22.05.2024

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
03.07.04 / Landsmannschaftliche Arbeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / 03. Juli 2004


Landsmannschaftliche Arbeit

Landesgruppen

BUND JUNGES OSTPREUSSEN

Vors.: Jochen Zauner Geschäftsstelle: Parkallee 86, 20144 Hamburg, Tel. (0 40) 41 40 08 24, Fax (0 40) 41 40 08 48, E-Mail: knapstein@lm-ostpreussen.de

Sommerexkursion - Vom 13. bis 22. August führt eine Sommerexkursion durch das nördliche Ostpreußen. Die Kosten betragen 200 Euro für Schüler, Azubis und Studenten und 250 Euro für alle übrigen. Anmeldungen spätestens bis zum 1. Juli an: BJO, Parkallee 84/86, 20144 Hamburg, Telefon (0 40) 41 40 08 24, Fax (0 40) 41 40 08 48, E-Mail: knapstein@lm-ostpreussen.de .

Sportfest - Sonnabend, 24. Juli, 15 Uhr, findet im Rahmen des Sommerfestes der LO in Lötzen (25. Juli) ein Sportfest der Jugend statt. Organisiert und durchgeführt durch den BJO. Die Anmeldungen sind zu richten an: BJO, Bernhard Knapstein, Parkallee 84/86, 20144 Hamburg.

 

HAMBURG

Vors.: Hartmut Klingbeutel, Kippingstraße 13, 20144 Hamburg, Telefon (0 40) 44 49 93, Mobiltelefon (01 70) 3 10 28 15. Stellvertreter: Walter Bridsun, Friedrich-Ebert-Damm 10, 22049 Hamburg, Tel./Fax. (0 40) 6 93 35 20.

LANDESGRUPPE

Sonntag, 15. August, 16.30 Uhr, Besuch der Dittchenbühne in Elmshorn. Dort wird die Freilichtaufführung "Der Zauberer Gottes" besucht. Die Fahrt ist einschließlich Abendessen (ostpreußischer Schmandschinken, Nachtisch und ein Bärenfang). Gesamtpreis beträgt: 20 Euro für Selbstfahrer, 30 Euro für diejenigen, die mit dem Bus fahren. Der Bus fährt ab Kirchenallee/Hauptbahnhof. Zeiten: Abfahrt des Busses 16.30 Uhr, Abendessen 17.30 Uhr, Theateraufführung 19 Uhr, Rückfahrt gegen 21.30 Uhr. Anmeldungen bei Bridszun, Telefon 6 93 35 20. Die Einzahlungen müssen auf das Konto der Landsmannschaft Ostpreußen, Postbank Hamburg, Konto: 9 605 201, BLZ 200 100 20, bis zum 15. Juli erfolgen. - Jeden 1. Mittwoch im Monat, von 15 bis 17 Uhr, wird im Haus der Heimat, Vor dem Holstentor 2, der Raum Nr. 13 für Interessierte geöffnet sein.

 

BADEN-WÜRTTEMBERG

Vors.: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 85 40 93, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 6 33 69 80

Esslingen - Donnerstag, 15. Juli, 15 Uhr, Treffen der Gruppe im "Waldheim" auf dem Zollberg. Wie jedes Jahr im Juli steht das Grillfest auf dem Programm.

