29.01.2022

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31.07.04 / Landsmannschaftliche Arbeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / 31. Juli 2004


Landsmannschaftliche Arbeit

Landesgruppen

HAMBURG

Vors.: Hartmut Klingbeutel, Kippingstraße 13, 20144 Hamburg, Telefon (0 40) 44 49 93, Mobiltelefon (01 70) 3 10 28 15. Stellvertreter: Walter Bridsun, Friedrich-Ebert-Damm 10, 22049 Hamburg, Tel./Fax. (0 40) 6 93 35 20.

LANDESGRUPPE

Freitag, 17. September, 8.30 Uhr, Fahrt der Landesgruppe zum "Ostpreußentreffen Mecklenburg-Vorpommern" nach Rostock. Die Abfahrt erfolgt ab Dammtor / Moorweide (8.30 Uhr) mit dem Bus. Es geht über Ribnitz-Dammgarten zur Besichtigung des Bernsteinmuseums (nicht im Preis enthalten) weiter über Warnemünde zur Übernachtung nach Rostock. Übernachtung einschließlich Busfahrt, Halbpension, im Doppelzimmer pro Peron 95 Euro (Einzelzimmer 105 Euro). Anmeldungen bis zum 31. Juli bei W. Bridszun, Telefon und Fax 6 93 35 20 oder Hartmut Klingbeutel, Telefon 44 49 93. Einzahlungen auf das Konto der Landsmannschaft Ostpreußen, Konto: 9 605 201, BLZ: 200 100 20 (Postbank Hamburg). - Jeden 1. Mittwoch im Monat, von 15 bis 17 Uhr, wird im Haus der Heimat, Vor dem Holstentor 2, der Raum Nr. 13 für Interessierte geöffnet sein.

 

BADEN-WÜRTTEMBERG

Vors.: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 85 40 93, Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, Telefon und Fax (07 11) 6 33 69 80

Bad Reichenhall - Nach der Begrüßung der Gäste und Landsleute erwähnte Max Richard Hoffmann die markantesten Juli-Gedenktage. Es folgte eine Rückschau auf den Ausflug zur Landesgartenschau und ein Nachruf für die verstorbene Irma Frick. Dann ging Hoffmann kurz auf die derzeitige Situation in Polen ein. Die chaotischen Verhältnisse in Polen werden der EU noch viel zu schaffen machen: eine labile Regierung, 20 Prozent Arbeitslosigkeit und nur 20 Prozent der Wähler waren bei der Europawahl. Das alles sind keine rosigen Aussichten für die Zukunft. Dann begann Hoffmann mit dem Vortrag "Woher stammt unser Bundespräsident Horst Köhler?" Das unsagbare Leid der größten Flucht und Vertreibung aller Zeiten begann mit dem Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939. Gleich nach Kriegsbeginn konnte man die Ergebnisse spüren. Tausende Baltendeutsche mußten ihre angestammte Heimat verlassen. Davon kamen viele in den Warthegau. Später folgten andere "Umsiedelungen" von Volksdeutschen. Horst Köhler wurde am 22. Februar 1943 in Heidenstein, früher Slierbieszow, Kreis Samosch im Distrikt Lublin geboren. Nach der letzten polnischen Teilung 1794/95 hieß dieses Gebiet Südpreußen, mit der Hauptstadt Warschau. Die Eltern Köhlers waren Bauern aus Bessarabien, eine fruchtbare Landschaft zwischen dem Schwarzen Meer und der unteren Donau. Der neue Staat Moldawien ist fast identisch mit Bessarabien, das bis 1812 türkisch, bis 1918 russisch, dann rumänisch, ab Juni 1940 sowjetisch, ab 1941 rumänisch und ab 1944 wieder sowjetisch war. Aber nur die Staatsangehörigkeiten wechselten, die Volkszugehörigkeit blieb deutsch. Das wird stets verwechselt. Schon nach dem Ersten Weltkrieg hatten die Deutschen in Bessarabien unter den russischen Behörden zu leiden, wie auch andere Volksdeutsche in Polen. Die Eltern Köhlers, beide Jahrgang 1904, mußten ihre Heimat verlassen, nach dem am 26. Juni 1940 sowjetische Truppen gemäß Hitler-Stalin-Pakt das Land besetzten. Von den über 93.000 Bessarabiendeutschen kamen 43.000 nach Danzig in Westpreußen und 41.000 in den Warthegau. Leider waren die Köhlers nicht dabei, sonst wäre unser Bundespräsident jetzt geborener Westpreuße oder Warthegauer. Mutter Köhler kam mit ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern nach Heidenstein, wo unser Bundespräsident geboren wurde. Im Januar 1945 begann die große Flucht aus dem Osten. Die Köhlers kamen über Litzmannstadt bis ins Leipziger Land und 1953 gelang ihnen die letzte Flucht in den Westen. Zusammenfassend kann gesagt werden: Unser jetziger Bundespräsident ist ein geborener Volksdeutscher mit deutschen Eltern aus Bessarabien. In Stuttgart gibt es das Heimatmuseum der Deutschen aus Bessarabien, wo man Näheres über die Herkunft erfahren kann. Hoffmann bedankte sich für die Aufmerksamkeit und das große Interesse und lud alle zum nächsten Treffen am 8. September ein.

