 47049 Duisburg, Tel. (02 03) 2 83-21 51

Liebe Königsberger - Herausragendes Thema der Stadtvertretertagung in Mülheim war die Wahl des neuen Stadtausschusses. Leider haben sich die Landsmänner Dr. Beister und H. Glaß aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl des stellvertretenden Stadtvorsitzenden gestellt. Beide sind nur äußerst schwer zu ersetzen, brachten sie doch ein unschätzbares Wissen und persönliche Erfahrung in allen konkreten Fragen zur Stadtgeschichte Königsbergs und nun auch "Kaliningrads" mit ins Spiel. Das kam durch die dankenden Worte Klaus Weigelts zum Ausdruck. Ersetzt wurden sie per Wahl von L. Grimoni und Dr. E. Neumann von Meding. Vorsitzender bleibt Herr K. Weigelt. Als dritter Beisitzer kam zu Lea Nass und Charlotte Gottschalk nun neu Andreas Wendler hinzu. U. Zimmermann steht uns im Ausschuß somit nicht mehr zur Verfügung, das gilt auch für G. Veltmann. Mit welcher Energie hat Ursula Zimmermann die humanitäre Hilfe für Königsberg vorangetrieben, keine Mühe gescheut, um durch stetigen Kontakt mit unserer Heimatstadt das Los der Königsberger zu lindern, Rezepte für Kranke zu besorgen und hier und dort ein gutes Wort in die Tat umzusetzen. Ebenso wie ihr wurde auch unserem sich für die Stadtgemeinschaft aufopfernden Schatzmeister Herrn G. Veltmann vom Stadtvorsitzenden K. Weigelt von ganzem Herzen gedankt für seinen unermüdlichen Einsatz. Neue Schatzmeisterin ist die Mathematikerin Heinke Braß, die die von G. Veltmann angebotene Überleitung ins Amt dankbar angenommen hat. An den übrigen Ausschußmitgliedern hat sich nichts verändert, als da sind: Geschäftsführerin: Annelies Kelch, Justitiar: Dr. Christian Wagner, Museum: Lorenz Grimoni, Bürgerbrief: Charlotte Gottschalk. In einer der nächsten Ausgaben werden Sie über unsere weiteren Planungen für dieses und das nächste Jahr kontinuierlich informiert von Ihrer Geschaeftsstelle@ stadtgemeinschaft.koenigsberg.de

Gruppe Dortmund - Vor der ausgebuchten Königsberg-Reise im Juni finden die beiden nächsten Zusammenkünfte der Gruppe am 10. Mai, 15 Uhr im Reinoldinum, Schwanenwall 34, sowie am 13. Mai, 17 Uhr, in der Ostdeutschen Heimatstube, Märkische Straße/Ecke Landgrafenschule statt. Anläßlich des Geburtstages von Agnes Miegel ist ein Diavortrag zum Leben dieser Königsberger und ostpreußischen Dichterin vorgesehen. Es bleibt genügend Zeit zum Plachandern. Es wird weiterhin über die Fährfahrt von Dortmund zunächst nach Kiel und von dort per Schiff nach Memel und weiter nach Königsberg und Masuren gesprochen. Für diese Reisewiederholung vom vorigen Jahr haben sich bereits 24 Landsleute angemeldet, für weitere Anmeldungen ist noch bis Mitte Juni Zeit. Im August steht dann für das Königsberg-Treffen in Königsberg (Oberfranken) ebenfalls eine dreitägige Fahrt dorthin auf dem Programm, mit Aufenthalten in Fulda und Bamberg, wo der Königsberger E. T. A. Hoffmann lange lebte. Weiter vorgesehen im Jahresprogramm ist im September ein Besuch der Kant-Ausstellung im Duisburger Museum "Stadt Königsberg". Der Leiter und stellvertretende Stadtvorsitzende Lorenz Grimoni hat dankenswerterweise eine Führung angeboten. An den Veranstaltungen können selbstverständlich auch interessierte Nichtkönigsberger teilnehmen. Auskünfte zu sämtlichen Veranstaltungen und Fahrten bei Horst Glaß, Hörder Straße 55, 44309 Dortmund, Telefon (02 31) 52 25 18.