Göppingen - Die aktive Frauengruppe unter ihrer Leiterin Vera Pallas hatte zu der monatlichen stattfindenden Veranstaltung die Bundesvorsitzende der Frauenarbeitskreise, Uta Lüttich, eingeladen, um sich über Bernstein, das "Gold der Ostsee", zu informieren. Um die Entstehung dieses Harzes ranken sich zahlreiche Legenden, Anekdoten, Geschichten, Märchen und Sagen, berichtete Uta Lüttich und entführte die Anwesenden in das Memelland, Samland und nach Jütland. Zur Einstimmung las sie ein Gedicht der ostpreußischen Dichterin Johanna Ambrosius und zitierte aus der Sage von Ovid: "Danach wären Bernsteine die zu Stein gewordenen Tränen des Heliaten." Doch nicht nur literarische Begegnungen mit dem Bernstein standen auf dem Programm, sondern sie berichtete über die kommerzielle Gewinnung des Bernsteins im Tagebau. So kann man auch am äußersten Zipfel Ostpreußens Bergkuppen begegnen. Dennoch blieb die Verarbeitung des Bernsteins in der traditionellen Volkskunst unbekannt. Das lag vor allem an der bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehenden Abgabepflicht, denn schon sehr früh war der Handel mit dem fossilen Harz staatlich monopolisiert. Lüttich machte ebenso Ausführungen über die Entstehung und Zusammensetzung, Rekordfunde sowie zur etymologischen Bedeutung der weltweiten Bezeichnungen für den aus dem Harz von Nadelbäumen entstandenen Bernstein. Landsleute, die sich auskennen, achten beim Kauf vor allem auf die Bezeichnung "Naturbernstein", denn unter der Bezeichnung "Echt Bernstein" erhalte man "Preßbernstein". Wichtig für die Ostpreußen ist aber vor allem das Gefühl von Heimat, welches der Bernstein vermittelt. Bernstein ist nicht kalt und hart, sondern weich und strahlt eine besondere Wärme aus. Er erinnert auch an die Kindertage, wo man nach einem Sturm am Strand der Ostsee nach angespülten Bernsteinen suchte und mehr oder weniger große Stücke fand. Viele der Anwesenden waren mit dem "Gold der Ostsee" geschmückt erschienen und hatten auch viele Exponate zum Anschauen mitgebracht.

Schwenningen - Sonnabend, 17. Juli, 14 Uhr, Sommerfest im Gürgele-Garten. - Sonntag, 18. Juli, 14 Uhr, "Krümelessen" im Gürgele-Garten.

Ulm/Neu-Ulm - Donnerstag, 15. Juli, 10 Uhr, Treffen der Frauengruppe am Hauptbahnhof zu einer "Fahrt ins Blaue".

 

BAYERN

Vors.: Friedrich-Wilhelm Böld, Tel. (08 21) 51 78 26, Fax (08 21) 3 45 14 25, Heilig-Grab-Gasse 3, 86150 Augsburg, E-Mail: info@low-bayern.de , Internet: www.low-bayern.de

Hof - Sonnabend, 10. Juli, 14 Uhr, Sommerausflug der Gruppe. Ziel der Fahrt ist die Stadt Rehau. Dort wird das Puppenmuseum besucht, danach trifft man sich zum gemütlichen Beisammensein im Café Knerz. Die Fahrtkosten betragen 5 Euro. Abfahrt erfolgt vom Hauptbahnhof (14 Uhr). Anmeldungen an K.-D. Napromski, Telefon (0 92 81) 9 43 70. - Die Ostpreußische Volkstanzgruppe Hof-Rehau unter Leitung von Jutta Starosta gestaltete einen abwechslungsreichen Heimatabend in Seeboden/Kärnten. Die 17 Tänzerinnen und Tänzer in der historischen Ermländer Festtracht erfreuten mit ihren Aufführungen die Zuschauer. Unterbrochen wurde die Tanzfolge durch unterschiedliche Heimatgedichte, klassische Flötenstücke und Dias aus der Heimat umrahmten die Veranstaltung. Die jungen Akteure waren mit Feuereifer und Können bei der Sache und erhielten viel Beifall. Der Sketch "Am Fahrkartenschalter" begeisterte jung und alt. Am Freitagabend tanzten die jungen Leute auf dem Hauptplatz Seebodens und stimmten die Zuschauer auf das Ostpreußentreffen ein. Anläßlich einer Cabrio-Sternfahrt in Gmünd boten sie ebenfalls verschiedene Volkstänze dar. Diese erfreuten die Stadtverwaltung mit dem Kulturreferenten und das Publikum. Während der Proben im Kulturzentrum wurde einem frisch getrauten Brautpaar mit einem Ständchen gratuliert. Braut und Bräutigam ließen sich zu einem Tanz auffordern und hatten viel Spaß dabei. Nach den anstrengenden Auftritten genoß die Gruppe dann am Sonntag die herrliche Landschaft. Eine Dampferrundfahrt auf dem Millstätter See und eine Wanderung durch das "Tal der Malta" zu den großen Wasserfällen dienten der Entspannung und dem Gruppenzusammenhalt. Das Ostpreußentreffen in Seeboden war für alle Beteiligten ein wunderbares Erlebnis. Besonderer Dank gebührt Frau Möwe und Herrn Springer für die gute Organisation und die Betreuung der Gruppe.