Lahr - Donnerstag, 5. August, Treffen der Gruppe zum monatlichen Stammtisch in der Krone, Dinglinger-Hauptstraße 4.

Ulm - Sonnabend, 14. August, 14.30 Uhr, Schabbernachmittag in den Ulmer Stuben.

 

BAYERN

Vors.: Friedrich-Wilhelm Böld, Tel. (08 21) 51 78 26, Fax (08 21) 3 45 14 25, Heilig-Grab-Gasse 3, 86150 Augsburg

Weiden - Im Garten der Familie Uschald trafen sich Mitglieder und Freunde der Landsmannschaft zu einem ungezwungenen und fröhlichen Gartenfest. Der Erste Vorsitzende Hans Poweleit begrüßte die Anwesenden und dankte für den zahlreichen Besuch. Er bedankte sich besonders bei den Gastgebern und allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben. So überraschten Anita Uschald, die Kassiererin Ingrid Uschald und Adolf Uschald sowie Anita Putz und Hilde Wendt mit schmackhaftem Gebäck. Als Kaffeekocherin betätigte sich die Kulturwartin Renate Poweleit, während Adolf Uschald der Hauptverantwortliche für die Grillspezialitäten war. Für Abwechslung zwischen den kulinarischen Gängen sorgten Josef Bäumler und Ingrid Uschald mit lustigen, aber besinnlichen Wortbeiträgen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Karl Weiß.

 

BRANDENBURG

Landesvorsitzender: Horst Haut, Oranienburger Chaussee 7, 16515 Schmachtenhagen, Telefon und Fax (0 33 01) 80 35 27. Ehrenvorsitzender: Georg Vögerl, Buggestraße 6, 12163 Berlin, Telefon (0 30) 8 21 20 96, Fax (0 30) 8 21 20 99

Brandenburg a.d. Havel - Donnerstag, 12. August, 14 Uhr, landsmannschaftlicher Nachmittag für die Deutschen aus dem Weichsel-Warthegebiet in der Heimatstube, Kurstraße 17.

 

HESSEN

Vors.: Anneliese Franz, geb. Wlottkowski, Telefon und Fax (0 27 71) 26 12 22, Hohl 38, 35683 Dillenburg

Dillenburg - Bei der letzten Monatsversammlung konnte die Vorsitzende Anneliese Franz wieder zahlreiche Gruppenmitglieder begrüßen. Nach dem Kaffeetrinken, bei dem schon lebhaft plachandert und die ersten Ferienerlebnisse ausgetauscht wurden, hielt sie dann ihr Referat über die Geschichte Pommerns, das sie anläßlich eines Seminars in Stolp im August halten wird.

