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16.10.04 / Ein Kongreß sorgt für Wirbel / Polens Medien berichten objektiv und fair über den 4. Kommunalpolitischen Kongreß der LO

© Preußische Allgemeine Zeitung / 16. Oktober 2004


Ein Kongreß sorgt für Wirbel
Polens Medien berichten objektiv und fair über den 4. Kommunalpolitischen Kongreß der LO

Der 4. Kommunalpolitische Kongreß der Landsmannschaft Ostpreußen am vergangenen Wochenende in Allenstein war in den polnischen Medien neben dem Rededuell zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten Bush und Kerry das wichtigste Thema.

Rund 35 polnische Landräte und Bürgermeister nahmen trotz gewissen politischen Drucks an dem Kongreß teil. Von deutscher Seite waren knapp 30 Kreisvertreter zu der Veranstaltung nach Allenstein gereist. Wenige Tage vor der Veranstaltung hatte der Allensteiner EU-Abgeordnete Rogalski die polnischen Teilnehmer aufgefordert, am Kongreß nicht teilzunehmen. Daß dennoch fast alle Polen teilnahmen, verdeutlicht die erfolgreiche Politik des Dialogs der LO. So verteidigte der Allensteiner Landrat Adam Sierzputowski seine Haltung, mit den "Altbürgern" aus den Oder-Neiße-Gebieten den Dialog zu führen: "Wir dürfen nicht so tun, als sei hier vorher nichts gewesen."

Der Sprecher der LO, Wilhelm v. Gottberg, stellte in einer von ihm einberufenen und hervorragend besuchten Pressekonferenz - Fernsehen, Rundfunk, Zeitungen - wenige Stunden vor Beginn des Kongresses einige im Umlauf befindliche diffamierende Desinformationen über die LO richtig. Er beantwortete alle Fragen ausführlich und begründete die Notwendigkeit des Veranstaltungsortes Allenstein. Die polnischen Medienvertreter zeichneten sich durch Objektivität und Fairneß aus.

Die Bedeutung des Kongresses hob auch der Bayrische Innenminister Dr. Günter Beckstein mit einem europapolitischen Vortrag hervor. Für den Deutschen Landkreistag referierte Dr. Rolf Derenbach über die Bedeutung der kommunalen Selbstverwaltung am Vorabend einer Europäischen Verfassung. Landrat Sierzputowski stellte seinen Landkreis vor. Auf das besondere Interesse der Teilnehmer stieß der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Polnischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Dr. Reinhard Klein, der über die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung sprach. Über verschiedene Fragestellungen des Denkmalschutzes referierten Paulina Zukowska und Wiktor Knercer vom Allensteiner Amt für Denkmalspflege sowie Prof. Dr. Christofer Herrmann von der Universität Allenstein.

Angesichts der politischen Umstände verwies der Initiator und Leiter des Kongresses, Bernd Hinz, noch einmal auf das Grußwort des polnischen Staatspräsidenten zum 2. Kongreß in Elbing, in welchem er die deutschen und polnischen Teilnehmer aufgefordert hatte, die "solideste Brücke" im deutsch-polnischen Verhältnis zu bauen.

Ein weiterer Bericht folgt in einer der nächsten Ausgaben. B. K.


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