München Nord/Süd - Freitag, 9. Juli, 14 Uhr, Treffen der Frauengruppe im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München.

Nürnberg - Freitag, 9. Juli, 15 Uhr, Treffen der Gruppe Stadtparkrestaurant. Lm. Krawolitzki berichtet über eine Reise nach Namibia, Südwestafrika.

 

HESSEN

Vors.: Anneliese Franz, geb. Wlottkowski, Telefon und Fax (0 27 71) 26 12 22, Hohl 38, 35683 Dillenburg

Frankfurt/Main - Donnerstag, 8. Juli, 14 Uhr, Spielenachmittag im Haus der Heimat. - Montag, 12. Juli, 14 Uhr, Treffen der Gruppe im Haus der Heimat. - Nach dem Kaffeetrinken mit Informationsaustausch wurden die Mitglieder von der 1. Vorsitzenden Gerlinde Groß begrüßt. Unter dem Motto "Für Sie zusammengetragen und notiert" wurde noch einmal über den "8. Mai 1945" sowie den "D-Day" gesprochen. Im Anschluß daran berichtete Gerlinde Groß von einer Reise nach Königsberg, die vom Europäischen Bildungswerk veranstaltet wurde. Die Gespräche, die geführt werden konnten, mit Personen der Stadtverwaltung, der technischen Universität, des Domes, der luth. Auferstehungskirche, mit Pfarrer Osterwald und einigen jungen Leuten sowie dem Deutschen Verein waren alle positiv. "Immanuel Kant" erwies sich bei allen Gesprächen als eine wunderbare Brücke. Es tauchte immer wieder die Frage auf, warum das Interesse an Ostpreußen nicht größer ist. Und man macht sich Gedanken um die Eigentumsfrage. Da man von der Bundesregierung anderes gewöhnt ist, erstaunte diese Aussage doch sehr. Weiterhin stand "Die Geschichte der Salzburger in Ostpreußen" auf dem Programm. In ihren Ausführungen ging Gerlinde Groß auf Beweggründe der "Glaubensflüchtlinge" ein. Insbesondere schilderte sie die auf die evangelischen Bergbauern ausgeübte Gewalt. Näher erläuterte sie auch die Haltung Friedrich Wilhelms I. - dessen Beweggründe -, der sich dieser Flüchtlinge annahm. Mit großem Interesse wurde der Bericht aufgenommen, da so vieles nicht bekannt war. Eine Diskussion bildete den Abschluß.

Kassel - Trotz kurzfristiger Verschiebung um eine Woche kamen 43 Mitglieder und Gäste zum Treffen. Waltraud v. Schaewen-Scheffler hielt ihren Vortrag über "Westpreußen, das Land an der unteren Weichsel", wobei natürlich das Westpreußenlied an erster Stelle stand. Anhand einer großen Westpreußenkarte zeigte die Vortragende zuerst Lage und Ausdehnung des Landes und erläuterte die verschiedenen Grenzänderungen im Laufe der Jahrhunderte. In einem anschließenden Vortrag ging sie auf Einzelheiten der wechselvollen Geschichte Westpreußens ein - von der Besiedlung und Kultivierung durch den Deutschen Orden über dessen Untergang, die Folgen der sogenannten Ersten und Zweiten polnischen Teilung bis zu den Auswirkungen des Versailler Vertrags 1920. Der "Reichsgau Danzig - Westpreußen" 1939 bis 1945, das traurige Ende mit Flucht und Vertreibung danach sowie Einzelheiten über die Wirtschaft des Landes und die bedeutendsten Persönlichkeiten rundeten den Vortrag ab. Anschließend zeigte die Vortragende einige Dias westpreußischer Städte von Danzig über Elbing, Marienburg, Marienwerder, Kulm, Schwetz und Graudenz bis Thorn, verschiedener Ordensburgen und Ansichten der wunderschönen Landschaft und des gewaltigen Weichselstroms. Die Zuhörer lauschten gebannt, und viele gestanden, daß ihnen erst durch die Bilder die vielseitigen Reize Westpreußens bewußt geworden seien, die sie gern durch eigene Anschauung vertiefen würden.