 

NIEDERSACHSEN

Vors.: Dr. Barbara Loeffke, Alter Hessenweg 13, 21335 Lüneburg, Telefon (0 41 31) 4 26 84. Schriftführer und Schatzmeister: Gerhard Schulz, Bahnhofstraße 30 b, 31275 Lehrte, Telefon (0 51 32) 49 20. Bezirksgruppe Lüneburg: Manfred Kirrinnis, Wittinger Straße 122, 29223 Celle, Telefon (0 51 41) 93 17 70. Bezirksgruppe Braunschweig: Fritz Folger, Sommerlust 26, 38118 Braunschweig, Telefon (05 31) 2 50 93 77. Bezirksgruppe Weser-Ems: Otto von Below, Neuen Kamp 22, 49584 Fürstenau, Telefon (0 59 01) 29 68. Bezirksgruppe Hannover: Christine Gawronski, Zilleweg 104, 31303 Burgdorf, Telefon (0 51 36) 43 84

Hannover - Sonntag, 8. August, Fahrt ins Blaue. Die Wasser- und Landtour beginnt um 8 Uhr am Burgdorfer Schützenplatz, 8.30 Uhr von Lehrte, Burgdorferstraße gegenüber Plus oder 9 Uhr vom ZOB Hannover, Bussteig 3. - Sonnabend, 28 August, Fahrt des Frauenverbandes im Bund der Vertriebenen, Landesverband Niedersachsen, nach Göttingen. Stadtführung und Kaffeetrinken zum Preis von 26 Euro. Für Kinder von Alleinerziehenden bis 14 Jahre in Begleitung Erwachsener ist die Fahrt kostenlos. - Sonntag, 12. September, Fahrt nach Uslar im Weserbergland mit Führung durch den Schmetterlingspark und Kaffeetrinken. Abfahrten: 9 Uhr Burgdorfer Schützenplatz, 9.30 Uhr von Lehrte Burgdorferstraße gegenüber Plus oder 10 Uhr vom ZOB Hannover Bussteig 3. - Sonnabend, 18. September, Fahrt zur Hengstparade nach Celle. Überdachte Sitzplätze zum Preis von 39 Euro pro Person. Auch hier haben Kinder von Alleinerziehenden die Busfahrt frei. Abfahrt um 11.50 Uhr vom Schützenplatz Lehrte. Anmeldung für die Fahrt bis 31. Juli. Es sind noch Plätze frei. Auch Nichtmitglieder sind bei uns herzlich willkommen. Anmeldungen zu allen Fahrten bei der Vorsitzenden und Reiseleiterin Christine Gaweronski, Telefon (0 51 36) 43 84.

Oldenburg - Der zweite Ausflug der Frauengruppe der Ost- und Westpreußen in Oldenburg in diesem Jahr führte zum "Museum und Park Kalkriese" bei Osnabrück, dem Ort der Varusschlacht zwischen Römern und Germanen. Knapp 40 Mitglieder und Gäste waren der Einladung gefolgt, und sie wurden reichlich belohnt. Die Führung durch den Park und das Museum wurde allen Wünschen gerecht: Wer weniger laufen wollte, nahm sich das Museum vor, in dem sitzend alle Exponate aus den Grabungen des Schlachtfeldes erläutert wurden, verbunden mit den vielen Fragen, die heute noch mit dem Fundort verbunden sind. Eine ausführliche Erläuterung der römischen Germanenpolitik und über das Erscheinungsbild der Germanen um die Zeitenwende vermittelt interessierten Laien einen guten Einblick in die Szene jener Zeit. Die andere Gruppe ließ sich durch den Park führen, der einen Teil des Schlachtfeldes darstellt und an verschiedenen Stellen Rekonstruktionen der Topographie bietet. Die sehr angenehme Führung verstand es, auch Laien ohne historische Vorbildung eine verständliche, aber dennoch den gewonnenen Erkenntnissen gerechte Schilderung der mutmaßlichen Ereignisse der Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. zu bieten. Beide Führungen schlossen den Rundblick vom 40 Meter hohen Turm ein, der dem Besucher einen Eindruck vom Gelände und schon vor dem Rundgang die erste geschichtliche Vorstellung beschert. Das Wetter meinte es gut: Während des Museumsbesuches blieb die Gruppe von Regen verschont. Jeder konnte sich im Anschluß an die Führung weitere Teile des Museums auf eigene Faust anschauen, Erläuterungstafeln lassen niemanden im unklaren über das Geschehen. Den herrlichen Kuchen mit duftendem Kaffee genossen die Teilnehmer nach den Mühen des Museumsbesuches im benachbarten Restaurant. Der Regen auf der Rückfahrt konnte die angenehmen Erlebnisse des Nachmittags nicht mehr nehmen, eventuelle Trübsal wurde durch Singen von Volksliedern vertrieben. Im August macht die Frauengruppe Sommerpause Zu den nächsten Versammlungen ab September wird rechtzeitig eingeladen.