Treffen der "Ponarther Marjellchen" vom 22. bis 25. April 2004 im Ostheim Bad Pyrmont - Wieder trafen sich die Marjellchen und Jungchen aus Ponarth, um ein frohes Wiedersehen zu feiern. Waren es anfangs nur die Mädchen der Schiller- und Kleistschule, die zusammenkamen, so haben sich jetzt auch ehemalige Schüler der Pestalozzi- und Fichteschule dazugesellt und freuen sich auf das jährliche Beisammensein. Zum zweiten Mal begann das Treffen bereits am Donnerstag und dauerte bis zum Sonntag. Und immer noch gibt es so viel zu erzählen, daß der Eindruck entsteht, es könnten noch mehr Tage sein. Einundvierzig Schülerinnen und Schüler mit ihren Partnern und fünf Tagesgäste hatten sich eingefunden. Das Wetter spielte in diesem Jahr mit, so konnten wir viel spazierengehen und uns an der herrlichen Natur erfreuen. Bad Pyrmont stand in schönstem Blumenschmuck. Lieselotte Fischer erfreute uns wieder mit einem Video-Vortrag vom vorigen Treffen und hatte eine große Dia-Serie zusammengestellt, die uns in die Heimat führte. So bleiben unsere Stadt und der Vorort Ponarth in Erinnerung, und auch diejenigen, denen das Reisen in die Heimat nicht mehr möglich ist, sehen, was in unserer Stadt heute geschieht. An den Abenden hörten wir lustige Vorträge, teils auch in Mundart. Erna Felber (herrlich als Ottilie), Gisela Meyer und Adelheit Störmer sowie Lieselotte Fischer sei hierfür gedankt. Natürlich kam auch das Singen nicht zu kurz. Ein Nachmittagsausflug in das Freilichtmuseum Detmold rundete das wieder einmal sehr gelungene Treffen ab. Wir gedachten auch der Bombennächte, die im August 1944, also vor 60 Jahren, Königsbergs Innenstadt in Schutt und Asche legten, und erinnerten noch einmal an die Angst und das Grauen, das uns damals erfaßte. Obwohl wir in Po-narth nicht direkt betroffen waren, saß der Schrecken auch bei uns tief und ist bis heute nicht vergessen. In der Hoffnung, alle gesund wiederzusehen, gingen wir auseinander. Der Termin für das Jahr 2005 steht fest: Wir treffen uns vom 21. bis 24. April 2005 wieder im Ostheim, Bad Pyrmont.

 

Osterode

Kreisvertreter: Dieter Gasser, Friedrich-Lamp-Str. 8, 24306 Plön, Telefon (0 45 22) 59 35 80. Geschäftsstelle: Kreisgemeinschaft Osterode Ostpr. e. V., Martin-Luther-Platz 2, Postfach 15 49, 37505 Osterode am Harz, Telefon und Fax: (0 55 22) 91 98 70, E-Mail: KGOeV@t-online.de. Sprechstunden: Dienstag 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 17 Uhr

Regionaltreffen in Hamm - Hingewiesen wird auf das Regionaltreffen der Kreisgemeinschaft Osterode Ostpreußen, 16. Mai 2004 in Hamm/Westfalen, Maximilianpark (Saalöffnung 10 Uhr, Feierstunde 13 Uhr). Das Treffen dient wieder der Begegnung der Landsleute und dem Austausch von Erinnerungen. Der Kreisvertreter wird über die Entwicklung der Kreisgemeinschaft seit dem letzten Treffen berichten. Alle Landsleute sind herzlich eingeladen.

(Fehlerteufel in der Folge 18)

 

Rastenburg

Kreisvertreter: Hubertus Hilgendorff, Tel. (0 43 81) 43 66, Dorfstraße 22, 24327 Flehm. Gst.: Patenschaft Rastenburg: Kaiserring 4, 46483 Wesel, Tel. (02 81) 2 69 50

11. Treffen des Kirchspiels Drengfurt - vom 9. bis 13. Juni 2004 in 29646 Bispingen, Ortsteil Behringen, Rieckmanns's Gasthaus, Hotel "Zur Grünen Eiche", 29646 Bispingen, Lüneburger Heide, Telefon (0 51 94) 9 85 80. Folgende Gemeinden gehören dazu: Jäglack, Wolfshagen, Marienthal, Schülzen, Salzbach, Fürstenau sowie teilweise Rehsau und Servillen. Eine Anmeldeliste für rechtzeitige telefonische Buchung liegt im Hotel aus. Das Ehepaar Krüger und ihre freundlichen Mitarbeiter sind unsere Ansprechpartner. Eine frühere Anreise mit eigenen Urlaubs-plänen ist auch möglich. Bei einer Absprache untereinander ist die Möglichkeit gegeben, Fahrgemeinschaften für ältere Teilnehmer und andere Landsleute vom Bahnhof Soltau zu organisieren. Der Halbpensionspreis beträgt wie in den Vorjahren auch in allen modernisierten Räumen 44 Euro (pro Person und Tag). Ein besonderer Höhepunkt ist am Freitag, 11. Juni, eine Dichterlesung von Arno Surminski. Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Vertreter des Kirchspiels Drengfurt, Alfred Bendzuck, Chemnitzstraße 47 a, 24837 Schleswig, Telefon (0 46 21) 2 49 27.


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