Wetzlar - Die Gruppe traf sich vor der Sommerpause zu einem Vortrag über den Philosophen Johann Gottfried Herder, der mit Kant und Goethe zu den bedeutendsten deutschen Geistesgrößen zählt. Dr. Hans-Werner Rautenberg (Herder-Institut Marburg) referierte unter dem Titel "Von Mohrungen nach Weimar - Stationen eines erfüllten Lebens". Herder wurde in Mohrungen (25. August 1744) geboren. Nach Beendigung seiner Schulzeit studierte er in Königsberg Theologie und wurde 1763 Lehrer am Collegium Fridericianum. Er stand in ständiger Verbindung mit Hamann und Kant. Beide, Kant wie Herder, gehörten untrennbar der deutschen Geistes- und Kulturgeschichte an. Bester Beleg für die Wertschätzung ist die Pietät, mit der selbst Russen und Polen das Andenken beider in Ehren halten. Noch 1763 folgte er einem Ruf als Lehrer an die Domschule Riga. Dort erhielt er gleichzeitig eine Predigerstelle. In Riga verfaßte er seine ersten größeren literatur- und kunstwissenschaftlichen Schriften. Durch Vermittlung Goethes erhielt er die Stelle eines Hofpredigers in Weimar. Bald entwickelte sich eine tiefe Freundschaft mit Goethe. Wichtigste Werke sind die Ideen zur Philosophie und Abhandlungen über Natur und Sprache. Weitere Stationen in seinem Leben waren unter anderem Nates, Lübeck, Leyden, Amsterdam und Hamburg, wo er "freundliche Tage" bei Lessing verbrachte. Am 18. Dezember 1803 verstarb Herder im Alter von 59 Jahren. Der Referent wurde für seinen Vortrag mit viel Beifall belohnt. Einleitend würdigte Karla Weyland den Segelflieger Ferdinand Schulz. 1922 startete er mit einem Segelflugzeug Marke Eigenbau, welches die Konkurrenz mit Kopfschütteln betrachtete und von dem sie sagte: Mit dem Besenstiel will der fliegen? Unmöglich! Zwei Jahre später, 1924, stellte er einen Weltrekord mit 8 Stunden und 42 Minuten auf, den er später auf 14 Stunden und 7 Minuten verbesserte. Am 16. Juni 1929 erfüllte sich das Fliegerschicksal des "Ikarus von Rossitten". Bei einer Flugdemonstration stürzte er ab. Schulz und sein Begleiter Bruno Kaiser waren sofort tot.

Wiesbaden - Dienstag, 13. Juli, 15 Uhr, Treffen der Frauengruppe im Haus der Heimat, Friedrichstraße 35. - Donnerstag, 15. Juli, 18 Uhr, Stammtisch im Restaurant "Kleinfeldchen", Hollerbornstraße 9. Es wird "à la carte" gegessen. Anmeldungen bitte bis Mittwoch, 9. Juli, an Familie Schetat, Telefon (0 61 22) 1 53 58.

 

NIEDERSACHSEN

Vors.: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Telefon (0 41 31) 4 26 84. Schriftführer und Schatzmeister: Gerhard Schulz, Bahnhofstraße 30 b, 31275 Lehrte, Telefon (0 51 32) 49 20. Bezirksgruppe Lüneburg: Manfred Kirrinnis, Wittinger Straße 122, 29223 Celle, Telefon (0 51 41) 93 17 70. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Telefon (05 31) 2 50 93 77. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto von Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Telefon (0 59 01) 29 68. Bezirksgruppe Hannover: Christine Gawronski, Zilleweg 104, 31303 Burgdorf, Telefon (0 51 36) 43 84