Osnabrück - Mittwoch, 25. August, Jahresausflug der Frauengruppe nach Papenburg. Die Abfahrt erfolgt um 8 Uhr ab Kollegienwall. Gäste sind herzlich willkommen. Anmeldungen nehmen Marianne Regier, Telefon 1 41 26, und Xenia Sensfuß, Telefon 43 07 51, entgegen.

Quakenbrück-Bersenbrück - Die Gruppe hat von nun an wieder eine Vorsitzende, nach dem Helmut Kramer, der Nachfolger von Fredi Jost, nach dreijähriger Amtsführung 1999 verstarb. Lange konnte die Gruppe in ihren Reihen keinen Nachfolger finden, so daß die anfallenden Aufgaben und Tätigkeiten von den einzelnen Vorstandsmitgliedern übernommen wurden, um so die Gruppe aufrechtzuerhalten. In der Jahreshauptversammlung begrüßte die noch stellvertretende Vorsitzende Lieselotte Ulmer die Mitglieder und Gäste recht herzlich und war sehr erfreut über das große Interesse an dieser Veranstaltung. Ewald Frost berichtete ausführlich über die Vorstandsarbeit, Begegnungen und Veranstaltungen im Jahr 2003. In der Totenehrung erinnerte Frost an die vielen Toten durch Flucht und Vertreibung und in der Gruppe. Stellvertretend für alle nannte er die 2003 Verstorbenen aus den eigenen Reihen wie Käthe Tiegs, Ester Tallarek, Gerhard Conrad und Max Rohde. Das Zentrum gegen Vertreibungen ist ein wichtiges Anliegen in der Erinnerungskultur, wie auch die Pflege des ostdeutschen Kulturerbes und verdient die ganze Unterstützung. Die gegenwärtige Kampagne in Polen und Tschechien gegen das geplante Zentrum gegen Vertreibungen zeigt wie scher sich diese beiden Ländern noch mit der Hinterlassenschaft von Erinnerung, Krieg und Vertreibung tun. Das Recht der Deutschen nach vielen Schuldbeteuerungen, auch ihrer eigenen Opfer zu gedenken, wird als unzumutbar und als Angriff gesehen. Wenn wir mit unseren östlichen Nachbarn in einer freien Union europäischer Völker zusammen leben wollen und seit dem 1. Mai 2004 müssen, dann ist dies nur zukunftsfähig auf der Grundlage der Klarheit und Wahrheit. Im weiteren Verlauf gab die Kassiererin Elfriede Kröning den Rechenschaftsbericht preis, der vorher von Rosemarie Huslage und Walter Ickert geprüft worden war und ohne Beanstandungen genehmigt wurde, und somit konnten auf Antrag die Schatzmeisterin und folgend der alte Vorstand einstimmig entlastet werden. Im Anschluß erfolgten Neuwahlen des gesamten Vorstands. Ewald Frost wurde als Wahlleiter bestimmt, der sich zunächst für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit im Vorstand bedankte und war hocherfreut über die Zusage, daß sich Lieselotte Ulmer bereit erklärte, sich für den Ersten Vorsitz zur Wahl zu stellen. Einstimmig gewählt, nahm sie die Wahl an. Ewald Frost wurde stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer, Elfriede Kröning Schatzmeisterin, Hanna Rasokat, Irma Oder und Helmut Gilde wurden in ihren Ämtern bestätigt. Gerhard Bronowski schied aus dem Vorstand aus, da ein Wohnungswechsel bevorsteht. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für seine Hilfsbereitschaft und Anregungen zum Wohle der Heimat. Ursula Conrad wurde neu in den Vorstand gewählt. Ein Plachanderstündchen mit Kaffee und Kuchen löste schnell die Anspannung der durchgeführten Regularien auf. Danach folgten von der Ostpreußischen Frauengruppe aufgeführt, das wohl von Agnes Miegel bekannteste Nachkriegsgedicht "Es war ein Land ..." sowie weitere Gedichte und Lebensläufe. In diesem Zusammenhang wurde auch beschlossen, eine Busfahrt nach Bad Nenndorf zu organisieren, wo Agnes Miegel von 1946 bis 1964 gelebt und gearbeitet hat. Termin und Programm der Fahrt werden den Mitgliedern und Interessenten über die Tageszeitung mitgeteilt. Abschließend bedankte sich die nun Erste Vorsitzende Lieselotte Ulmer für die gute Zusammenarbeit und wünschte, daß sich noch viele Vertriebene der Gruppe anschließen.