Osnabrück - Freitag, 16. Juli, 15 Uhr, Treffen der Frauengruppe in der Gaststätte Bürgerbräu, Blumenhaller Weg 43. - Eine Gruppe von 47 Teilnehmern machte sich auf, um Urlaub in Finsterbergen im Thüringer Wald zu machen. Mit einer Reiseleiterin wurden täglich Besichtigungsfahrten in die nähere und weitere Umgebung unternommen. In Eisenach wurde die Wartburg (Martin Luther übersetzte dort die Bibel) besichtigt. Hier lebte auch die Landgräfin Elisabeth, die sich für die Armen und Kranken aufopferte und im Jahr 1235 heiliggesprochen wurde. In der Stadt wurde das Bachhaus besichtigt. Johann Sebastian Bach wurde in Eisenach geboren und in der Georgenkirche getauft. Diese Kirche ist heute die evangelische Hauptkirche. Bei einer Rundfahrt durch den Thüringer Wald kam die Gruppe nach Schmalkalden, bekannt durch den Schmalkaldischen Bund, zu dem sich fast alle protestantischen Fürsten und Städte Deutschlands zusammengeschlossen hatten, um den evangelischen Glauben gegen die Politik des katholischen Kaisers Karl IV. zu verteidigen. Das oberhalb der Stadt liegende Schloß Wilhelmsburg ist heute ein bedeutendes Kunst- und Kulturdenkmal der deutschen Renaissance und Mittelpunkt des geistig-kulturellen Lebens der Stadt. Ein weiteres Ziel war Weimar, die Stadt der klassischen deutschen Literatur und Weltkulturerbe sowie Kulturhauptstadt 1999. Besichtigt wurden unter anderem die Stadtkirche St. Peter und Paul am Herderplatz. Dort war Herder von 1776 bis 1803 Hofprediger. In der Kirche ist auch der Sarkophag von Johann Gottfried Herder zu besichtigen. Des weiteren sah man auf dem Stadtrundgang Goethes Gartenhaus sowie sein Wohnhaus am Frauenplan, welches er bis zu seinem Tod (1832) bewohnte. Auch die Landeshauptstadt Erfurt stand auf dem Programm. Zu Luthers Zeiten wurde die Stadt das "thüringische Rom" genannt und war im Mittelalter eine der reichsten Städte. Wichtige Handelswege kreuzten die Stadt, wovon heute noch die Krämerbrücke zeugt, auf der der Ost-West-Han delsweg entlangführte. In Ohrdurf wurde ein Gottesdienst besucht. Der Ort begeht das Bonifatius- und das Bach-Jahr. Der heilige Bonifatius, ein angelsächsischer Benediktinermönch, zog vom Kloster Michaelis in Ohrdruf aus, um unter anderem in Thüringen das Christentum zu predigen. Er starb 754 als Märtyrer. Johann Sebastian Bach lebte ab 1695 für einige Zeit in Ohrdruf. Die Marienglashütte in Friedrichsroda, ein Schaubergwerk mit einer der schönsten und größten Gipskristallgrotten Europas, war ein weiteres Ziel. In Georgenthal wurde eine Plüschtierfabrik der Firma Steiner GmbH besucht. Dort werden die Tiere noch in Handarbeit gefertigt. Der Vorsitzende Alfred Sell hatte ein reichhaltiges Programm gestaltet, wofür ihm der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Reihs den Dank der Gruppe aussprach und einen Präsentkorb überreichte.

 

NORDRHEIN-WESTFALEN

Vors.: Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak. Geschäftsstelle: Werstener Dorfstraße 187, 40591 Düsseldorf, Tel. (02 11) 39 57 63. Postanschrift: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel. (0 29 64) 10 37, Fax (0 29 64) 94 54 59

Aachen - Mittwoch, 21. Juli, 13 Uhr, Besuch der Kant-Ausstellung im "Museum Stadt Königsberg", Duisburg. Lorenz Grimoni, Leiter des Museums, wird die Gruppe durch die Ausstellung führen und bei Kaffee und Kuchen einen Einführungsvortrag halten. Wenn Sie diese Fahrt nicht verpassen wollen, dann melden Sie sich bei Familie Kelch, Telefon (02 41) 6 81 09. Die Fahrt kostet 8 Euro. Abfahrtzeiten und -orte sind: 13 Uhr, Globus-Mediamarkt, Franzstraße. Für die Autofahrer: 13 Uhr Parkplatz Gut-Wolf-Tivoli, Krefelder Straße. Ankunft wieder in Aachen zwischen 18 und 18.30 Uhr.