 

NORDRHEIN-WESTFALEN

Vors.: Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak. Geschäftsstelle: Werstener Dorfstraße 187, 40591 Düsseldorf, Tel. (02 11) 39 57 63. Postanschrift: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel. (0 29 64) 10 37, Fax (0 29 64) 94 54 59

Unna - Mittwoch, 4. August, Jahresausflug nach Bonn ins "Haus der Geschichte" und anschließend Fahrt nach Rüdesheim. Die Abfahrt erfolgt um 8.30 Uhr in Unna an den Haltestellen "Evangelisches Krankenhaus" und "Busbahnhof". Rückkehr gegen 20 Uhr. Kosten: 20 Euro für Mitglieder und 25 Euro für Nichtmitglieder. Darin sind enthalten: Busfahrt und Eintrittsgelder. Ferner wird zum Kaffeetrinken eingeladen. Die Kosten für das Mittagessen müssen selbst getragen werden. Anmeldungen und Auskünfte bei Dr. Bärbel Beutner, Telefon (0 23 03) 1 40 17.

Aschersleben - Donnerstag, 12. August, Halbtagesfahrt nach Stangerode/Alterode.

 

SACHSEN-ANHALT

Vors.: Bruno Trimkowski, Hans-Löscher-Straße 28, 39108 Magdeburg, Telefon (03 91) 7 33 11 29

Magdeburg - Dienstag, 10. August, 13 Uhr, Treffen der Handarbeitsgruppe Stickerchen in der Immermannstraße 19.

Osterburg - Sonntag, 1. August, 14 Uhr, Sommerfest um den Büttnerhof und die herrliche Parkanlage. Neben Gesang, Blasmusik und Plausch wird auch Kaffe und Kuchen sowie Gegrilltes angeboten.

 

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Vors.: Günter Petersdorf. Geschäftsstelle: Telefon (04 31) 55 38 11, Wilhelminenstr. 47/49, 24103 Kiel

Bad Schwartau - Von 65 Mitgliedern und Gästen wurde Edmund Ferner, der Landeskulturreferent, mit großem Beifall begrüßt. Mit seinem Vortrag "Die Hugenotten - französische Glaubensflüchtlinge in Preußen-Brandenburg unter besonderer Berücksichtigung von Ostpreußen. Ein Beispiel preußischer Toleranz" hatte er vielen einen besonderen Wunsch erfüllt. Preußen, insbesondere Ostpreußen, ist ohne diesen Abschnitt kaum denkbar. Im 16. Jahrhundert war die katholische Kirche starker Kritik ausgesetzt. Luther und später Calvin begründeten eine neue christliche Glaubensrichtung, den Protestantismus. Das französische Königshaus wollte den Aufstieg des Protestantismus unter allen Umständen verhindern. Mit dem Beginn der Reformation waren die Anhänger der Hugenotten in Frankreich scharfen Repressionen ausgesetzt. Auf Betreiben des Kardinals Charles von Lothringen erließ König Heinrich II. im Juni 1559 das Edikt von Ecounen. Das Ziel dieses amtlichen Erlasses war, das "infame lutherische Gesindel" auszutilgen. Von da ab begann ein jahrzehntelanger Feldzug gegen die Hugenotten. Schon der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm hatte 1661 in Brandenburg-Preußen die Grenzen seines Landes für die Glaubensflüchtlinge geöffnet. Mit dem Potsdamer Edikt vom 29. Oktober 1685 ermöglichte er die Aufnahme der verfolgten Glaubensflüchtlinge. Die Hugenotten bereicherten dann auch ihre neue Heimat mit französischer Lebensart. Sie wurden zu treuen und dankbaren Preußen. Ihre Familiennamen sind bis heute erhalten, wie zum Beispiel de Nun (Jean de Nun war der erste Seidenfabrikant in Preußen), Couvian (der erste Hutfabrikant), Brunotte, Ganguin, Guillaume, Chevalier oder Toussaint.

Uetersen - Freitag, 6. August, 15 Uhr, Zusammenkunft in Moorrege im "Bienenmuseum". Der Vorsitzende des Imkervereins wird eine Führung vornehmen. Anschließend gibt es eine Kaffeetafel in der Gaststätte Himmelsbarg in Moorrege.

 

THÜRINGEN

Vors.: Gerd Luschnat, Schleusinger Straße 101, 98714 Stützerbach, Tel. (0 36 77) 84 02 31

Landesgruppe - Der Vorstand der Landesgruppe trat am 13. Juli in Gotha zusammen. Dabei standen auch Projekte für das Jahr 2005 zur Debatte. Das Gründungsjubiläum Königsbergs, aber vor allem auch den Untergang Königsbergs vor 60 Jahren möchten die Ostpreußen in Thüringen zum Anlaß nehmen, diese Stadt und ihre Opfer in den Mittelpunkt ihrer Arbeit im Jahr 2005 zu stellen. Deshalb plant der Vorstand für den 9. April einen Gedenkgottesdienst in Rudolstadt und hofft, dafür auch den Heinrich-Albert-Chor Lobenstein gewinnen zu können. Frau Ritter stellte in dem Zusammenhang auch ein sehr interessantes Projekt zur Erhaltung und Pflege der ostpreußischen Kultur vor. Sie erwähnte, daß der Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff von 1824 bis 1831 als Oberpräsidialrat in Königsberg wirkte und in dieser Zeit unter anderem die bekannte Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" und die Tragödie "Der letzte Held von Marienburg" entstand. Während seiner Königsberger Zeit wohnte der Dichter in dem repräsentativen Gebäude des Geologisch-Paläontologischen Instituts der Universität unweit des Steindamms in der Langen Reihe 4. Daran erinnert seit dem 150. Geburtstag des Dichters eine am Haus angebrachte Gedenktafel. Im Krieg wurde die Fassade des Hauses, in dem der Dichter damals wohnte, zerstört. Die in zwei Teile zerbrochene marmorne Tafel konnte aus dem Kriegsschutt geborgen werden. Das Bildnis des Dichters im Halbrelief ist leider sehr stark beschädigt. Die reichen Vorkommen an Travertin in Thüringen und die hier vorhandenen Fachleute bieten aber die Gewähr, daß diese wertvolle Gedenktafel nachgebildet werden könnte. Frau Ritter meint hierzu: "Mit dem Anbringen einer Gedenktafel für Jo seph Freiherr von Eichendorff in Königsberg würden wir auch die Arbeit der Fachlehrer für Deutsche Sprache an den Schulen im Königsberger Gebiet unterstützen. Eichendorffs Gedichte, durch Schubert und Schumann vertont, dringen wegen ihres Volksliedcharakters tief in die Gefühlswelt ein."


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