Bielefeld - Vor 400 Jahren wurde Heinrich Albert geboren. Er erblickte am 8. Juli 1604 in Lobenstein/Thüringen das Licht der Welt. Er stammte aus einer angesehenen patrizischen Familie zu Lobenstein im Vogtland. Er studierte ab 1623 Jura in Leipzig und wurde nach Reisen 1630 Organist am Dom von Königsberg. Selbst dichterisch tätig, machte Albert mit seinem Freund, dem Dichter Simon Dach, Königsberg zu einem führenden Zentrum des deutschen Barockliedes. Seinen Ruf als Komponist begründete er vor allem durch die Veröffentlichung seiner Solo- und Chorlieder (Arien) 1638 bis 1650 in acht Teilen. Ob Albert oder Simon Dach der Verfasser des 1642 in Alberts "Arien" veröffentlichten Liedes "Anke van Tharaw" ist, ließ sich bis heute nicht eindeutig klären. Am 6. Oktober starb Albert in Königsberg. Mit ihm war der erste große Meister des deutschen begleiteten Sololiedes im Barock dahingegangen.

Burgsteinfurt - Montag, 19. Juli, Treffen des Volkskundekreises zur Vor-bereitung von Werk- und Handarbeiten für die Basarverkäufe am Tag der Heimat und im Advent. Interessenten melden sich bei Lm. Malskies, Telefon (0 25 51) 58 45. Die Teilnahme ist kostenlos und auch für Nichtmitglieder offen. - Das Frühlingssingen mit dem Wichernchor und Singkreis Steinfurt wurde schon zum wiederholten Mal mit den übrigen Gruppen durchgeführt und war gut besucht. Der von Lm. Hans-Georg Malskies betreute Arbeitskreis Volkskundekreis zeigte eine kleine Ausstellung, und der Basarkreis bot vielfältige Werk- und Handarbeiten an. Vom Erlös werden auch weiterhin Landsleute in Ostpreußen und Schlesien betreut. - Der Tagesausflug zum Schloß Anholt fand ebenfalls viel Zustimmung.

Ennepetal - Donnerstag, 15. Juli, 18 Uhr, Treffen in der Heimatstube.

Köln - Dienstag, 6. Juli, Treffen der Gruppe im großen Saal des Kolpinghauses, St.-Apern-Straße. Motto der Zusammenkunft "Bernstein - Sommer daheim - Bücher - Liedgut - eine sommerliche Odyssee - Diskussionsgruppe". - Sonntag, 18. Juli, Fahrt zum 8. Landesgruppentag auf Schloß Burg. - Nach "40 Jahre mit dem Rosenau Trio" war im Juni eine Lesung aus eigenen Werken mit Herrn Donder. Dieser zeigte im Anschluß noch 100 Dias seiner Aquarelle. Die anschließende Jahreshauptversammlung (ohne Wahl) brachte viele Informationsberichte über die Arbeit des Vorstandes für die Mitglieder.

Neuss - Zum dritten Mal feierte die Gruppe ihr traditionelles Grillfest auf dem Gelände der Cornelius-Pfarre in Neuss-Erfttal. Der Vorsitzende Peter Pott konnte viele Landsleute und Gäste begrüßen, unter anderem auch den Ersten Bürgermeister der Stadt Neuss, Herbert Napp, die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Quirin-Perl, die Stadtverordneten Anna-Maria Holt, Ursula von Nollendorf, Waltraut Beyen sowie Georg Runow mit seiner Gattin. Ebenfalls kamen der ehemalige Baudezernent Eberhard Lilienthal und Prof. Dr. Klaus Goder. Das Fest strahlte eine sehr große Harmonie und Geselligkeit aus, wie es bei den Ostpreußen üblich ist. Auch gab es wieder einen Alkohol-, Bücher-, CD- und Videofilmverkaufsstand sowie einen Informationsstand vom Bund Junges Ostpreußen. Bei selbstgebackenen Kuchen und ostpreußischen Spezialitäten vom Grill gab es auch den berühmten ostpreußischen Bärenfang und den Pillkaller. Dank muß allen Helfern gesagt werden, sowie dem Hausmeister der Pfarre, Josef Malewski, für ihren tatkräftigen Einsatz. Es war wieder ein sehr schönes Fest, das vielen in guter Erinnerung bleiben wird.

Witten - Zum 200. Todestag von Kant besuchte die Gruppe die Ausstellung im Museum Stadt Königsberg in Duisburg. Lorenz Grimoni, Leiter des Museums, konnte in den letzen Jahren zahlreiche Exponate zusammentragen und so eine Kant-Ausstellung eröffnen. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von den ausgestellten Stücken. Vor dem Museumsbesuch wurde noch im Duisburger Hafen eine Rundfahrt unternommen. Dieser hat sich in den letzten Jahren von einem Industriehafen zu einem Touristenmagnet der Rhein-Ruhr-Region entwickelt. Zum Schluß wurde der Revierpark Mattlerbusch, eine der "grünen Lungen" Duisburgs, besucht. Zum Abschluß der Tagesfahrt sang Frau Rohlf ein Lied.

 

SACHSEN

Vors.: Erwin Kühnappel. Geschäftsstelle: Christine Altermann, Telefon und Fax (03 71) 5 21 24 83, Trützschlerstraße 8, 09117 Chemnitz. Sprechstunden Dienstag und Donnerstag, 9 bis 16 Uhr

Limbach-Oberfrohna - Zu einem interessanten Nachmittag traf sich die Gruppe im Industriemuseum. Lm. Erhard Erben hatte von der letzten Reise zur Kurischen Nehrung mit der Reisegruppe, organisiert vom Vorsitzenden, Kurt Weihe, wundervolle Dias mitgebracht und gestaltete mit diesen einen interessanten Vortrag. Nach einer kurzen Begrüßung durch Kurt Weihe konnten sich die Anwesenden auf die interessante Heimat-Reise begeben. Alle interessanten Punkte und Naturschönheiten hatte Lm. Erben mit seinen Aufnahmen erfaßt und in einem sorgfältig zusammengestellten Vortag erläutert. Von besonderem Interesse die Vogelwarte Rossitten und immer wieder die beeindruckende Landschaft der Sanddünen. Bei den Aufnahmen vom Pestfriedhof in den Dünen, hoch über Nidden, kam von Kurt Weihe das Gedicht die "Frauen von Nidden" (A. Miegel) gekonnt zum Vortrag. Auch die Kurenkähne mit ihren bunten Wimpeln und Schwarzort mit seinem Märchenpark waren nicht vergessen. Ergänzt wurde der Vortrag durch meisterhafte Fotos. Günter Hartwich hatte seine schönsten Bilder von der Kurischen Nehrung auf Stellwänden plaziert. Kurt Weihe dankte im Namen aller Lm. Erben und Günter Hartwich mit einem Blumenstrauß. In seinen abschließenden Informationen ging Kurt Weihe auch auf die Reise im kommenden Jahr in das Königsberger Gebiet ein, die anläßlich 750 Jahre Königsberg durchgeführt wird und unter anderem auch auf die Kurische Nehrung führt. Teilnehmer sind auch Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule aus Limbach-Oberfrohna, die damit einen Besuch russischer Schüler aus Tapiau erwidern.

 

SACHSEN-ANHALT

Vors.: Bruno Trimkowski, Hans-Löscher-Straße 28, 39108 Magdeburg, Telefon (03 91) 7 33 11 29

Aschersleben - Donnerstag, 15. Juli, Halbtagsfahrt zum Museumsschiff nach Breitenhagen/Elbe.

Dessau - Mittwoch, 14. Juli, 14.30 Uhr, Treffen der Frauengruppe in der Saarstraße 52.

Gardelegen - Donnerstag, 15. Juli, Busausflug zum Wasserstraßenkreuz und Schiffshebewerk bei Magdeburg.

Giersleben - Donnerstag, 8. Juli, 14 Uhr, Treffen der Frauengruppe in der Seniorenbegegnungsstätte Giersleben.

Magdeburg - Zu einer Tagesfahrt in den Raum Stendal, Osterburg und Arendsee brach die Gruppe auf. Der Vorsitzende der Gruppe, Bruno Trimkowski, hatte in Vorbereitung dieser Fahrt entsprechende Verbindung mit den Landsleuten in der Altmark aufgenommen. Von dort erhielt man große Unterstützung zum Gelingen dieses Tages. Waltraud Maluck zeichnete wieder verantwortlich für die Vorbereitungen beim Reiseunternehmen. Am Anfang des Tages fand eine Dampferrundfahrt auf dem herrlichen Arendsee, auch Perle der Altmark genannt, statt. Für das leibliche Wohl sorgte die Besatzung vorbildlich. Auch über die Geschichte des Sees erhielt man umfangreiche Informationen. Anschließend besuchte die Gruppe eine Fischräucherei. Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt war ein Besuch des Schlosses Calberwisch bei Osterburg. Dieses schöne Bauwerk hat einen bedeutenden historischen Wert und ist ein eindrucksvolles Baudenkmal der Altmark. In dem zu einem Hotel- Restaurant umgebauten Schloß wurde ein vorzügliches Mittagessen eingenommen. Von Calberwisch fuhr man durch Wald und Flur in die Ortschaft Düsedau bei Osterburg. Dort hatten die Landsleute der Altmark im Gemeindesaal alles für einen angenehmen Empfang der Reisegruppe vorbereite. Die Tische waren reichlich mit Kaffee und Kuchen gedeckt, auch wurden Würstchen und Getränke angeboten. Den Kuchen hatten die Frauen selbst gebacken. Zum Ansehen und Kaufen lagen außerdem handarbeitliche Gegenstände aus. Ein reges Plachandern füllte den Rest des Tages bis zur Abfahrt aus. In guter Stimmung trat die Gruppe die Heimfahrt an. Bei den Landesleuten in der Altmark soll hier nochmals danke gesagt werden.

 

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Vors.: Günter Petersdorf. Geschäftsstelle: Telefon (04 31) 55 38 11, Wilhelminenstr. 47/49, 24103 Kiel

Neumünster - Ihren Jahresausflug unternahm die Gruppe nach Lübeck in das dortige "Marzipanland Leu". Die 1. Vorsitzende Lieselotte Juckel begrüßte im Bus alle Teilnehmer, und Brigitte Profé gab den Ablauf des Programms bekannt. Nach dem reichhaltigen und schmackhaften Mittagessen im Marzipanland gab es Gelegenheit zur Besichtigung und zum Kauf köstlicher Marzipanprodukte. Zu bestaunen waren unter anderem das größte (1.005 Kilogramm) schwere Marzipanschwein der Welt, das einzige Marzipanpralinenkleid aus 25.000 handgefertigten Pralinen (250 Kilogramm) und "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci als halbplastisches farbiges Wandrelief, fast 20 Quadratmeter groß und 1,5 Tonnen schwer. Die Einführung in die Marzi-pangeschichte der Firma Leu war für alle sehr interessant. Die Brüder Norbert und Burkhard Leu, beide aus dem Bäckerberuf, betreiben mit ihren Ehefrauen und Kindern seit 1998 die Marzipan-Show mit großem Erfolg in Lübeck. Das Marzipan wurde im Orient erfunden, und nicht in Lübeck. Zur Zeit der Kalifen um 800 n. Chr. wurde das Marzipan wahrscheinlich zum ersten Mal hergestellt. Die ersten zuverlässigen Nachrichten trafen im 14. Jahrhundert über eine geheimnisvolle Mandel- und Zuckermischung ein, die von den Italienern und Spaniern als wohldienende Speise bezeichnet wurde. Um Lübecker Marzipan herzustellen, benötigt man auf ein Kilogramm Rohmasse 400 Gramm Zucker. Die Mandeln werden mit heißem Wasser gebrüht, geschält und zerkleinert, anschließend geröstet nochmals zerkleinert, um eine gewisse Haltbarkeit in das Marzipan zu bekommen. Das Königsberger Marzipan wird auf andere Weise hergestellt. Hierbei wird das Marzipan gebacken, so bringt dieses Verfahren eine andere Geschmacksrichtung in das Marzipan. Rosenöl oder Rosenwasser sind weitere wichtige Zutaten. Geschmacksverstärkend wirkt die Zugabe von Bittermandelöl. Ausführliche Informa- tionen vom Mandelbaum bis zur Geschichte und Herstellung des Marzipans und der praktische Modellierkurs wurden den Teilnehmern nahe- gebracht. Jeder formte unter Anleitung eine Marzipanrose und erhielt eine Urkunde für das bestandene Marzipan-Abitur. Ein Sparziergang an der Trave rundete den Ausflug ab.


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren